Räss Wildbeeren entwickelt sich zum Schweizer Marktführer für Bio-Beeren

"Angefangen mit den Nischen setzen wir nun verstärkt auf die größeren Beerenfrüchte"

2015 entschloss sich die jüngste Generation des Familienunternehmens Räss in den Beerenanbau einzusteigen. Nur wenige Jahre später hat sich der Erzeugerbetrieb zum führenden Produzenten sämtlicher Bio-Beeren in der Schweiz entwickelt. Innovationsbereitschaft sei dabei der Schlüssel zum Unternehmenserfolg, schildert Mitgeschäftsführer Simon Räss: Denn mit neuartiger Anbautechnik und einem Komplettsortiment ist der Betrieb einzigartig in der Schweiz.


Bio-Himbeeren

Heute werden auf 36 ha (davon knapp die Hälfte im geschützten Anbau) jegliche Beerenkulturen kultiviert, von den gängigen Erd-, Him-, Johannes- und Heidelbeeren bis hin zu den unbekannteren Goji-, Aronia- und Maibeeren. „Angefangen haben wir vor fünf Jahren mit den Nischen im Beerenanbau, die letzten 2-3 Jahre haben wir auch die größeren Kulturen ins Sortiment aufgenommen und unsere Anbaukapazität extrem ausgebaut“, erläutert Räss, der den Beerenhof zusammen mit seinem Bruder führt.

Auf dem Beerenhof werden vom Mitte April bis in den Dezember hinein frische schweizer Beeren geerntet. Im Bild: Christoph & Simon Räss.

Einsatz von Hummeln im Anbau
Neuester Meilenstein des Unternehmens ist seit diesem Jahr der Einsatz von Hummeln während des Anbauprozess. „Dieses Verfahren haben wir in enger Zusammenarbeit mit der kanadischen Firma Bee Vectoring Technology integrieren können und wir haben neulich die benötigte Bewilligung erhalten.“ Der Einsatz der Insekten sei nur in den Tunnelanlagen möglich, dennoch bringe das System viele Vorteile mit sich. „Wichtig für uns ist die Reduktion des CO2 Ausstoßes. Wenn es einen optimalen, trockenen Frühling gibt, kann der Hummeleinsatz sogar als Solostrategie ohne weitere Maßnahmen funktionieren. Die Hummeln bringen in unseren Erdbeeranlagen den Pilz Clonostachys aus, der Botrytis bekämpft“, heißt es.


Aufgrund der Rahmenbedingungen in der Schweiz sei der Bio-Beerenanbau besonders kompliziert. Der Boden sei für die Beerenerzeugung nicht besonders gut geeignet, der Anbau in Töpfen sei dennoch nicht erlaubt. Im Bild: Goji-Beeren am Strauch.

Bio-Beeren liegen im Trend
Das Familienunternehmen im Kanton St. Gallen hat das Sortiment den Bedürfnissen des Detailhandels angepasst. Beliefert werden schweizweit Filialen der beiden führenden Supermarktketten Migros und Coop sowie Bio-Reformhäuser und den Fachgroßhandel. „Wir beobachten eine große Nachfrage nach Bio-Beeren die lange ungedeckt blieb. Vor allem bei den Heidelbeeren gibt es derzeit einen Riesenboom, sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Bereich. Um diesen Bedarf auch in Zukunft zu decken, wurden große Anlagen angepflanzt. Kleinere Wachstumsraten sehen wir etwa bei Himbeeren“, so Räss.


Blick in die Aronia-Anlage

Aktuell umfasst die Gesamtkapazität der Firma 36 ha Beerenanbau. „Flächenmäßig haben wir keinen weiteren Ausbau geplant, stattdessen wollen wir unseren Anbau intensivieren. Erdbeeren können wir beispielsweise nur im frühen und späten Bereich liefern, im Juni und Juli hingegen nicht. Das heißt, wir wollen mehr in Tunnelanlagen statt Freiland produzieren und somit unser Lieferfenster erweitern“, heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Räss Wildbeeren AG
Simon Räss
Im Trügli 267
8463 Benken
+41 52 319 18 02
info@raess-wildbeeren.ch
www.raess-wildbeeren.ch 


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