Die Regionen O’Higgins, Maule, Ñuble, Bio Bio und Araucania waren betroffen

Chile: Starker Hagel beeinträchtigt mehrere Ernten

Die Intensität des Regens und Hagelsturms diesen Montag in Südzentral-Chile hat viele Ernten in Mitleidenschaft gezogen. Manche Produzenten haben mehr Schäden als andere festgestellt. Die Frage ist, inwieweit das die Exporteure und die Beschäftigungen in der Region treffen wird. Der Präsident der Vereinigung der Obstexporteure Chiles (Asoex), Richard Brown, sagte, dass die Regionen O'Higgins, Maule, Ñuble, Bio Bio und Araucania von den Wetterverhältnissen getroffen wurden. Der Landwirtschaftsminister, Antonio Walker, wird die betroffenen Gegenden, hauptsächlich O’Higgins, in den kommenden Tagen besuchen.

Der Hagelsturm verursachte schwere Schäden an der Produktion von Kirschen und anderen Früchten, gab Giampaolo Dal Pane an, Präsident des Dori Konsortiums, das eine große Produktion und diverse produzierende Partner in Chile hat. „Es ist schwierig, das echte Ausmaß der Schäden zu kennen, aber es ist eine Katastrophe, die eine Gegend von 300km betrifft, wo nur Obst wie Kirschen, Heidelbeeren, Äpfel und Birnen angebaut werden. Die Trauben hat es am schlimmsten getroffen, genau wie die Kiwis, die auf offenem Feld angebaut werden“, gab Dal Pane an. „Es ist essentiell, dass die Produzenten Netze und Abdeckungen priorisieren, um gegen Katastrophen wie diese geschützt zu sein“, fügte er hinzu.

Steinfrucht
Laut Asoexs Pressemitteilung bezüglich des Hagelsturms gibt es ein paar Angaben zu den Folgen für spezifische Produkte, obwohl es zu früh ist, um das gesamte Ausmaß der Schäden zu kennen. Laut den ersten Berichten scheint es, dass im Fall von Steinfrüchten (Pflaumen, Nektarinen, Pfirsiche und Aprikosen) die am stärksten betroffenen Früchten die späten Sorten waren, die noch in der Blütephase sind. Produzenten haben auch berichtet, dass manche Früchte von den Bäumen gefallen sind.

Heidelbeeren
Laut dem Heidelbeer-Komitee hat der Hagel die Gebiete von Puente Alto, Paine, San Francisco, Graneros, Rancagua, Machali, Codegua, Requinoa, Retiro, Panimavida, Longavi und Parral getroffen. Die Schäden an der Ernte werden gerade untersucht und momentan ist es noch zu früh, um anzugeben, wie viel Volumen verloren wurde.

Laut einem Report, der veröffentlicht wurde, ist ein wichtiges Gebiet für den Start der Heidelbeersaison und auch anderer Früchte vom Unwetter getroffen worden. „Allerdings sind die Hauptproduktionsgegenden für Heidelbeeren nicht stark betroffen, deshalb ist es möglich, dass es keinen starken Rückgang bei den Exportvolumina geben wird.“

Beschädigte Kirschen

Kirschen
Laut dem Kirschen-Komitee liegen die am stärksten getroffenen Plantagen in Granero, La Punta und Mostazal. „Da es 30.000 Hektar Kirschenbäume zwischen Valparaiso und Aysen gibt, ist es möglich, dass viele Gegenden nicht vom Sturm getroffen wurden.“

Das Komitee entschied, seine zweite Erntevorhersage auf die Woche vom 19. November zu verschieben, um die Auswirkungen des Sturms zu quantifizieren. Nach den ersten Schätzungen ist fast 5% des Kirschenvolumens verloren gegangen.

