Positive Bilanz in Hessen, Ernterückgang in NRW

Durchwachsende Apfelerträge in Deutschland

In Nordrhein-Westfalen wurden in diesem Jahr 63.107 Tonnen Äpfel geerntet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Hektarertrag für Äpfel lag mit 30,8 Tonnen je Hektar um 2,5 Tonnen unter dem des Jahres 2019 (33,3 Tonnen je Hektar).

Auf nahezu 600 Hektar und damit fast einem Drittel (29,2 Prozent) der Apfelanbaufläche des Landes stehen Apfelbäume der Sorte Elstar. Im Jahr 2020 wurden dort 16.257 Tonnen dieser Apfelsorte geerntet; das waren 19,5 Prozent weniger als 2019. Damit entfielen mehr als ein Viertel (25,8 Prozent) der in diesem Jahr in NRW geernteten Äpfel auf die Sorte Elstar.

Hessen: Positive Erntebilanz
Der Hessische Bauernverband hat zur diesjährigen Apfelernte eine positive Bilanz gezogen. "Alles in allem können wir zufrieden sein", sagte der Sprecher des Verbandes, Bernd Weber. "Dank der Sonne haben die Äpfel eine gute Qualität und eine schöne Süße." In manchen Regionen hätte es allerdings etwas mehr Regen geben können, was sich in der Größe der Früchte und im Ertrag bemerkbar mache.

Normalerweise geht die Apfelernte in Hessen bis Ende Oktober. Wegen der Sonne und der Trockenheit seien die Äpfel aber etwas früher reif gewesen. "Die Ernte ist weitestgehend durch". Genaue Angaben zur Ertragsmenge konnte der Verband aber noch nicht machen.

Regional gebe es in Hessen große Unterschiede, je nach Witterungsbedingungen, so Weber. Er gehe davon aus, dass es etwas mehr sei als im vergangenen Jahr. 2019 gab es eine Ernte von rund 7.400 Tonnen.

Die jährlichen Mengen schwanken in Hessen stark. 2018 fuhren die Obstbauern mit rund 13.000 Tonnen Äpfeln eine Rekordernte ein. 2017 hingegen wurden viele Apfelblüten durch Frost zerstört, die Ernte lag bei nur 4.700 Tonnen. Deutschlandweit wird laut Weber eine Ernte von rund 951.000 Tonnen Äpfel erwartet, vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Durchschnittliche Erträge in Niedersachsen
Nach einer schwachen Ernte im Vorjahr hat die Apfelsaison 2020 in Niedersachsen regional sehr unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Wie das Landvolk Niedersachsen am Donnerstag (15.10.) mitteilte, liefern die Apfelbäume im größten Anbaugebiet, dem Alten Land, aufgrund der Wasserversorgung durchschnittliche Erträge.

Im Landesinneren hätten die Bäume ohne Bewässerung dagegen unter dem dritten trockenen Sommer in Folge gelitten und ihre Früchte oft sehr früh abgeworfen. In Regionen, in denen die Blüten die Spätfröste im Frühjahr glimpflich überstanden hätten, rechneten die Mostereien mit einem durchschnittlichen Ertrag bei guten Qualitäten.

Das Landvolk machte zudem darauf aufmerksam, dass Äpfel, die bereits vom Baum gefallen seien, aber noch gut aussähen oder wegen zu wenig Sonne sehr klein geblieben seien, sich immer noch zur Herstellung von Apfelsaft eigneten. Mit der Verwertung von Streuobst zu Apfelsaft könne aktiv der Verschwendung von Lebensmitteln entgegengewirkt werden.

Quelle: IT NRW / LLH Hessen / Landvolk


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