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Russischer Boykott wirkt sich positiv auf ägyptische Orangen aus

Ägyptische Zitrusfrüchte befinden sich in den letzten Jahren auf dem Vormarsch. Dank des negativen Kurses des ägyptischen Pfundes, spürten die Exporteure, dass der Preis von Zitrusfrüchten auf dem Weltmarkt attraktiver wurde. Ausserdem nimmt das Areal zu und werden immer mehr Plantagen in Produktion genommen, wodurch die Menge der verfügbaren Volumen zunimmt. Zu guter Letzt stand Ägypten am längeren Hebel und profitierten sie dort grosszügig von den zwei Boykotts, die Russland 2014 bzw. 2016 ausgerufen hat, das geht aus Bereichen der USDA hervor. 

In der Weltrangliste der grössten Produzenten von Apfelsinen, nimmt Ägypten den sechsten Platz ein. Von der ägyptischen Produktion werden 46 Prozent auf den inländischen Markt gebracht, 51 Prozent sind für den Export bestimmt und die restlichen drei Prozent werden verarbeitet. Brasilien, die Nummer Eins der Weltproduktion, liefert 72 Prozent an die Industrie. 



Wachsende Nachfrage stimuliert die Erweiterung
Das bepflanzte Areal steigt, laut Berechnungen der FAS Kairo, im Jahr 2017/2018 mit 5 Prozent auf 154.200 Hektar. Vor einem Jahr stand der Zähler auf 146.950 Hektar. Von den 154.200 Hektar Orangen, wird auf 142.100 Hektar geerntet. Das ist im Vergleich zum vorigen Jahr, als auf 136.475 Hektar geerntet wurde, eine Zunahme von vier Prozent. Dadurch nimmt die Produktion auch zu. Für das kommende Jahr wird die Ernte auf 3,18 Millionen Tonnen geschätzt, was einer Zunahme der Produktion von sechs Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Jahr entspricht. Die Steigerung wurde Dank der günstigen Witterungsbedingungen in diesem Jahr erzielt. Es wird voraus gesagt, dass sich das stabile Wetter bist zum nächsten Jahr halten wird. Ein hinzukommender, positiver Faktor ist, dass die steigende Nachfrage nach Orangen die Produktion, sowohl in Ägypten als auch über die Grenzen hinaus, voran treibt. 

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Orangen werden die Erzeuger stimuliert, das Gebiet zu erweitern. Dieses zeigt sich deutlich in den Flächenzahlen. 2006/2007 hatte Ägypten noch 104.383 Hektar Orangen. 2016/2017 wurden 146.950 Hektar notiert, also ein Anstieg von 42.567 Hektar, 41 Prozent entspricht. Unter Berücksichtigung gleicher Faktoren, kann man resümieren, dass die Produzenten von Zitrusfrüchten den Anbau von Orangen präferieren. Dank der gut entwickelten Lieferkette in dem Land, können kleinere Erzeuger ihre Produkte über größere Züchter oder Exporteure absetzen. Auf diese Weise profitieren auch die kleineren Erzeuger von der weltweit steigenden Nachfrage.

Mittelmeerfruchtfliege
Der größte Teil der Erzeuger ist in den Regionen Qalyubia, Beheira, Sharqiya, Ismailia und Menufia zu finden. Selbstverständlich ist an den Ufern des Nils auch Anbau zu finden. Der Zitrusanbau ist abhängig von Bewässerung. Der Nil, die fruchtbaren Ufer und die vielen Sonnenstunden bilden zusammen eine positive Kombination für den Anbau von Zitrusfrüchten. Darüber hinaus profitieren die Landwirte von niedrigen Arbeitskosten und der relativ geringen Entfernung zu den grössten Exportmärkten. 

Die größte Gefahr für den Anbau, ist die Mittelmeerfuchtfliege, die sowohl die Produktion als auch den Export negativ beeinflusst. Obwohl die Export zunimmt, kommen aus unterschiedlichen Ländern, vor allem aus Russland und der Ukraine, Meldungen, von Übertragungen dieser Fruchtfliege. Die ägyptische Regierung setzt sich dafür ein, dass die Qualität von Obst und Gemüse aus dem Land erhöht wird. Aus diesem Grund wurde ein neues System für Lebensmittelsicherheit eingeführt, mit dem die Größe und die Qualität der Orangen für den Export, registriert werden.

