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Polen: Opposition geplant, um Kaufverträge für Äpfel zu regulieren

Das Rekordüberangebot an Äpfeln auf dem polnischen Markt hat in diesem Jahr zu Streitigkeiten zwischen den Herstellern und der verarbeitenden Industrie geführt. Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung plant, einen Vertrag für alle einzuführen, der die Beziehungen zwischen Erzeuger, Käufer und Verarbeiter regeln soll. Nach Angaben der Verarbeiter ignoriert dieser Vertrag andere Marktteilnehmer, nämlich die Einzelhandelsketten, die in Polen die Hauptempfänger von Tafeläpfeln sind.

Die Verarbeiter der Nationalen Union der Saftproduzenten glauben, dass eine Verordnung, die nicht den gesamten Markt berücksichtigt, nicht funktionieren wird. Die vertragliche Gestaltung schließt nicht mit ein, dass es zwei getrennte Vertriebswege auf dem Markt gibt, beispielsweise die Lieferungen zur Verarbeitung und die Lieferung an den Einzelhandelsmarkt, wo der Handel nach widerum anders geregelt ist.

Auf dem Gemüsemarkt wird der endgültige Kaufpreis des Rohstoffs oft vor der Ernte neu verhandelt und es werden die bestehenden Marktbedingungen berücksichtigt, während der derzeitige Entwurf des Vertrages für den Obstmarkt eine solche Möglichkeit nicht vorsieht.

"Mit Obst, welches stark von den Wetterbedingungen beeinflusst wird, ist es schwierig, einen Vertrag zu haben, in dem Mengen und Preise für ein paar Monate festgelegt werden, bevor Berichte über das tatsächliche Produktionsvolumen veröffentlicht werden", sagt Barbara Groele, Generalsekretärin der Nationale Union der Saftproduzenten. "Der Einkaufspreis von Obst korreliert immer mit dem auf dem Markt verfügbaren Volumen, genauso wie mit der Nachfrage nach Obst und Export von verarbeiteten Produkten. Polen ist Europas größter Exporteur von Äpfeln und konzentriertem Apfelsaft, also müssen wir als Sektor Flexibilität und Fähigkeit mitbringen, um schnell auf Veränderungen auf ausländischen Märkten zu reagieren, in denen der Vertrag nicht hilfreich sein wird", fügt Groele hinzu.

Nach Ansicht der polnischen Verarbeiter können Versuche zur Regulierung des Marktes durch das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zu einer vollständigen Deregulierung und sogar zum Zusammenbruch führen. Die oben genannte Flexibilität, die durch die Verpflichtung zur Auftragsvergabe ausgeglichen wird, ist der größte Vorteil kleiner und mittlerer Marktteilnehmer. Übermäßige formelle Belastungen und ein Zwang für Unternehmer, ihre Kaufentscheidungen bereits vor Beginn der Saison (bereits im März) zu treffen haben, könnten nach Ansicht von KUPS dazu führen, dass bis zu 50% der kleineren Verarbeitungsbetriebe, Zwischenhändler beim Obsteinkauf und Obstfarem zusammenbrechen. Somit werden die kleinsten Hinterhoffarmen vom Markt ganz verschwinden. Infolgedessen wird dies die Produzenten und Verarbeiter auf dem stark entwickelnden ukrainischen Markt, der Polen bereits Konkurrenz macht, stärken.


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