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AgrarMarkt Austria: Marktbericht für den Bereich Obst und Gemüse

Sommerzeit ist Himbeerzeit
Da Spätfröste dieses Frühjahr ausblieben, entwickelten sich die Pflanzen gut und bereitsMitte Juni - Anfang Juli konnten frühtragende Sorten wie „Himbotop“, „Glen Ample“ oder„Meeker“ einen stattlichen Behang vorweisen. Sowohl die Innere, als auch äußere Qualitätder Früchte war, besonders bei Ware aus geschütztem Anbau, zumeist makellos.Der Erzeugerpreis für Himbeeren gepflückt ab Hof notierte im Juli bei 8 - 9 EUR/kg. +3,5% über dem Vorjahreswert. Persönlicher Einsatz bei der Ernte wurde mit einem günstigerenKilopreis von 6,50 EUR belohnt. Trotz großer Konkurrenz von Nektarinen, Melonen &Co. fanden österreichische Himbeeren, ob selbstgepflückt oder selbstgekauft, beim Endverbrauchergroßen Zuspruch. 

Österreichische Pfirsichkulturen profitieren vom heißen Sommer 
Saftig, süß und sortenreich. Ein kalter Winter, ein warmer Frühling, gutes Blühwetter undein heißer Sommer sind die Zutaten für ein ertragreiches Pfirsichjahr. Das Rosengewächsund sein Besitzer profitieren von der aktuellen Klimaentwicklung auf unseren Breitengraden.Auch wenn die geschätzte Anbaufläche von 170 ha nur 12,5 % der bundesweitenSteinobstfläche ausmacht, finden Steinobstliebhaber immer öfter heimische Pfirsiche derSorten „Red Haven“, „Royal Glory“ oder „Maria Bianca“ auf regionalen Märkten oderBauernläden. Der Vorteil der rot-weiß-roten Erzeugnisse, ob hell- oder gelbfleischig, flachoder rund, liegt auf der Hand. Der optimale Reifegrad zum Erntezeitpunkt ist für fremdländischeEinfuhren unerreichbar. Bei der Selbstvermarktung werden die Pfirsiche und Nektarinenam gleichen-, für den Handel maximal 1 - 2 Tage früher geerntet. Die Preise für Erzeugnisseösterreichischen Ursprungs KL I/A variierten von 1,10 EUR/kg für den Großhandelbis hin zu 2,50 EUR/kg gepflückt „ab Hof“. Nach dem Kauf sollte der Pfirsich sobaldwie möglich verzehrt bzw. weiterverarbeitet werden. 

Frühkarottenmarkt präsentierte sich ruhig und ausgeglichen
Das Angebot nahm mit Fortschreiten der Ernte langsam zu und wusste, die saisontypischruhige Nachfrage, zu jeder Zeit zu befriedigen. Die verfügbaren Mengen wurden vorrangigim heimischen LEH abgesetzt. Für Karotten gewaschen „ab Rampe“ im 5 kg Gebindewaren im Juli je nach Qualität 40,00 – 45,00 EUR/dt zu entrichten. Ein Plus von 13,5 %gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen bleiben auch bei den Karotten die Erträgeüberschaubar. Aufgrund dessen wird auch mittelfristig nicht mit einer Preissenkung zurechnen sein.

Gedämpfte Erwartungen für Kartoffelernte, Preisdifferenzierung bei Übergrößen 
Die anhaltende Hitzeperiode im Juli reduzierte spürbar die Nachfrage nach Frühkartoffeln.Den Aufkäufern stand ein reichliches Angebot an losschaliger Ware zur Verfügung. Dabeiwiesen die Hektarerträge eine ungewöhnlich breite Streuung auf. Von 20 t/ha in Trockengebietenbis hin zu 45 t/ha in niederschlagsreicheren Regionen. Als zusätzliche Herausforderungfür die Vermarktung, gestaltete sich auch der wachsende Anteil an übergroßenErdäpfeln (Quadratmaß über 65 mm). Für Übergrößen gibt es im Inland nur begrenzteAbsatzmöglichkeiten und für den Export fehlt es bei Frühsorten zumeist an Schalenfestigkeit.Der niederösterreichische Erzeugerpreis von Frühkartoffeln, mittelfallend, stabilisiertesich bei durchschnittlich 18 EUR/dt. und bei Übergrößen bei 15-18 EUR/dt. SteirischeVermarkter notierten mit 20 EUR/dt eine Spur höher. Für schalenfeste Ware aus Oberösterreichkonnten punktuell sogar 25 EUR/dt realisiert werden. Zu Monatsende hin wardann von einer Überversorgung keine Rede mehr, zumal sich die Ertragsaussichten fürdie Anschlusssorten und auch für die Haupternte mit jedem weiteren Hitzetag zusehendsverschlechtern.

Zwiebelpreise unverändert hoch, starke Nachfrage kurbelt Export an 
Anfang Juli war die Winterzwiebelernte bereits voll im Gang. Die, urlaubsbedingt, ruhigeInlandsnachfrage wurde mit umso flotteren Exportgeschäften kompensiert. Vor allemgroße Zwiebel waren bei den Außenhandelspartnern gefragt.Die Preise in KW 27 hatten sich zur Vorwoche mengeninduziert moderat nach unten korrigiertund Zwiebel lose, sortiert in Kisten kosteten je nach Qualität28,00 – 32,00 EUR/dt. Eine beachtliche Steigerung von 22 % zu dem korrespondierendenNiveau des Vorjahres. Die zügige Vermarktung der Winterware läutete gegen Ende desMonats auch schon die Umstellung auf Sommerzwiebel ein. Das Angebot blieb zunächstnoch recht überschaubar, konnte aber den Bedarf problemlos decken. Die Preise notiertendabei unverändert auf hohem Niveau. Überschüsse, so es welche gab, wurden unverzüglichim Ausland untergebracht. Mittelfristig sind die Aussichten für den Export äußerst vielversprechend.Sowohl in Südeuropa als auch in Frankreich, Polen und Deutschland rechnetman wegen fehlender Niederschläge mit deutlichen Ertragseinbußen.


Für weitere Informationen:
AgrarMarkt Austria 
GB I/Abt.– Referat 
Dresdner Straße 70 
1200 Wien 
Telefon: +43 1 33151-379 

Erscheinungsdatum:



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