Grössere Nachfrage nach Orangen
Sechs von zehn geernteten Orangen, sind Navel. Andere Sorten, die angebaut werden, sind Baladi, Khalily und Sukkari, die vor allem für den nationalen Markt bestimmt sind. Eine, für den Export bekannte Sorte, ist die Valencia. Die Erntezeit beträgt normalerweise vier bis fünf Monate. Insgesamt gibt es das ganze Jahr über ägyptische Orangen. Nur die heissen Sommermonate August und September bilden eine Ausnahme. Die Export-Saison beginnt Mitte November und dank der Kühllager läuft die Saison bis Ende August.

Die Nachfrage nach ägyptischen Orangen ist sowohl national als auch international stark gestiegen. Die lokalen Preise sind gewinnbringender als die Preise für andere Obstsorten, die in dem nordafrikanischen Land angebaut werden. Schätzungen zufolge wird der Inlandsverbrauch, 2017/2018 mit sieben Prozent, auf 1,48 Millionen Tonnen steigen. Die inländische Nachfrage nach Orangen ist vor allem in den Wintermonaten sehr hoch.

Kursabfall der ägyptischen Pfunde 
Durch die Bemühungen, die der Sektor und die Regierung liefern, neue Märkte zu erschliessen, in Kombination mit der Abwertung des ägyptischen Pfund, steigt die Nachfrage auf dem Weltmarkt. Dieses Jahr wurden, auf der Liste mit Exportmärkten, unter anderem Australien und Vietnam aufgenommen. Diese Länder haben ihre Grenzen für Zitrusfrüchte geöffnet.

Im November hat die ägyptische Regierung den festen Wechselkurs freigegeben und dem Markt den Wert der Währung überlassen. Zu Beginn sank der Wert der Währung im Verhältnis zum Dollar und ist seither weiter gefallen. Als Folge des Kursrückgangs stieg die Inflation und wurde das Obst teurer. Auf den Export hat sich der Kursrückgang jedoch positiv ausgewirkt. Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 werden die Exporte um fünf Prozent, auf 1,6 Millionen Tonnen, steigen. Ein Jahr zuvor waren das 1,52 Millionen Tonnen. Züchter von Orangen profitieren vom niedrigen Kurs des ägyptischen Pfund. Dadurch haben ägyptische Zitrusfrüchte gegenüber Zitrusfrüchten aus Spanien und Marokko preislich eine bessere Wettbewerbsposition bekommen. 

Wachsender Export 
Die grössten Exportmärkte waren 2016/2017 Russland, Saudi Arabien, die Niederlande China, die VAE, Bangladesch, das Vereinigte Königreich, Kuwait, der Irak und die Ukraine. Russland und Saudi Arabien absorbieren gemeinsam etwa 43 Prozent des Orangen-Export. Grosse Verschiebungen werden auf den Exportmärkten nicht erwartet. Bei einigen Exportmärkten werden hohe Wachstumszahlen notiert. Der Export nach China stieg beispielsweise mit 204 Prozent auf 99.930 Tonnen. Hong Kong erhielt 123 Prozent mehr ägyptische Orangen, das entsprach einem Volumen von 44.228 Tonnen. Weitere Märkte, die auffallend mehr Orangen aus Ägypten importierten, waren der Irak (30.252 Tonnen, +1.314%), die Türkei (26.026 Tonnen, +932%) und Italien (19.205 Tonnen, +222%).

Ägypten profitierte auch von den beiden Boykotts, die Russland in den letzten Jahren ankündigte. Sowohl die Blockade europäischer Produkte im Jahr 2014 als auch die Blockade von türkischem Obst und Gemüse im Jahr 2016, wirkten sich positiv auf den ägyptischen Sektor aus. Der übernahm die die Positionen von Griechenland, Italien und der Türkei. Ägypten ist mit 217.988 Tonnen der größte Lieferant von Zitrusfrüchten für Russland. Die USA haben ihre Grenzen im Jahr 2013 für ägyptische Zitrusfrüchte geöffnet, die Schulung der Exporteure, über die erforderliche Kältebehandlung, ist jedoch noch nicht geplant.

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