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Übersicht Weltmarkt Steinobst

Im Mittelmeerraum nähert sich die Steinobstsaison. In Spanien wächst das Volumen an Steinobst weiter und dominiert damit den europäischen Markt. Auch in Griechenland wird eine gute Ernte erwartet und damit auch eine Steigerung des Exportvolumens nach Europa und in den Nahen Osten. In Italien war die Saison für Aprikosen und Nektarinen aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen dramatischer; ein Großteil der Ernte ging verloren. In Südafrika war es die Trockenheit, die zu kleineren Mengen führte. In Südamerika kann Chile auf ein erfolgreiches Jahr mit einem Wachstum der Nektarinenexporte nach China von 20% zurückblicken.

Niederlande: weniger Nachfrage aufgrund des Wetters
Pfirsiche und Nektarinen auf dem niederländischen Markt kommen hauptsächlich aus Spanien. Dieses Land verfügt momentan über eine hohe Produktion. Der Konsum in den Niederlanden liegt jedoch noch zurück. Dies ist vor allem auf das kühlere Wetter zurückzuführen, weshalb weniger Appetit auf Nektarinen, Pfirsiche und Aprikosen besteht als im Vorjahr. Dennoch erwarten die Händler, dass sich dies in den kommenden Wochen verbessern wird.

Deutschland: Spanien dominiert
Die Steinobstsaison in Deutschland geht derzeit richtig los. Vor allem Spanien hat in den letzten Wochen das Angebot dominiert. Kurz vor Ostern wurden die ersten spanischen Nektarinen und Pfirsiche nach Deutschland verschifft. Die griechische Saison wurde ebenfalls Anfang Mai eröffnet. Auch Frankreich, Italien und die Türkei treten langsam in den Markt ein. Nach einem relativ guten Start geht die Nachfrage auf breiter Front etwas zurück. Dies ist vor allem auf die relativ niedrigen Temperaturen in den letzten Wochen zurückzuführen, vermuten Händler.

Die Nachfrage nach Aprikosen ist in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben. Pfirsiche hingegen verlieren zusehends an Boden zugunsten von Nektarinen, und in geringerem Maße an Paraguayos, so klingt es einstimmig. Spanien erlangt nach Angaben des Handels im Laufe der Saison zunehmend ein Monopol im deutschen Handel. Dies ist zum Teil auf den frühen Saisonstart und die Ausweitung der Exporte zurückzuführen. Einige Händler betonen auch, dass spanische Produzenten modernere, süßere Sorten bevorzugen, insbesondere bei Aprikosen. Dies, um den Ruf der billigen Massenproduktion los zu werden. Der Export aus Italien verliert hierdurch von Jahr zu Jahr an Boden.

Frankreich: Woche Verspätung für Aprikosen
In den letzten Wochen war es in Frankreich kälter als normal für diese Zeit des Jahres. Dies hat das Wachstum von Steinobst verlangsamt. Die Aprikosenernte begann schließlich in Woche 20, eine Woche später als in den anderen Jahren. Die Mengen sind normal. Die Pfirsich- und Nektarinen-Saison beginnt voraussichtlich in Woche 24. Der Großteil der derzeit auf dem Markt befindlichen Steinfrüchte stammt aus Spanien. Aufgrund der Kälte war der Konsum in diesem Monat geringer als üblich, was zu niedrigeren Preisen führte.

Spanien: ‘normale' Saison bei Pfirsichen und Nektarinen erwartet
Die spanische Saison für Pfirsiche und Nektarinen hat bereits begonnen und die Landwirtschaftsorganisation Cooperativas Agroalimentaris de España schätzt, dass die Gesamtproduktion in diesem Jahr 1,6 Millionen Tonnen betragen wird, ein Anstieg von 9% gegenüber dem Vorjahr.

Davon entfallen 331.762 Tonnen auf Pfirsiche, 635.141 Tonnen auf Nektarinen, 331.776 Tonnen auf Paraguayos und 305.701 Tonnen auf Pavía-Pfirsiche. Diese Zahlen sind weit entfernt von denen von 2017 (100.000 Tonnen weniger, -6%). Im Vergleich zu 2018 wächst die Ernte von Nektarinen (+ 15%) und Paraguayos (+ 12%) am stärksten. Das Wachstum von Pfirsichen wird etwas geringer sein (6%), während die Ernte von Pavía-Pfirsichen stabil bleibt.

Das Produktionswachstum ist jedoch regional unterschiedlich. Katalonien verzeichnet in dieser Hinsicht einen starken Anstieg, bei Nektarinen und Paraguayos um 30% und bei Pfirsichen um 18%. In Aragonien, Andalusien und Murcia ist eine leichte Zunahme beider Produkte zu verzeichnen, während die Produktion in der Region Extramadura im Vergleich zum Vorjahr für Pfirsiche und Nektarinen um fast 30% zurückgeht.

Italien: schwierige Saison für Steinobst
Im Vergleich zum Vorjahr ist in der Region Basilikata eine gute Produktion zu verzeichnen. Aufgrund der kleineren Größen der Pfirsiche sind die Preise jedoch gefallen. Die Saison hat gerade erst angefangen, mit Preisen von 1,30 € bis 1,50 € / kg.
Bei den Aprikosen in dieser Region ist die Saison zu Ende und war viel ungünstiger als die für Pfirsiche. Der Konsum war aufgrund der Kälte zu gering. Die Preise lagen zwischen 1,20 € und 1,40 € / kg.

