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Ehemaliger Vize-Präsident Mnangagwa wird vermutlich übernehmen

Es ist offiziell: Die Mugabe-Ära ist vorbei

Das langerwartete Ende der Mugabe-Ära (oder wie manche es nennen, der Mugabe ‚Error‘) scheint endlich da zu sein: Präsident Robert Mugabe und seine Frau Grace sind angeblich unter Hausarrest in Harare, zusammen mit einer Anzahl von anderen Kabinettministern und Berichten zufolge dem Polizeikommissar, welche alle gestern Abend zusammengetrommelt wurden. Regierungsgebäude und der Flughafen (just letzte Woche in Robert Mugabe International Airport umbenannt) sind stark bewacht.

Ein Statement des 93 Jahre alten Präsidenten Mugabe wird demnächst erwartet, in welchem er seinen Rücktritt einräumt.

Das simbabwische Militär und die Zanu-PF Kommunikationen behaupten allerdings, dass es keinen Coup oder einen verfassungsrechtlichen Verstoß gab. „Die Arme führt schlichtweg ein nationales demokratisches Projekt durch und tut dies durch einen friedlichen Aplomb,“ erklärt Regierungspartei Zanu-PFs offizieller Twitteraccount, welcher auch hinzufügt: „Weder Simbabwe noch ZANU gehören Mugabe und seiner Frau.“

Es wird angenommen, dass der ehemalige Vizepräsident Emmerson Mnangagwa, welcher summarisch letzte Woche gekündigt wurde und geflohen ist, zu einer militärischen Luftwaffenbasis in Simbabwe zurückgekehrt ist. Er war ein Vertrauter Mugabes für Dekaden, eng verbunden mit dem Militär und wurde seit den 1990ern als ein Präsident In-Waiting angesehen.

Mnangagwa zu entfremden war ein strategischer Fehler von Mugabe, welcher anscheinend die militärische Reaktion unterschätzt hat, ihre Abneigung seiner Frau gegenüber und ihrer präsidentiellen Ambitionen (es wird gesagt, dass die Arme sie hasst) und die Unterstützungsgarantie, die sie ihm gegeben hatten.


Emmerson Mnangagwa (Foto: Zimbabwe Independent)

Zanu-PF ist in Fraktionen gespalten, zum Beispiel die G40 Fraktion, die Grace Mugabes präsidentielle Ambitionen unterstützt. Da Mnangagwa in ihrem Weg stand, gab es eine schleichende Säuberung von Parteimitgliedern, die zu anderen Fraktionen gehören.

Ein großer Faktor in der simbabwischen Politik sind Kriegsausgaben. Das Militär hat klargemacht, dass es niemals einen Präsidentschaftskandidaten ohne Erfahrung in Simbabwes Unabhängigkeitskrieg (the Second Chimurenga), der 1979 endete und zu Simbabwes Unabhängigkeit führte in 1980, unterstützen würde.

„Jeder möchte Mugabe loswerden, wir möchten alle einen Wechsel, deshalb sind wir vorsichtig optimistisch, aber es ist unbekanntes Territorium. Ab jetzt wird das Militär öffentlich bestimmen, wer an der Macht bleibt. Niemand möchte eine Militärregierung. Wir hoffen, dass wir zu einer konstitutionellen Demokratie zurückkehren können,“ sagt ein simbabwischer Politikkommentator.

Mnangagwas erörtert Militarisierung der Landwirtschaft
Just vor seiner Amtsenthebung wurde ein Antrag von Vizepräsident Mnangagwa abgelehnt, der die Rolle der Arme in dem kontroversen command agriculture project des Landes intensivieren sollte. Die parlamentarische Debatte wurde, unüblicher Weise, besucht von einer Nummer von Armegeneralen, aber von der G40 Fraktion abgelehnt.

„Während der Landreformen der 1990er war das Militär überall und sein Vorschlag die Landwirtschaft zu militarisieren ist verstörend und erschütternd. Es kann als ein strategisches Machtspiel gesehen werden, um Macht durchzusetzen, die anderen Fraktionen zu übertreffen,“ bemerkt ein simbabwischer Ökonom. „Ich hoffe, das Militär hält sich von der Wirtschaft fern. Ich denke allerdings, dass der VP [Mnangagwa] mehr ein Pragmatiker geworden ist. In einem Statement nach seinem Rücktritt, sagte er, dass es eine Intoleranz in Zanu-PF gibt. Ich vermute, dass er sich vielleicht ein bisschen offener für die Opposition engagieren könnte. Er könnte eine frische Perspektive in die simbabwische Politik bringen.“

„Ich denke nicht, dass sie Mugabe schlecht behandeln werden. Sie haben immer noch verbleibenden Respekt und eine Schwäche für ihn,“ erzählte eine gut platzierte Quelle FreshPlaza. Mugabes Geschmack für Südost Asien ist gut bekannt und es wird erwartet, dass er in Singapore, Malaysia, Hong Kong oder vielleicht Dubai ins Exil gehen wird.


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