Dürrefolgen in Tschechien bemerkbar:

Gemüse deutlich teurer

Die Preise für Gemüse liegen derzeit in Tschechien rund 30 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Dies teilte das Statistikamt mit. Tschechische Gemüseproduzenten erklären die Teuerung mit der langen Dürreperiode im vergangenen Jahr und einer geringeren Ernte. Die Preise steigen bereits im achten Monat in Folge. Im April lagen sie 30,7 Prozent höher als im selben Monat des Vorjahrs. Kartoffeln sind im Schnitt sogar um 70,2 Prozent teurer geworden.

Über die Preiserhöhungen berichtete am Donnerstag auch der Hauptnachrichtenkanal des Tschechischen Rundfunks, das Radiožurnál. Demnach kostete in einem der Prager Supermärkte ein Kilo Zwiebeln 36,90 Kronen (1,41 Euro), rote Zwiebeln sind eine Krone teurer. Für ein Kilo Kartoffeln wurden dort 29,90 Kronen (1,15 Euro) verlangt.

Hitzewelle 2018 sei geschuldet
Der Vorsitzende des Verbandes der Gemüsebauern, Petr Hanka, erläuterte die Preissteigerungen mit dem letztjährigen außerordentlich warmen und trockenen Wetter in ganz Europa. Dies habe die Erträge überall einbrechen lassen, so Hanka.

Laut dem Chefökonom der Investmentgesellschaft BH Securities, Štěpán Křeček, dürften die Preise so schnell auch nicht wieder sinken. Grundvoraussetzungen seien weniger Dürre und eine bessere Ernte, so Křeček. Erst wenn das Gemüse aus dieser Ernte auf den Markt käme, könnten auch die Preise wieder sinken, sagte der Wirtschaftsexperte.

Quelle: Radio Praha 


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