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Schweizer Gemüsepreise sind stabiler als die im Ausland

Die Konsumentenpreise von Gemüse sind in der Schweiz meistens deutlich höher als im Ausland. Eine Analyse der Preisentwicklung seit 2014 zeigt, dass die Schweizer Gemüsepreise zudem über das Jahr weniger stark schwanken als in den Nachbarländern Frankreich und Deutschland, so geht aus dem Marktbericht Obst und Gemüse Juli 2017 der BLW hervor.

Um die Preisentwicklung in den verschiedenen Ländern zu verfolgen, wurde für jedes Land ein Preisindex mit den dortigen Konsumentenpreisen für Gemüse berechnet. In dieser Berechnung wurden frische Frucht-, Wurzel-, Zwiebel- und Kohlgemüse sowie Salate berücksichtigt (alle ohne Bio).



Indizes in Deutschland & Frankreich

Auffällig an der Preisentwicklung seit 2014 ist, dass die Gemüsepreise in Deutschland und Frankreich in den Sommermonaten Juni bis August deutlich günstiger sind als im Winter. Dies spiegelt das grössere Angebot im Sommer wieder, welches zu entsprechend günstigeren Preisen als im Winter führt.

Anfang 2017 hat die Kältewelle im Mittelmeerraum zu einer besonderen Verknappung des europäischen Gemüseangebotes geführt, weshalb für das betrachtete Gemüse die Preise im Februar 2017 etwa 70 % höher lagen als im Juli 2014. Aufgrund der Lieferengpässe gab es in dieser Periode auch in der Schweiz einen starken Preisanstieg im Handel.

Auswirkungen des Grenzschutzes
Typischerweise hat die Schweiz jedoch ein Preishoch in der Gemüsesaison. In dieser Zeitperiode ist die Schweizer Ware auf dem Markt, welche aufgrund höherer Produktionskosten teurer ist als ausländische Ware. Einfuhren werden in der Saison nur dann freigegeben, wenn das inländische Angebot den Bedarf nicht deckt. Ansonsten gilt der hohe Ausserkontingents-zollansatz, zu dem vor allem Spezialitäten eingeführt werden. Durch das Grenzschutzregime wird somit das Angebot ausländischer Ware verknappt, weshalb sich das Gemüse im Schweizer Detailhandel verteuert.

In der betrachteten Zeitperiode steigt der Schweizer Gemüsepreisindex folglich von April bis Juni an und sinkt von September bis November wieder. Diese Preisentwicklung ist gegensätzlich zu derjenigen in Frankreich und Deutschland, wo es zu deutlicheren Preisunterschieden zwischen Sommer und Winter kommt als in der Schweiz. Der Grenzschutzträgt somit dazu bei, dass die Gemüsepreise in der Schweiz verglichen mit den betrachteten Nachbarländern stabil auf einem hohen Niveau bleiben.

Lesen Sie hier den vollständigen Marktbericht.

Für weitere Informationen:
www.blw.admin.ch


Erscheinungsdatum:



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