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Harold Schuurmans von Westland Mushrooms in den Niederlanden

"Innovationen treiben den Sektor voran"

Der Beginn der Saison für Waldpilze war in diesem Jahr etwas schwer, aber der Markt hat sich gut erholt. "Es sind genügend Waldpilze verfügbar und sie verkaufen sich sehr gut," sagt Harold Schuurmans von Westland Mushrooms in Holland. Die Firma ist auf wilde und exotische Pilze, einen Markt der in den vergangenen Jahren gewachsen ist, spezialisiert.

"In der Vergangenheit waren Waldpilze ein wirklich saisonales Produkt, sie waren nicht das ganze Jahr über verfügbar aber besonders Pfifferlinge sind viel einfacher erhältlich heute," sagt Schuurmans. Pfifferlinge haben den meisten Wiedererkennungswert. "Die meisten Leute wissen, von was man spricht." Die Waldpilze werden unter anderem in Wäldern auf dem Balkan, Litauen, Belarus, den USA oder Portugal gepflückt. Da diese Länder so weit über den Globus verteilt sind, ist das Produkt das ganze Jahr über verfügbar.



Schwer, die Natur nachzuahmen
"Menschen ernähren sich heutzutage bewusster. Das ist ein zweischneidiges Schwert, da die Leute bewusst nach gesunden Inhaltsstoffen suchen und sich deswegen oft für Pilze entscheiden," sagt Schuurmans. "Pilze sind gesund, mit wenig Fett und Salz und sie sind voller natürlicher Proteine, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien." Ein weiterer Punkt, der dem Pilzsektor bei einer wachsenden Weltbevölkerung weiterhilft ist, dass mehr und mehr Produkte auf kleiner Fläche angebaut werden müssen. "Pilze eignen sich super dafür, da das Material auf dem Pilze wachsen immer verfügbar ist. Pilze sind die Reiniger der Natur."

Pilzsammler gehen während der Saison oft los um Pilze im Wald zu pflücken. Dafür braucht man viel Erfahrung, um nicht aus versehen an eine giftige Sorte zu geraten. "Das Risiko gibt es bei uns nicht," weiß Schuurmans. Das Wissen in der Lieferkette, von den Pflückern über die Sortierer bis zum Handel ist so weitläufig, dass solche Fehler nicht passieren. "Wir arbeiten schon seit Jahren eng mit genau ausgesuchten Ernte-Organisationen zusammen." Der Anbau von Waldpilzen ist nicht leicht. "Die Natur ist nicht leicht nachzuahmen," fasst Schuurmans die größte Herausforderung zusammen. Trotzdem hat er einen Wandel festgestellt. Zwei mal im Jahr reist er nach China um dort Pilzbetriebe zu besuchen. Er hat in der letzten Zeit viele Investitionen und Innovationen gesehen.



Waldpilze wie Spargel
"Sie versuchen bestimmte Sorten anzubauen, die nur natürlich wachsen. Sie sind erfolgreich aber man kann es nicht mit natürlichen Pilzen vergleichen," erklärt Schuurmans. Deswegen vermerkt er diese Projekte als Innovationen die irgendwann für die kommerzielle Nutzung brauchbar sein werden. "Wenn man sich die Pilze ansieht, die heute oftmals gehandelt werden, wie Eryngii, Shiitake und Maitake, die haben alle mal so angefangen. Ausprobieren ist die einizige Möglichkeit." In den Niederlanden werden auch neue Anbausorten getestet aber auf wesentlich kleinerer Skala als in Asien.

Die Kombination aus steigender Nachfrage und mehr und mehr Pilzen, die in guten Mengen verfügbar sind, kurbeln den Markt an. Westland Mushrooms verkauft wöchentlich viele Tonnen frischer und getrockneter Pilze, von welchen der Großteil Wald- und exotische Pilze sind. "Waldpilze sind wie Spargel, sie sind saisonal. Während der Saison kann Spargel auf jeder Speisekarte und in jedem Magazin gefunden werden, das gleiche gilt für Pilze." Während der Herbstmonate stehen die Pilze in vielen Magazinen im Rampenlicht.



Jährlich neue Sorten
Westland Mushrooms arbeitet weiterhin an der Ausweitung des Sortiments. Sie wollen jedes Jahr neue Sorten zu ihrer Auswahl hinzufügen. Kunden der Firma kommen oftmals auch mit Anfragen zu ihnen. "Im Herbst entwerfen Köche neue Menüs und sie fragen uns nach etwas neuem. Sie kennen die Waldpilze. Sie wollen einen guten Eindruck hinterlassen." Da wir die Waldpilze anbauen können, kann die Saison verlängert werden, was gut für den Markt ist. "Maitake, Sparassis Crispa, Shimeji, Eryngii," fasst Schuurmans einige der vorgestellten Sorten zusammen. "Diese Sorten haben sich durchgesetzt." Die Vorstellung neuer Sorten kommt nicht zu kosten der bestehenden Produktion, dank der wachsenden Verkaufsmöglichkeiten für das Produkt. Außerdem sind viele Sorten auch in verschiedenen gemischten Packungen verfügbar.



Bio-Pilze auf dem Vormarsch
Westland Mushrooms liefert die Pilze an Exporteure und einheimische Großhändler für Catering und Einzelhandel, die das Produkt dann weiterverkaufen. Schuurmans erklärt, dass Pilze für Exporteure oftmals ein Weg sind um sich von der Masse abzusetzen. "Wir wurden kürzlich Skal-zertifiziert, da wir mehr und mehr Nachfragen vom Markt mit organisch angebauten Pilzen bekommen," erklärt Schuurmans. Dieser Trend passt zur bewussteren Ernährung. Obwohl es komisch klingt, es ist schwerer einen Wald als Bioanbaugebiet zertifizieren zu lassen, als man denkt. Für die angebauten Pilze, müssen zusätzlich zum Anbau auch die Substrate zertifiziert werden. Das klingt aufwendig, aber es ist nötig. Wir können versichern, dass die ganze Versorgungskette biologisch ist, und damit sind wir einer der ersten Betriebe."

Weitere Informationen:
Westland Mushrooms
Harold Schuurmans

Erscheinungsdatum:



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