Bayerischer Erzeugerbetrieb Kiening zieht positive Bilanz nach erstem Anbaujahr

"Edamame könnte in wenigen Jahren zum Trendprodukt werden"

Hülsenfrüchte erfreuen sich die letzten Jahre einer steigenden Beliebtheit im deutschen Handel: Dementsprechend steigt der Bedarf an frischen Erzeugnissen aus regionalem Anbau. Im Auftrag von Rewe hat das Münchener Traditionsunternehmen Kiening GbR. sich dieses Jahr erstmalig entschieden die exotische Bohnensorte Edamame anzubauen. Am Ende der Vermarktungssaison zieht Firmeninhaber Georg Kiening jr. eine positive Gesamtbilanz.


Abgepackte Edamame-Bohnen

Das Familienunternehmen Kiening GbR. widmet sich bereits seit vielen Jahren dem Anbau exotischer Gemüsekulturen, im Freiland sowie im Gewächshaus. Der Supermarktkonzern Rewe möchte dem bayerischen Kunden gerne die frische Edamame aus regionalem Anbau zur Verfügung stellen und wendete sich an die innovative Gärtnerfamilie. „Wir haben darauffolgend das Saatgut bei dem Experten Fabian von Beesten von Garten Soja bestellt. Ende April haben wir ausgesät, Ende August konnten wir die Freilandkulturen ernten. Mittlerweile sind wir bereits komplett ausverkauft“, erläutert Georg Kiening jr, den diesjährigen Saisonverlauf.

Empfindliche Kultur, interessantes Handelsprodukt
Die Edamame wurde bislang vorwiegend als TK-Ware importiert oder als Nischenkultur auf Wochenmärkten vermarktet. Versuche die aufwändige und empfindliche Kultur für den Frischmarkt zu erzeugen und abgepackt zu vermarkten, gab es noch nie. „Schädlingsanfällig ist sie zwar nicht, wir hatten aber gewaltige Probleme mit Unkräutern und Feldhasen. Die haben innerhalb einer Nacht etwa 1.000m² abgefressen, wonach wir den restlichen Teil mit Kulturnetzen entsprechend abgedeckt haben.“ Nichtsdestotrotz sei die Bilanz am Ende der Vermarktungssaison überaus positiv: "Das Produkt ist preislich sehr interessant und wird zu ca. 3,90 pro 300g-Schale im Supermarkt verkauft. Die Produktionskosten können somit knapp gedeckt werden." 


Georg Kiening sr. betreibt den Großmarktstand in der Münchener Erzeugerhalle. 

Über das bisherige Interesse seitens der Vermarktung sei der ehrgeizige Gärtner wohl nicht unzufrieden: Der Löwenanteil des Ertrags wird in 300g-Schalen über den regionalen LEH vermarktet, der restliche Teil landete entweder am Großmarkt oder im Hofladen der Familie Kiening. „Das Interesse ist schon da, allerdings ist noch etwas Überzeugungsarbeit vorhanden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es die nächsten 2-3 Jahre zu einem Trendprodukt wird. Das Ausmaß dieses Aufwärtstrend ist aber auch stark von den Medien abhängig, ob sie das Produkt in den Himmel loben oder es verteufeln.“

Höhere Margen bei Nischenprodukten
In den bedeutenden Anbaugebieten Bayerns werden die letzten Jahre jede Menge Produktneuheiten im Anbau erprobt. Die Familie Kiening gehört zu den Anbaupionieren im Münchener Umland und hat diese Marktlücke frühzeitig für sich erkannt: „Bei den herkömmlichen Gemüseerzeugnissen sind die Gewinnmargen relativ gering, aufgrund der ständigen Überangebote am Markt. Deshalb versuchen die regionalen Gärtner eine entsprechende Nische zu finden“, so Kiening abschließend.

Weitere Informationen:
Gemüsebau Kiening GbR.
Inh. Georg Kiening
Bajuwarenstraße 6
Karlsfeld
+49 8131 25055
gkiening@gmx.de  
www.kiening-gemuese.de/betrieb/    


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