Corona-Virus:

Offenbar keine Übertragungsgefahr durch O&G

Zur Ausbreitung des Corona-Virus haben uns verschiedene Anfragen aus Mitgliederkreisen erreicht, wie man sich als Fruchthandelsunternehmen auf mögliche Anfragen von Kunden- oder Verbraucherseite einstellen kann. Eine Infektion über importierte Waren ist laut Robert Koch-Institut (RKI) sehr unwahrscheinlich, da im Vorfeld eine Kontamination stattgefunden haben und das Virus nach dem weiten Transportweg noch aktiv sein müsste. Ob das neuartige Corona-Virus in flüssigem oder getrocknetem Material mehrere Tage infektionsfähig bleibt, ist unbekannt. Dem RKI sind allerdings keine Infektionen durch importierte Gegenstände oder Lebensmittel bekannt.

Laut Auskunft von Experten kann das Corona-Virus nach bisherigen Erkenntnissen nur kurze Zeit außerhalb eines Trägerwirts (Mensch, Tier) überleben. Daraus kann gefolgert werden, dass in Frischeware, die aus China nach Europa transportiert wird, praktisch keine Viren überleben können. Eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände gibt es auch nach Aussagen des Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) eher nicht.

Sachliche Einschätzung der aktuellen Faktenlage
Die aktuelle Medienberichterstattung führt offensichtlich in der Bevölkerung zu einer falschen Einschätzung der Sachlage. Laut Bundesregierung und dem zuständigen RKI bleibt die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland jedoch weiterhin sehr gering. Es gebe keinen Grund, hektisch oder panisch zu werden. Das Corona-Virus sei zudem nicht besonders aggressiv.

Das Grippe-Virus (Influenza) ist zum Beispiel von den Auswirkungen her ähnlich einzustufen wie das neuartige Corona-Virus. Die Risikowahrnehmung ist jedoch eine völlig andere, denn in Deutschland gibt es jedes Jahr praktisch zur gleichen Zeit eine Grippewelle, ohne dass es seitens der Behörden oder der Bevölkerung besondere Maßnahmen gibt.

Hygienemaßnahmen im Fruchthandel
Daher sollte man bei Anfragen - auch zum Corona-Virus - auf die üblichen Hygienemaßnahmen im Fruchthandel hinweisen, also bei Transport, Lagerung, Kommissionierung und sowie beim täglichen Kontakt mit anderen Personen. In China werden zurzeit allerdings drastische Maßnahmen ergriffen, um im Land die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Hier muss weiter beobachtet werden, wie sich die Lage entwickelt.

Quelle: DFHV


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