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Jürgen Hattemer (VOG Ingelheim) zur heimischen Steinobstkampagne

"Wir haben die frische Mirabelle wieder zum Leben erweckt"

Die diesjährige Mirabellensaison läuft momentan auf Hochtouren. In der KW 32 - etwa acht Tage früher als üblich - wurden die ersten Steinfrüchtchen zur Vermarktung angeboten. „Diese Woche wird die erste heimische Ware im bundesweiten LEH angeboten“, bestätigt Jürgen Hattemer, Vertriebsleiter der VOG Ingelheim eG auf Nachfrage. Erwartungsgemäß wird der Ertrag deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, heißt es weiter.


Jürgen Hattemer und Steffen Lang beim DOGK 2018 in Düsseldorf.

Auch in den südwestdeutschen Steinobstanlagen sei die aktuelle Hitze deutlich zu spüren: „Es wird derzeit bei Temperaturen um 35 Grad geerntet“, so Hattemer, der den deutschlandweiten Vertrieb der Steinfrüchte betreut. Da der Großteil der diesjährigen Mirabellen bereits eingefahren wurde, wird sich die Hitzewelle wohl nur minimal auf die Fruchtqualität auswirken. Man müsse jedoch trotzdem mit einem Minderertrag rechnen: „Durch die Maifröste wird um ein Drittel weniger Mirabellen als letztes Jahr vorhanden sein.“

Mühseliger Absatz bei Industrieware, guter Frischmarkt
Die VOG Ingelheim eG hat sich über die Jahre zum größten Vermarkter heimischer Mirabellen durchsetzen können. Angeboten werden die Steinfrüchte sowohl im Industrie- als auch im Frischbereich. „In der Industrie ist die Nachfrage coronabedingt eher verhalten. In der Gastronomie wird traditionell viel Dosenware gebraucht, der Bedarf in diesem Absatzbereich ist aber noch nicht auf dem gewohnten Niveau. Am Frischmarkt ist die Nachfrage hingegen recht gut. Preislich liegen wir schätzungsweise um 40 Prozent über dem Vorjahresniveau“, erläutert Hattemer.

Steinobst ist das Markenzeichen der VOG Ingelheim. Vor allem bei den Aprikosen seien beträchtliche Wachstumsraten zu verzeichnen. Bei den Mirabellen sei der Markt nun erstmal gesättigt, bestätigt man.

Export erwartungsgemäß nicht möglich
Im Gegensatz zur Zwetschgensaison dauert die Mirabellenkampagne nur einige Wochen. Ähnlich wie bei den Franzosen in Elsas-Lothringen wird die deutsche Versorgung laut den aktuellen Prognosen in der KW 34 zu Ende gehen. „Somit wird es für uns wahrscheinlich keine Exportchancen geben. In anderen Jahren haben wir nach Abschluss der Saison in Elsas-Lothringen – als der Markt praktisch leer war – wohl Mengen exportieren können.“

Hauptsorte im Anbau ist die Mirabelle von Nancy. Nebensorten spielen nur eine untergeordnete Rolle im Handel.

Stetige Entwicklung der Eigenmarke
Die Mirabellen werden zum Teil unter der Eigenmarke Mirell im Handel vermarktet. „Unsere Eigenmarke zeigt sich recht stabil und wird unter anderem von Rewe und Penny gut angenommen. Wir haben die frischen Mirabellen damals wieder zum Leben erweckt und haben somit ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal am Markt.“

„Die Zwetschgensaison dauert im Vergleich zu den Mirabellen viel länger, umso komplizierter ist es eine Marke kontinuierlich mit genussreifen Sorten zu bestücken. Um den Anforderungen des Handels auch in Zukunft gerecht zu werden, arbeiten wir nun an einem neuen Konzept in dem wir auch in der Züchtung involviert sind. Somit sind wir tatsächlich in der Lage neue Sorten am Markt zu platzieren.“

Weitere Informationen
Vereinigte Großmärkte für Obst + Gemüse Rheinhessen eG
Jürgen Hattemer
Am Großmarkt 1
55218 Ingelheim
Tel. +49 (0) 61 32 7 84-0
hattemer@vog.de  
www.vog.de  


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