Jorge Ovalle Madrid sagte, dass das Kirsch-Exportpotential sinken wird. „Die beschädigten Früchte sind Steinfrüchte, angeführt von Kirschen. Sie haben Schaden erlitten wegen einer Überhydration ausgelöst durch den Regen, was die Frucht aufplatzen lässt und damit unmöglich zu vermarkten macht. Die Frucht wurde auch getroffen und hat Druckstellen, was die kommerzielle Qualität verringern wird und manche Früchte fielen auf den Boden. Diese Schäden verkomplizieren den Sektor, da die diesjährige Produktion kleiner war aufgrund einer Überproduktion 2017 und dem Mangel an kalten Stunden im Winter 2018, was zu einer kleineren Menge an Blüten und dadurch auch Früchten führte.

Trauben
Die Trauben und Blumen erlitten ein paar Schäden in der Region von O’Higgins, gibt das Tafeltrauben-Komitee an. Fernando Sat, Präsident des Komitees, erklärte in einer Pressemitteilung, dass „die betroffenen Gegenden sehr konzentriert sind, also ist es unser Job, weiterhin die künftigen Auswirkungen zu beurteilen, nicht nur das Volumen in diesen Gegenden, sondern auch die Qualität der Frucht.“

Das Kiwi-Komitee gab in dem Statement auch eine Erklärung ab. Carlos Cruzat, Präsident des Kiwi-Komitees, gab an, dass die Plantagen in den Regionen von O’Higgins und Maule Sur von den Stürmen betroffen seien und dass die die Schäden gerade beurteilt würden.

Totalverluste
Laut Cooperativa.cl zogen die Stürme die Heidelbeer, Kirsch-, Birnen- und Pfirsichernte neben anderen in Mitleidenschaft. Die Gegenden, die am stärksten getroffen wurden, waren die Gebiete von Mostazal und Rengo, in O’Higgins und die Provinz Linares in Maule. Der Artikel erwähnt, dass manche Produzenten über Totalverluste berichten.

Der Präsident von Frusexta sagte, der Hagelsturm am Montag war eine Katastrophe für Landwirte in der Region. Laut Behörden liegen die am stärksten betroffenen Gegenden zwischen Mostazal und Rengo. Kirschen, Birnen und Damast, neben anderen, am stärksten getroffen @Cooperativa pic.twitter.com/PYwTSsyD1S

- Nicolás (@nicourzuab) 13 november 2018 

Der Artikel enthält ein paar Reaktionen aus dem Sektor. Zum Beispiel Alamiro Garrido, der Manager der Alerce Gruppe, gab an: „Wir bitten nicht um finanzielle Unterstützung, wir bitten nur um eine schnelle Reaktion und dass wir quantifizieren können, was geschehen ist. Hoffentlich erhalten die Landwirte, die alles verloren haben, schnelle Hilfe.“

Juan Carlos Ponce, Produzent von Nektarinen in Codegua, gab an: „Es war ein großer Verlust, ich war nicht in der Lage, eine gute Frucht unter den Früchten zu finden, die noch an den Bäumen sind. Wir produzieren Äpfel und Pfirsiche und alles hat gelitten.“

Die Repräsentanten des Sektors in dieser Gegend haben die Regierung gebeten, bei den Banken zu vermitteln. „Wir hoffen, dass sie mit dem Bankensektor sprechen können, so dass sie die Kreditbedingungen verlängern können, denn die Sektoren, die Verluste erlitten haben, werden nicht den Cashflow haben, um sie zu zahlen“, sagte Garrido.

#Maule: Heidelbeerproduzenten aus #Linares fragen @GobiernodeChile ein unmittelbarer Kataster, die Auswirkungen des Hagelsturms zu determinieren, der die Landwirte in der Gegend getroffen hat, wo 40% der Früchte des Landes produziert werden, sagte der Manager der Grupo Alerce, Alamiro Guerra, @Cooperativa pic.twitter.com/LvlyVsTJzI 

- Jaime Morales Amaya (@MoralesAmays) 13 november 2018 

Der Präsident von Frusexta, Felipe Garcia-Huidobro, teilte diese Position und sagte, „wenn es Kredite gibt, die bald auslaufen und die Landwirte haben nicht das Geld, sie zurückzuzahlen, müssen die Banken ihre Fristen verlängern, bevor sie sie aufkündigen, was das entsetzlichste wäre, dass sie tun könnten.“


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