Brasilien etabliert sich zunehmend als Herkunftsland für Obst. "Wir haben alle Arten tropischer Früchte und eine große Kapazität, um unterschiedliche Märkte zu bedienen", sagt Bruna Brasileiro, Vertreterin von Happy Fruit, einem Exporteur von Limetten, Trauben und Mangos. Sie nennt Europa, die Vereinigten Staaten und China als wichtige Zielmärkte, weist aber auch auf neue Chancen in Asien hin, insbesondere für Trauben.
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Bei Tahiti-Limetten ist die Nachfrage aus Europa derzeit sehr stark. "In Brasilien sind die Preise hoch, weil die Nachfrage in Europa groß ist", erklärt Brasileiro. Die Preise sind bereits seit Januar stabil, was für diese Jahreszeit ungewöhnlich ist. Normalerweise sinkt der Verbrauch gerade wegen des europäischen Winters.
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Das hängt auch mit sich ändernden Essgewohnheiten zusammen. "Immer mehr Europäer entdecken Limetten. Sie gewinnen gegenüber Zitronen an Boden", sagt sie. Limetten werden häufiger in Getränken und in der Küche verwendet.
Dennoch verläuft die Saison nicht ohne Probleme. "Wir hatten viele Wochen Regen. Es gibt Nachfrage, aber wir haben nicht genug Volumen zum Versenden", so Brasileiro. Außerdem sind die Früchte oft klein, und diese Größen sind in Europa weniger gefragt.
Hinzu kommen die steigenden Kosten. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die höheren Anbaukosten bald in höheren Preisen niederschlagen werden. "Wir gehen davon aus, dass wir das in den kommenden Wochen spüren werden", sagt sie. Auch die Transportkosten steigen. "Wir sehen bereits einen Anstieg sowohl beim Straßentransport als auch bei der Seefracht", was zusätzlichen Druck auf die Lieferkette ausübt.
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Im Bereich Trauben arbeitet das Unternehmen vor allem mit Sorten wie Vitoria (schwarz) und Isis (rot). Das verfügbare Volumen ist derzeit begrenzt, insbesondere bei roten und weißen Trauben. Die europäische Nachfrage bleibt aufgrund der Konkurrenz aus anderen Ländern verhalten.
Die brasilianische Traubensaison erreicht ihren Höhepunkt in der zweiten Jahreshälfte, doch bereits ab April werden kleine Mengen erwartet. "Im April haben wir ein geringes Volumen, aber die eigentliche Saison liegt in der zweiten Jahreshälfte", erklärt Brasileiro.
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Mangos sind das ganze Jahr über verfügbar, wobei Europa der wichtigste Absatzmarkt ist. Die verschiedenen Sorten ermöglichen es, je nach Saison und phytosanitären Anforderungen unterschiedliche Märkte zu bedienen.
Mit Blick auf die Zukunft will das Unternehmen sein Sortiment erweitern. "In diesem Jahr starten wir mit Avocados und Ingwer", kündigt Brasileiro an. Damit will das Unternehmen neue Märkte erschließen und Risiken streuen.
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