Felix Stamer (Direct Fresh GmbH) zum aktuellen Bananenmarkt

"Trotz Corona konnten wir durchgehend vollständiges Bananen-Sortiment anbieten"

Außer konventionellen Bananen finden biologischen, Fairtrade und Bio-Fairtrade-Chargen die letzten Jahre immer besseren Anklang beim Verbraucher. Währenddessen entwickeln sich auch Demeter-Bananen zu einer immer bedeutenderen Marktnische im deutschen Handel. Das Hamburger Importunternehmen Direct Fresh GmbH hat sich zum Ziel gesetzt die Kategorie der Übersee-Früchte in Demeter-Qualität weiter voranzutreiben und bietet seit gut einem Jahr ein Vollsortiment an Bananen.

Bereits seit der Firmengründung im Jahr 2013 bilden sowohl konventionelle als auch biologische Bananen die Kernkompetenz des Unternehmens. "Anfänglich haben wir deutlich mehr konventionelle Chargen vertrieben, im Laufe der Jahre haben sich die Marktverhältnisse jedoch gewandelt. Nicht weil der Bedarf an konventionellen Bananen weniger geworden ist, sondern weil ökonomisch angebaute Bananen deutlich mehr im Fokus der Verbraucher stehen", so Felix Stamer, beim Unternehmen zuständig für den Bananenvertrieb.


Felix Stamer (l) und Demeter-Erzeuger Fernando Monsalve auf der BioFach 2019.

Aufklärungsbedarf am PoS
Neben der erfreulichen Entwicklung bei den Bio-Bananen wird auch das Fairtrade-Siegel immer mehr von Seiten des Verbrauchers geschätzt. Stamer: "Bio-Fairtrade wird immer beliebter im Handel, aber auch im konventionellen Bereich haben Fairtrade-Produkte aus meiner Sicht noch Luft nach oben." Generell gerät das Thema Nachhaltigkeit vermehrt in den Vordergrund, insbesondere bei den Bananen. "Nachhaltig ist nicht unbedingt 'bio'. Man kann ja auch nachhaltig agieren, ohne Bio-Erzeugnisse anzubieten. Langjährige Partnerschaften und eine faire Preispolitik gehören ebenfalls mit dazu."

Wichtig sei dem Konsumenten die Unterschiede zwischen den Siegeln aufzuklären. "Andererseits wird auch schon Gutes gemacht, beispielsweise mit QR-Codes. Ich bin auch der Meinung, dass das Bewusstsein in Sachen Nachhaltigkeit vor allem bei der jüngeren Generation zunimmt." Auch seitens des Handels steigt die Wertschätzung für nachhaltige Produktion. "Bei Fairtrade-Bananen gibt es einen Preisschutz. Ein solcher wäre – in welcher Form auch immer – bei anderen Bananen ebenfalls erstrebenswert.“

Am Anfang der Krise sei die Nachfrage nach Bananen generell sehr hoch gewesen, ab Juli ging es wieder allmählich zurück. Aktuell sei der Bedarf auf gesundem Niveau. 

Konstanter Warenfluss an Demeter-Bananen
Bananen mit Demeter-Siegel sind das jüngste Steckenpferd der Direct Fresh GmbH und runden das Bananen-Vollsortiment entsprechend ab. "Neben Demeter-Bananen aus Ecuador welche wir seit 2019 anbieten, haben wir unser Lieferantennetzwerk nun auch um Ware aus der Dominikanischen Republik erweitern können. Somit wollen wir dem Handel ganzjährig Demeter-Ware anbieten. Gerade wir als mittelständisches Unternehmen können mit Demeter-Bananen von hoher und gleichbleibender Qualität am Markt punkten." 

In Zeiten von Corona herrschte auch in der Bananen-Lieferkette viel Unsicherheit. "Am Anfang der Krise wussten auch unsere Erzeuger nicht ob die Arbeit in den Plantagen wie gewohnt fortgesetzt werden konnte. Dies hat man aber überraschend gut in den Griff bekommen, sodass wir durchgehend Bananen in der gesamten Bandbreite liefern konnten, ohne dass deren Qualitäten darunter gelitten hätten. Auch alle notwendigen Audits konnten wir sämtlichen  Widrigkeiten zum Trotz erfolgreich durchführen lassen. Sowohl im Ursprung als auch hier im Vertrieb haben wir die Arbeitsprozesse entsprechend optimiert, sodass wir jetzt im Falle einer zweiten Welle wissen wie wir damit umgehen müssen."


Felix Stamer zu Besuch bei Demeter-Erzeugern

Weiteres Vermarktungspotenzial
Außer dem heimischen Markt bedient die Direct Fresh GmbH eine wachsende LEH-Kundschaft in Zentral- und Osteuropa. "Das Bewusstsein für Bio und Fairtrade fehlt teilweise noch bei Teilen der Verbraucher. Deswegen wollen wir zusammen mit dem Markt gesund wachsen. Ähnlich wie in Deutschland glauben wir, dass der Marktanteil langfristig allmählich zunehmen wird", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Direct Fresh GmbH
Felix Stamer
Kiebitzhof 9, D-22089 Hamburg
Tel.: +49 40 2000 745 13
Fax: +49 40 2000 745 10
email: info@direct-fresh.de  
www.direct-fresh.de    


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