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Europäischer Kartoffelmarkt (Woche 39)

Mancherorts erschwert die Dürre noch die Kartoffel-Rodung

Europäische, physische Märkte
Preiszusammenfassung (Qulle: NEPG)

Belgien
Fiwap/PCA Marktnachricht:

Märkte sind noch stabil mit fast keinen Preisänderungen und (sehr) wenigen Transaktionen.

Wenige industrielle Käufer suchen aktiv nach Kartoffeln. Limitiertes Angebot aufgrund der Ernteschwierigkeiten und den Erwartungen von niedrigen Durchschnittserträgen. Die Nachfrage nach Exporten von diversen Orten ist in Süd- und Osteuropa sehr stark, genau wie im Mittleren Osten und Afrika.

Preise für alle Ankommer, 35mm+, min 60% 50mm+, min 360g/5kg PSE, Bulk, mürbe, Export, exkl. Umsatzsteuer, direkte Lieferung:

Frühe Industriekartoffeln: kein Angebot, Ende der Saison;

Bintje: 10,00 bis 12,50€/q, abhängig von Kaliber und Ort; fester Markt für Fontane und Challenger: 10,00 bis 10,50€/q, fester Markt.

Terminmarkt
EEX in Leipzig (€/q) Bintje, Agria und diverse für Konversion, 40mm+, min 60% 50mm+:

Frankreich
Für die Industrie bleiben die freien Käufe limitiert, bedenkt man die sehr hohe Vertragsrate. Aber manche Industrielle kaufen (ein bisschen). Preise haben sich in der letzten Woche nicht entwickelt trotz der Steigerung des Terminmarkts: Angebote zwischen 10,00 und 12,50€/q je nach Sorte. Auf den Frischmärkten sind die Preise stabil (mehlig zwischen 18 und 25€/q, fest zwischen 30 und 45€/q). Das Angebot ist global limitiert in nicht-bewässerten Situationen. Beim Export ist das Interesse aus Italien, Spanien und Osteuropa offensichtlich (Rumänien kauft auf der Basis von 18€/q für konditioniert, ungewaschen) und es gibt bereits größere Exportaktivitäten.

Auf den Feldern sind die Bedingungen zu trocken, was Produzenten und Käufer besorgt. In Hauts-de-France vermehrt sich das Detopping, aber das Roden führt nicht zu Fortschritt, weil die Böden zu trocken sind oder das Detopping zu früh stattfand. Die Umsätze sind bestätigerweise sehr heterogen. In Centre Beauce sind nur noch 5 bis 10% der Ernte über. Die Bewässerung hilft weiter vor der Ernte, um den Boden zu befeuchten. In Grand Est/Champagne ist die Hälfte geerntet. Die Preise bleiben zwischen 20,00 und 25,00€/q beim Produzenten (Frischmarkt).

Circa 30% der französischen Ernte wurde bereits geerntet (Schätzungen UNPT).

Ungewaschene Industriekartoffeln, Bulk, Export, exkl. Umsatzsteuer, Nord-Seine, €/qt, min-max (moy)(RNM):

Niederlande
Märkte sind immer noch fest, aber mit keiner echten Evolution bei den Preisen. Die Basis bleibt bei 10,00€/q mit einem Spektrum bis zu 12€/q für Innovator und 13 bis 14€/q für Agria. Wenn man den Fortschritt beim Detopping bedenkt, sollte die Angebotsspitze in der ersten Oktoberhälfte erreicht werden. Die Märkte werden von den Preisen der Stärkekartoffeln und Flocken unterstützt, die den Kartoffeln für Pommes ähnlich sind, bedenkt man die enttäuschenden Erträge für Stärkekartoffeln in Deutschland und der Niederlande. Auf den Frischmärkten sind die Vorbereiter geschäftiger als im letzten Jahr mit einer Retailbasis bei 14 bis 25€/q beim Erzeuger und manchen signifikanten Exporten nach Polen, Rumänien, dem Mittleren Osten, der Karibik und Afrika, circa 16 bis 18€/q, kalibriert in (großen) Beuteln.

Angebot PotatoNL: auch verfügbar auf www.potatonl.com

Deutschland
In manchen Ländern oder Unterregionen ist Roden schwierig durch die Dürre. Aber es gibt genug Angebot, um die diversen Nachfragen abzudecken, inklusive derer für Lieferungen/Exporte an Ost- und Südosteuropa. Unveränderter Frischmarkt bei 19,67€/q für festes Fleisch letzte Woche und 18,50€/q für die Mehligen. Immer noch etwas Nachfrage aus Ost- und Südosteuropa. Die Nachfrage ist gut und obwohl manche Qualitätsprobleme beobachtet wurden (Schäden von Mäusen und Drahtwürmern, Kartoffelschorf, Rhizo), sind die meisten Chargen verkauft (Export, Peeling, Verpackung und auch Verarbeitung!). Wochen 39 und 40 sind normalerweise die besten Wochen (in Bezug auf die Clearing-Volumina) in FRG mit vielen Werbeaktionen in Supermärkten.

Verarbeitender Markt: stabiles Angebot: Fontane/Challenger bei 11,25-11,75€/q, Zorba zwischen 11,25 und 11,75€/q und Innovator zwischen 11,75 und 12,25€/q.

Bio-Kartoffeln: momentane Preise um 65,00-67,00€/q.

Großbritannien
Durchschnittliche AHDB Preise Freimärkte Woche 37 (endete am 14. September): 15,37€/q (17,30€/q in Woche 36, alle Sorten, alle Märkte).

Niedriger Durchschnittsfreipreis aufgrund der Ankunft von Lieferungen/Sorten mit niedrigerem Wert auf dem Markt und des generellen Abfalls der Preise. Die Binnennachfrage blieb stabil, sowohl für den Frischmarkt als auch die Industrie, aber die Vertragsvolumina dominieren weitgehend und es gibt wenig Raum für freie Ankäufe. Wenige Transaktionen für die Industrie mit Durchschnittspreisen von 7,43€/q für Maris Piper. Export an den Kontinent (Industrie) und die Kanaren (frisch) wiederbelebt.


Erscheinungsdatum:



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