Auch für die Pfirsiche lief es nicht gut. "Wir arbeiten an der Ernte der überdachten Nectarprima, einer Sorte von guter Qualität mit Preisen über 2 € / kg. Im Freiland ist die Saison jedoch schlecht für die Sorten Nectarprima und Big Bang, da es in letzter Zeit reichlich Niederschläge gegeben hat. Dies hat die Produktion schwer beschädigt", sagt ein Landwirt.

In Apulien bleibt es regnerisch und beeinträchtigt somit den Wachstum von Steinobst. Darüber hinaus bleiben die Größen der Früchte unter dem Standard, den die Händler wünschen.

In Sizilien hinkt die Produktion von Nektarinen hinterher und sind diese kaum verfügbar. Das Klima hat der Produktion auf der italienischen Insel nicht gut getan. Wenn das Wetter es zulässt, sollten die italienischen Produkte zwischen dem 10. und 12. Juni auf den Markt kommen. Dies gilt auch für die Aprikosen auf der Insel. Witterungsbedingungen wie Hagel und eine Kaltfront trugen nicht zur Blüte bei, und das Obst wurde weder lokal noch überregional gut gegessen.

In der Emilia-Romagna sind die frühen Aprikosensorten größtenteils durch Regenfälle verloren gegangen. Sorten wie Aurora und Wonder Cot hatten ebenfalls Probleme und dies wirkte sich auf den Markt aus, da die Qualität nicht gut war.

Griechenland: Export ausweiten
In Griechenland wird eine Saison mit Steinobst von guter Qualität und hoher Produktion erwartet. Ein kalter Winter trug zu dieser guten Saison bei und dadurch wird eine große Ernte von Pfirsichen erwartet. Die Saison beginnt gegen Ende Mai. Der Norden und der Nordwesten hatten gutes Wetter. In anderen Landesteilen wurde der Anbau durch Regenfälle etwas geschädigt.

Mit der guten Saison hoffen die griechischen Erzeuger auf den Eintritt in den europäischen Markt. Besonders nach Osteuropa wird viel exportiert und auch im Nahen Osten versucht man sich zu festigen. In Europa sind die griechischen Händler jedoch eine starken Konkurrenz aus Italien und Spanien ausgesetzt. Beide Länder haben eine hohe Produktion bei guter Qualität und liegen auch geografisch günstiger als Griechenland.

China: momentan noch hohe Preise für Steinobst
Die Steinobstsaison in China ist in vollem Gange. Die Pfirsiche werden derzeit geerntet. Ein großes Angebot kommt derzeit aus Hebei und Hubei. Aufgrund des geringen Regens in diesem Jahr sind die Früchte etwas kleiner, haben aber trotzdem einen guten Geschmack. Da die Pfirsiche gerade erst auf den Markt kommen, ist der Preis immer noch hoch, aber sobald mehr Angebot herrscht, wird der Preis fallen. Die verschiedenen Pfirsichsaisonen laufen gleichzeitig, was bedeutet, dass viele Produkte zur selben Zeit auf dem Markt sind und die Konkurrenz hoch sein wird.

Südafrika: Trauben drücken Steinobstpreise nach unten
Eine Hitzewelle im Oktober hatte Auswirkungen auf die Steinobstsaison in Südafrika. Insbesondere bei Pflaumen wurde die niedrigste Ernte seit 8 Jahren verzeichnet. Es gab auch weniger Pfirsiche, wobei die Ernte für Nektarinen gleich blieb. Die Dürre im Land hat immer noch einen großen Einfluss auf das Steinobst.

Man erwartete, dass aufgrund der geringen Produktion die Preise für das Obst höher sein würden. Die hohe Produktion von südafrikanischen Trauben sorgte jedoch dafür, dass dies nicht der Fall war. Schließlich entschieden sich Händler in Europa für die billigeren Trauben anstelle des teuren Steinobstes. Die Qualität des Steinobstes war im Allgemeinen ausgezeichnet.

Chile: erfolgreicher Export von Nektarinen nach China
Der Export von Nektarinen aus Chile nach China stieg in diesem Jahr um 20% auf 20.063 Tonnen. Seit der Öffnung des chinesischen Marktes im Jahr 2017 ist der Export ein Erfolg für das Land. Die Nektarine ist somit neben Birnen das zweite Produkt, das aus diesem südamerikanischen Land nach China exportiert wird. Derzeit werden  auch für Zitrusfrüchte Verhandlungen geführt. Die Nektarine wurde auch in China von Chile stark gefördert.

Vereinigte Staaten: langsamer Beginn der Saison
In Kalifornien nimmt die Produktion von Steinobst witterungsbedingt nur schleppend Fahrt auf. "Es sind vor allem die niedrigen Temperaturen, die dies verursachen, und nicht unbedingt der Regen", sagt ein Händler. "Bei den Pflaumen läuft es auch noch nicht auf vollen Touren und gibt es nur begrenzte Bestände. Die Mengen für Nektarinen und Pfirsiche sind derzeit niedriger als normal. Aber später in der Saison erwartet man doch eine normale Ernte. Die Größe der Früchte ist im Moment auch gut."

Neben Kalifornien produzieren auch die US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina. Colorado, Washington, Pennsylvania und die Staaten um die Great Lakes werden später in der Saison folgen.
Die Nachfrage scheint derzeit stärker und das bei kleineren Mengen. Trotzdem bleiben die Preise in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Markt für die Vereinigten Staaten scheint ziemlich stabil zu sein.

Kanada: Aprikosenproduktion verschwunden
Im Okanagan Valley (British Columbia) ist es eine schwierige Saison für das Steinobst. Frost hat fast den gesamten Aprikosenanbau zerstört und auch Nektarinen und Pfirsiche stark geschädigt. Das Tal ist jedoch besonders stark mit Äpfeln und Kirschen und die laufen momentan besser. 


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