Bart-Ex zur aktuellen Apfelsituation in Polen

"Ich befürchte, dass es zum Ende der Saison Versorgungsprobleme geben wird"

In den Monaten Oktober und Dezember wurden die polnischen Äpfel zum doppelten Preis des Vorjahres verkauft. Obwohl sich die Lage im Moment ein wenig stabilisiert zu haben scheint, könnte der Preis noch weiter steigen, sobald die Bestände knapp werden. Die wenigen polnischen Äpfel auf dem Markt könnten nicht nur den Export beeinträchtigen, sondern auch zu Problemen auf dem lokalen Markt führen, wenn die Saison endet.

Laut Timur Almaszy, dem Exportmanager des polnischen Apfelexporteurs Bart-Ex, haben einige Obstgärten etwa die Hälfte ihrer Produktion aufgrund von Wetterproblemen im Frühjahr verloren: "Wie inzwischen jeder weiß, verläuft diese Saison ganz anders als die vorherige. In ganz Polen fiel die Ernte um etwa 25-30% geringer aus, aber je nach Standort haben einige Obstgärten Verluste bei einigen Sorten von bis zu 40-50% der Ernte – oder sogar mehr. Auf dem lokalen polnischen Markt ist die Nachfrage stabil, obwohl ich befürchte, dass es zum Ende der Saison Versorgungsprobleme geben wird, da sie sicher früher als üblich endet – hoffentlich nicht zu abrupt."

Das kleinere Angebot hat sich auf die Preise für polnische Äpfel ausgewirkt, die sich irgendwann im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt haben: "Zum Saisonstart, etwa im Oktober, waren die Preise etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr. Das ging weiter so bis Dezember – sie sind im Moment allerdings immer noch recht hoch. Ich nehme an, dass der Preis noch weiter steigen wird, da einige Kühlkammern bereits im März oder April geleert sein werden," erklärte Almaszy.

Die Saison ist aber noch nicht vorbei, und Bart-Ex rechnet damit, dass es weitere Herausforderungen geben wird. Zum einen hält es Almaszy für wichtig, seinen Kunden gegenüber transparent zu bleiben, um sie vor bösen Überraschungen zu bewahren: "Die größte Herausforderung für den Rest der Saison wird für uns sein, die Kontinuität der Lieferungen an unsere Stammkunden sicherzustellen und gleichzeitig offen für neue Möglichkeiten zu bleiben. Natürlich müssen wir besonders auf die Qualität achten, denn die durchschnittliche Qualität der Äpfel scheint schlechter zu sein als im letzten Jahr. Wir wollen unsere Kunden nicht enttäuschen."

Diese höheren Preise wirken sich direkt auf die Nachfrage aus anderen Märkten aus, sagt Almaszy: "Die Nachfrage nach Exportmärkten ist in dieser Saison viel geringer, aber das hängt vor allem mit den hohen Preisen zusammen. Unser Exportvolumen ist etwas geringer als im letzten Jahr, aber unsere Hauptmärkte bleiben die mitteleuropäischen Länder, Ägypten, Weißrussland und einige Länder des Fernen Ostens." Um diese Märkte in schwierigen Zeiten zu halten, können Messen wie die Fruit Logistica helfen. "Die Fruit Logistica ist ein führender internationaler Treffpunkt, wo wir unsere Stammkunden treffen können, um die aktuelle Situation zu besprechen. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, nach neuen Chancen Ausschau zu halten. Wir sind immer offen für neue Ideen und neue Herausforderungen", schließt Almaszy.

Sie finden Bart-Ex auf der Fruit Logistica in Berlin in Halle B, City Cube an Stand D-09.

Für weitere Informationen:
Timur Almaszy
Bart-Ex
Tel: +48 605466474
Email: office@bart-ex.com.pl
www.bart-ex.com.pl 


Erscheinungsdatum:
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