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Griechischer Sektor blickt nach Osteuropa

 

Griechenland befindet sich ausnahmslos in den Top 3 der größten europäischen Produktionsländern für Kiwis, Pfirsiche und Nektarinen, Orangen, Mandarinen und Wassermelonen. Dies macht das Land zu einem wichtigen Produktionsgebiet. Ein Großteil der angebauten Früchte wird exportiert, aber in weiten Teilen Westeuropas scheint der Fokus auf Import aus Spanien zu liegen. Wohin gehen griechische Kiwis, Orangen und Wassermelonen eigentlich?

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Osteuropa. Betrachtet man die Exportzahlen, sieht man, dass man die größten Abnehmer im Osten des Kontinents finden kann. Letztes Jahr (2017) führten Navels das Ranking im Obstexports an. Es war das erste Jahr, in dem TradeMap speziell Daten zu Navels präsentierte. Insgesamt exportierten die Griechen 210.341 Tonnen Navel Orangen. Die meisten von ihnen gingen nach Rumänien (39.651 Tonnen). Es folgen weitere osteuropäische Länder: Serbien (21.349 Tonnen), Polen (18.329 Tonnen), Ungarn (17.625 Tonnen) und Bulgarien (16.958 Tonnen). Mit Platz sechs und 14.841 Tonnen ist Deutschland das erste westeuropäische Land auf der Liste. Die Niederlande (962 Tonnen) stehen knapp auf Platz 20.

Der Fokus auf diesen osteuropäischen Märkten ist praktischer Natur. Geographisch liegen sich die Länder näher. Ein weiterer Faktor ist das relativ geringe Volumen, das die Griechen exportieren. Der Wettbewerb mit Spanien oder Italien sei schwierig, räumten die Exporteure ein, obwohl sie weiterhin von der Überlegenheit ihrer griechischen Zitrusfrüchte überzeugt sind. Was nicht praktisch ist, ist die Tatsache, dass der Anbau über viele kleine Züchter verteilt ist. Infolgedessen fehlt es vielen Erzeugern an Kapital, um in neue Sorten zu investieren.

Dies ist bei den Trauben anders. Dafür liegt der Fokus eher auf dem Westen des Kontinents. Fast die Hälfte des Gesamtexports von 89.453 Tonnen (35.737 Tonnen) ist für den deutschen Markt bestimmt. In den Top Drei stehen desweiteren das Vereinigte Königreich (15.220 Tonnen) und die Niederlande (7.913 Tonnen). Obwohl die Traubenproduzenten normalerweise eine kleine Fläche haben, wächst der Traubenmarkt und es gibt mehr Raum für Investitionen. Darüber hinaus liegt der Fokus auf kernlosen Sorten und die Erzeuger zielen auf einen Erntezeitpunkt ab, der später in der Saison liegt, wenn Spanien und Italien praktisch nicht mehr auf dem Markt sind und die Überseesaison noch nicht begonnen hat.

Auch in den Rankings für andere Produkte zeigt sich der griechische Fokus mehr auf die Nachbarländer. Rumänien, Bulgarien und die Ukraine sind die größten Märkte für Pfirsiche. Die Gesamtexporte beliefen sich auf 115.670 Tonnen Pfirsiche, wovon 22.907 Tonnen für den größten Abnehmer in Rumänien waren. Der Rest Osteuropas und der Balkan gehören ebenfalls zu den wichtigsten Bestimmungsorten. Das Bild für den Nektarinexport ist mit dem der Pfirsiche vergleichbar, obwohl die Mengen kleiner sind. Die Gesamtexporte beliefen sich auf 70.473 Tonnen.

Wassermelonen zeigen ein etwas anderes Bild. Die Griechen exportieren 28.321 Tonnen nach Deutschland, dem wichtigsten Bestimmungsort. Die Gesamtexporte belaufen sich auf 170.472 Tonnen. Der zweite Platz ist für Italien (27.527 Tonnen) und Großbritannien liegt ebenfalls in den Top 10. Die Niederlande (5.284 Tonnen) liegen an elfter Stelle. Italien, Spanien und Deutschland sind die größten Märkte für Kiwis. Zusammen machen diese Länder knapp die Hälfte der gesamten Kiwi-Exporte aus. Griechenland exportierte 2017 129.527 Tonnen.


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