Avocado: Das katastrophale Szenario 2018 kann sich in diesem Jahr nicht wiederholen

"Was wir 2018 erlebt haben, hoffen wir, nie wieder mitmachen zu müssen", erklärt Gabriel Burunat, Vorsitzender der Firma Commercial Fruits. "Wir wurden während der Sommersaison sehr unangenehm überrascht, wodurch die Preise der Produkte aus Südafrika und Peru sehr niedrig waren." Die zwei oder drei vorherigen Saisons waren durch einen Anstieg des Verbrauchs um 15% bei gleichzeitig steigenden Preisen gekennzeichnet.

Die 3 Gründe für die katastrophalen Preise der Sommersaison 2018
Gabriel erklärt, dass es drei Hauptgründe für diese schlechten Preise gibt: "Der erste Grund dafür ist, dass gleichzeitig die Mengen auf dem europäischen Markt für die beiden im Sommer vorhandenen Hauptherkünfte Südafrika und Peru sehr stark gestiegen sind. Südafrika verzeichnete einen Produktionsüberschuss von 50% gegenüber dem Vorjahr und die von Peru angekündigte Erhöhung um 25% wurde schließlich auf 42% erhöht verglichen mit dem vorherigen Jahr in Europa. Beide Erhöhungen - von denen eine komplett unerwartet kam - haben den Markt völlig destabilisiert. Hätte Peru genaue Vorhersagen getroffen, hätten wir uns darauf einstellen und die Mengen angesichts der stetig steigenden Nachfrage besser absorbieren können. Aber am Ende waren wir alle erstaunt über Perus Fehleinschätzungen." Im Jahr 2018 exportierte Peru mehr nach Europa als in die Vereinigten Staaten, wo der Markt nicht mehr so gut war wie in den Vorjahren.

Es gab also ein Problem mit den Mengen, aber das war auch leider nicht das Einzige. Die Früchte aus Peru waren zudem atomisiert. "Es sind eine Vielzahl von Mitwirkenden beteiligt, sowohl im Herstellungsland als auch hier. Wir haben 199 Empfänger von Avocados aus Peru gezählt. In Peru gibt es etwa 140 Exporteure. Dieses verstreute Angebot hat dem anfänglichen Problem der Überproduktion nicht geholfen", erklärt Gabriel.

Zu all dem kam schließlich noch das Kaliberproblem hinzu. "Das peruanische Kaliber war am Ende der Saison mit einem riesigen Anteil an Großkalibern überhaupt nicht an die Nachfrage angepasst. Im Allgemeinen wird eher das Kaliber 16/18/20 verlangt und Peru schickte volle Container mit Kalibern 10/12/14, die in der Saison nicht sehr gefragt sind. Dies trug auch zu einem Rückgang der Preise bei."

Der Markt war bis Oktober sehr schlecht. Nach dem Ende der Saison in Peru und Südafrika stiegen die Preise wieder auf ihr normales Niveau an. "Wir warten jetzt darauf, was passieren wird. Im Moment stabilisiert sich der Markt mit guten Preisen für die guten Größen, aber ein großer Teil der kleinen Kaliber belastet den Markt, da die heutigen Ursprünge - Spanien, Chile, Kolumbien und Israel - viele kleine Kaliber haben. Zwischen den angeforderten Kalibern und den kleinen Avocados, die verschickt werden, entsteht eine erhebliche Preisdifferenz. Die niedrigeren Preise für kleine Kaliber ziehen auch den Preis für die guten Kaliber nach unten", erklärt Gabriel.

"Dieses Jahr muss Peru sich besser organisieren"
Gabriel: "In den kommenden Monaten wird es sehr wichtig sein, die peruanische Produktion besser einzuschätzen, was meiner Meinung nach auch nicht besser wird, da die Pflanzung jedes Jahr zunimmt. Aber ich hoffe, dass die Mengen von ihrer Seite besser verwaltet werden, denn der Fehler des Vorjahres kann nicht noch einmal vorkommen. Peru muss versuchen, sein Volumen besser einzuschätzen, damit wir nicht wieder so unangenehm überrascht werden."

Trotz der Marktlage beschweren sich die Verbraucher über die Avocadopreise
Was die Lage auf dem aktuellen Markt betrifft, so stört Gabriel eines: "Die Verbraucher haben sich viel über den Preis von Avocados im Einzelhandel beschwert. Trotz der sehr niedrigen Importpreise im vergangenen Jahr wurden die Etiketten in den Regalen nicht verändert. Ich stimme zu, dass die Einzelhandelspreise unfair waren, ein Fehler, der im nächsten Jahr nicht noch einmal gemacht werden sollte, da er zu einer Verlangsamung des Verbrauchs führt. Wenn es also in der nächsten Saison noch wichtige Mengen zu absorbieren gibt, müssen wir unseren Kunden klar machen, dass echte Werbeangebote erforderlich sind, um die Kunden zu unterstützen und die Mengen los zu werden."

Für weitere Informationen:
Gabriel Burunat
Commercial Fruits
Tel.: +33 (0)1 46 87 30 00
gabriel.burunat@commercial-fruits.com 
www.commercial-fruits.com


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