Edelpilzzucht Kirnig GmbH setzt auf nachhaltige Verpackung und Sortimentserweiterung

"Das Plastikthema wird auch nach der Krise wieder zurückkehren"

Der Plastikverzicht war vor dem Corona-Ausbruch mit Abstand das bedeutendste Thema der heutigen Lebensmittelbranche. Auch im Bereich der Speisepilze hat man Ausschau nach einer innovativen, umweltfreundlichen Lösung aus nachwachsenden Rohstoffen gehalten. Der Südtiroler Edelpilz-Zuchtbetrieb Kirnig GmbH hat es nun geschafft eine transparante Kartonschale für Edelpilze zu entwickeln. Gleichzeitig setzt das zweiköpfige Management auf Erweiterung des Sortiments um dem wachsenden Bedarf an regionalen Edelpilzen auch in Zukunft entgegenzukommen.

Auch bei der Kirnig GmbH macht sich die derzeitige Corona-Pandemie im Geschäft bemerkbar. Die Gastronomie - eine wichtige Absatzsparte des Unternehmens - kommt nun im Zuge der Wiederöffnung wieder langsam in Bewegung. Im Einzelhandel und Privatverkauf konnte der Umsatz allerdings gesteigert werden. Das Management habe die Zeit genutzt einige Neuheiten in die Tat umzusetzen, bestätigt Mitgeschäftsführer Andreas Kalser auf Nachfrage. "Wir glauben fest, dass das Thema Plastik nach der Krise wieder zurückkehren wird. Daher haben wir uns für eine nachhaltige, zukunftsfähige Lösung entschieden."

Robuste sowie sichtbare Kartonschale
Gerade wegen dem hohen Feuchtigkeitsanteil werden Speisepilze bislang meist in Kunststoff und/oder Folien verpackt. Kalser: "Dies hat uns bereits vom Anfang an gestört: Denn wir produzieren nachhaltige Bio-Edelpilze, verpacken sie aber letztendlich in Plastik. Das ist ja auch für den Verbraucher teilweise irreführend." Aufgrund dessen habe man immer Ausschau nach einem passenden Verpackungskonzept gehalten. 

Nach einigen Tests ist man letzten Monat bei der handelsüblichen 200g-Einheit auf die nachhaltige Kartonschale umgestellt. Auch seitens des Kunden sei die Resonanz bisher recht positiv gewesen, so Kalser. "Wir können nun komplett auf Folie verzichten - trotzdem ist das Produkt geschützt und gut sichtbar. Die Innenseite der Schale ist zwar leicht beschichtet, dennoch mit natürlichen Materialen, sodass die Schale schlussendlich trotzdem recyclebar ist", heißt es weiter.

Austernpilze aus Südtiroler Erzeugung
Das 2018 gegründete Unternehmen hat sich ebenfalls entschlossen das Sortiment zu erweitern. Außer Kräuterseitlingen und Shiitake bietet man dem Handel seit diesem Monat auch Austernpilze aus eigener Zucht. "Wir haben festgestellt, dass der Bekanntheitsgrad unserer Edelpilze und somit auch die Nachfrage in Südtirol rasch ansteigt. Daher haben wir uns für diese Sortimentserweiterung entschieden", erläutert Kalser. "Genauso wie bei den weiteren Pilzsorten sind wir durch die maßgeschneiderte Klimasteuerung und optimale Anbaubedingungen in der Lage auch die Austernpilze ganzjährig zu liefern."

Die junge, erhrgeizige Firma ist der einzige Zuchtbetrieb für Edelpilze in Südtirol und verfügt derzeit über eine wöchentliche Produktionskapazität um insgesamt 1,5 Tonnen. Langfristiges Unternehmensziel sei es, die Edelpilze auch ins Ausland zu liefern. "Wir sind offen für Abnehmer in Deutschland und Österreich, etwa Gastroservices, Bio-Großhändler usw. Deshalb hoffen wir, dass es bald wieder aufwärts geht und der Pilzmarkt auch nach der Krise weiter heranwächst."

Weitere Informationen:
Kirnig Edelpilze GmbH
Andreas Kalser & Josef Obkircher
Thalweg 10, 39040 Aldein
Tel. +39 340 869 60 47
Mail: info@kirnig.com 
Web: www.kirnig.com 


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