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Das Verbot von GV-Pflanzen in Südaustralien wird vermutlich bis 2025 verlängert

Das Verbot von gentechnisch modifizierten Kulturen, die in Südaustralien angebaut werden, wird vermutlich bis 2025 verlängert, nachdem das Parlament letzte Woche wichtige Gesetze verabschiedet hat. 

Ein Gesetz der Grünen, um das landesweite Moratorium für die Anpflanzung von GV-Pflanzen bis 2025 auszuweiten, wurde im Oberhaus vom südaustralischem Parlament am Mittwochabend mit einer Stimme verabschiedet. 

Das Gesetz wurde mit der Unterstützung der Labour-Regierung und zwei Kleinparteien verabschiedet und muss nun vom Unterhaus bis zum Jahresende verabschiedet werden, um inkraftzutreten.

Diese neue Entwicklung bedeutet, dass das Moratorium für das Anpflanzen von jeder biotechnologischen Nutzpflanze im kommerziellen Bereich für weitere sechs Jahre gelten wird, vorherige Moratorien galten fünf Jahre. 

Wenn das Gesetz der Grünen im Unterhaus verabschiedet wird, was wahrscheinlich scheint, wird ein Gesetz benötigt werden, um das Verbot wieder aufzuheben. 

Momentan wird das Moratorium von den Genetically Modified Crops Management Regulations 2008 reguliert, welche von der Regierung geändert werden können.

Diese Regulationen wurden im Genetically Modified Crops Management Act 2004 festgehalten und wären in Kraft geblieben bis zu ihrem Verfall im September 2019. 

Der kommissarische Leiter der Grünen und Oberhausmitglied Mark Parnell, der das Gesetz eingeführt hat, behauptet, dass das Verbot der GV-Pflanzen in Südaustralien einen „signifikanten Preisaufschlag für unsere Landwirte verglichen mit GV-Pflanzen, die in anderen Staaten wachsen, liefere.“

Herr Parnell war erfreut über die Unterstützung der Labor-Regierung,“ das Moratorium wurde für weitere sechs Jahre abgesichert.

„Die Verabschiedung meines Gesetzes bedeutet, dass jede Entscheidung das Moratorium vor dem 01. September 2025 aufzuheben, die Unterstützung von beiden Häusern erfordern wird,“ sagte er.

Südaustralische Getreideproduzenten (GPSA) waren aufgebracht, weil sie nicht zu der Moratoriumsverlängerung konsultiert wurden und sagten, dass es mehr als nur die Getreideproduzenten beeinträchtigt.

GPSA Vorsitzender und Parilla-Landwirt Wade Dabinett sagte, dass das verlängerte Moratorium südaustralische Anbauer weniger konkurrenzfähig gegenüber Landwirten in anderen Staaten, wie Victoria, macht.

Südaustralien ist der einzige Festlandstaat, welcher immer noch GV-Pflanzen verbietet. Das Moratorium für die Anpflanzung von GV-Pflanzen wurde in NSW und Victoria 2008 und in Westaustralien 2010 aufgehoben.

Nur GV-Pflanzen, die vom Office of the Gene Technology Regulator erlaubt wurden, dürfen angepflanzt werden, das beinhaltet Baumwolle und Raps.

Dabinett sagte, dass das Verbot bedeute, dass Apfelanbauer im Staat nicht den Zugang zu neuen biotechnologischen Sorten wie den ‚Artic Apple‘ hätten, welcher nicht braun wird, wenn er geschnitten und Sauerstoff ausgesetzt und momentan in der USA angebaut wird. 

Oppositionssprecher der südaustralischen Landwirtschaft David Ridgeway bezeichnet die Moratoriumsverlängerung als ‚verrückt‘ und sagte, dass die Entscheidung, ob GV-Pflanzen erlaubt werden sollten, Experten überlassen werden sollte und nicht dem Parlament.

Er sagte, dass, wenn die liberale Partei die nächste Wahl gewänne, würde sie eine Expertenstudie zu dem Thema in Auftrag geben, um die potentiellen Kosten und die Vorteile der GV-Pflanzen im Staat zu prüfen.

„Ich möchte sichergehen, dass wir Entscheidungen aufgrund der bestmöglichen Informationen treffen und nicht aufgrund einer ideologisch-angetriebenen Idee,“ sagte Ridgeway.

Der südaustralische Landwirtschaftsminister Leon Bignall antwortete nicht vor der Veröffentlichungsfrist.

Chemieinteressentengruppe CropLife verriss die Entscheidung: „Südaustralische Landwirte werden weitere sechs Jahre von einer engen, fehlgeleiteten, Antiwissenschaftspolitik gefesselt.“


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