Südtirols Bio-Apfelbauern haben ein neues großes Problem:

Phosphit-Rückstände können bei der Vermarktung zum Verhängnis werden

Südtirols Bio-Apfelbauern haben ein neues großes Problem: Phosphit-Rückstände, die bei der Vermarktung zum Verhängnis werden könnten. Laut Arnold Schuler ist das Problem komplett neu, so betont er im Gespräch mit der Südtiroler Tageszeitung. „Wir wurden jetzt überrascht, dass es in Bezug auf die Kontrollen wieder eine Änderung gibt“, so der Landesrat für Landwirtschaft. 

Finanzielle Einbußen befürchtet
Es geht um sogenannte Phosphite, die als Düngemittel im Obstbau eingesetzt und vermehrt in Pflanzenschutzmitteln für eine bessere Wirksamkeit beigemischt werden. „Es handelt sich um ein synthetisches Mittel, das in der Pflanze bleibt und erst nach Jahren ausscheidet. Das wird in der nächsten Zukunft zu einem ganz großen Thema, weil der Markt eine komplett rückstandsfreie Ware will“, sagt Werner Castiglioni, Geschäftsführer der Genossenschaft Bio Südtirol.

Die Bio-Bauern haben die große Sorge, dass sie ihre Äpfel nicht mehr als Bio-Ware verkaufen können und somit finanzielle Einbußen erleiden. Gerade Südtirol, wo es auf engem Raum unterschiedliche Anbauweisen mit entsprechenden Konflikten gibt, ist besonders betroffen.

'Spelregeln verändert'
Wie Werner Castiglioni und Toni Riegler, Obmann des Verbandes Bioland Südtirol, erklären, handle es sich um kein reines Problem der Abdrift aus angrenzenden Flächen. Auch wer seine Fläche auf Bio umstellt oder umgestellt hat, ist mit Phosphit-Rückständen konfrontiert. Die Umstellungszeit von drei Jahren reiche oft nicht für den Abbau des Mittels (siehe auch Interview unten).

Arnold Schuler ist verärgert: „Der vermehrte Einsatz von Phosphit im integrierten Obstbau war eigentlich positiv, weil es kaum toxisch ist. Man wollte in Bezug auf die Wirkung etwas Gutes tun – auch weil Phosphit-Rückstände im Bio-Bereich bisher kein Problem waren. Aber jetzt ändern sich anscheinend wieder die Spielregeln.“

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