Kälteeinbruch in Obstbaugebieten Kärnten & Steiermark

Frost gefährdet österreichische Marillenblüte

Väterchen Frost kehrt am Wochenende für ein paar Tage noch einmal zurück. Regen und Kälte waren am Wochenende vor allem in Oberkärnten spürbar. In der Nacht auf Sonntag sinkt dann die Schneefallgrenze bis in die Täler, es wird aber nichts liegen bleiben. Im Laufe des Sonntags kommt dann der kalte Nordostwind, der am Montag sogar noch etwas zulegt und frostige, arktische Luft aus dem Norden Russlands mitbringt, die sich nur minimal auf dem Weg zu uns aufwärmen kann. Mit dem angenehmen Frühlingswetter ist es dann vorerst vorbei. In der Nacht werden die Temperaturen auf bis zu minus sechs Grad abstürzen.

Wetter ist Gefahr für Marillenblüten
Marillen- und Pfirsichblüten, die heuer um 14 Tage zu früh dran sind, könnten dadurch schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. „Mit der Apfel- und Birnenblüte werden wir hingegen Glück haben, die ist zwar auch früher dran, aber Gott sei Dank um einiges später als Marille und Pfirsich“, erklärt Obstbau-Experte Siegfried Quendler von der Landwirtschaftskammer.

Steiermark: Leichtes Aufatmen bei Kernobst 
Auch im gesamten steirischen Obstbaugebiet sind die Temperaturen vergangene Nacht auf gefährliche minus 3,5 bis minus 4,5 Grad Celsius gesunken. Aufgrund des eisigen Windes konnte nur vereinzelt Frostschutz durch Beregnung oder Frostkerzen durchgeführt werden. Eisiger Wind macht Frostschutz leider weitgehend obsolet.

Erfahrungen zufolge ist davon auszugehen, dass diese Frostnacht je nach Apfelsorte und Vegetationsentwicklung vereinzelt Schäden verursacht hat, jedoch nicht vergleichbar mit dem Ausmaß der Jahre 2016 und 2017. Da die Blüten durchwegs noch nicht geöffnet sind, hofft man, dass es kaum zu Ertragsminderungen kommen wird. Das tatsächliche Ausmaß ist jedoch erst nach der Blüte Mitte Mai abschätzbar.

Weil sich die Marillen bereits in der Blüte- sowie Abblühphase befinden, dürften sie am stärksten von der Frostnacht betroffen sein. Mit einer Teilschädigung ist je nach Lage und Sorte auch bei Kirschen, Zwetschken und Pfirsichen zu rechnen.

Am Donnerstag sollte der arktische Spuk aber wieder vorbei sein. Die Temperaturen werden langsam zulegen.

Quelle: Kronen Zeitung


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