Russland schliesst Grenzen für türkische Lastwagen
Russland schliesst Grenzen für türkische Lastwagen
Der Boykott türkischer Produkte hat grosse Folgen für die Wirtschaft in der Türkei. Der Export von Obst und Gemüse nahm stark ab. Im Januar 2015 exportierte das Land für 215,2 Mio Dollar an Obst und Gemüse. Dieses Jahr betrug das im selben Monat 132,7 Mio Dollar.
Unbemerkt ist noch ein weiteres Drama für die türkische Wirtschaft hinzukommen. Russland hat die Genehmigung für Transport und Grenzübergang nicht verlängert. Der Vertrag lief am 1. Februar ab. Das bedeutet, dass türkische Lastwagen nicht über die Grenze kommen und dadurch nicht nur der Zugang zu Russland, sondern auch nach Zentralasien unmöglich wird. Auch für vorübergehende Genehmigungen macht Russland es der Türkei schwer. Die alternative Route mit der Fähre über Aserbaidschan bietet nicht genug Kapazität.
Quelle: Rosselkhodznadzor
Türkische Tomaten vernichtet
Die russische Inspektion traf letzte Woche in der Region Orenbug auf 179,8 Kilo Tomaten aus der Türkei. Dass die Tomaten aus der Türkei kamen, wurde durch die Etikettierung angenommen. Da der Import von türkischen Tomaten verboten ist, beschloss die Inspektion, die Partie vom Markt zu nehmen und zu vernichten.
Mögliche Erweiterung Boykott Türkei
Die russische Regierung zieht in Erwägung, um Kohl und Granatäpfel auf die Liste boykottierter Produkte hinzuzufügen. Laut der russischen phytosanitären Inspektion gibt es Probleme mit der Qualität dieser Produkte. Die Inspektion scheint viele Klagen über die Qualität der Produkte erhalten zu haben. Russland möchte noch mit dem türkischen Sektor sprechen, um die Probleme zu lösen.
In den letzten Wochen wurden 13 Partien abgefangen. In 12 Fällen wurde Kalifornischer Blütenthrips in Kohl und Paprika gefunden. In einem anderen Fall ging es um die Mittelmeerfruchtfliege in einer Partie Granatäpfel. Russland möchte, dass die Türkei sich um diese Angelegenheit kümmert.
Spanische Kaki's und Eisbergsalat vernichtet
Während einer Inspektion in der Region St. Petersburg fand die russische Inspektion in einem Lager 10 Kartons Kaki's mit einem Gesamtgewicht von 50 kg und 6 Karton Eisbergsalat mit einem Gesamtgewicht von 30 kg. Obwohl die Produkte laut den Etiketten aus Weissrussland importiert wurden, entdeckte die Inspektion, dass das Ursprungsland Spanien ist. Die Produkte wurden vernichtet.
Russen stehen hinter dem Boykott der Türkei
Untersuchung hat ergeben, dass 63% der Russen gegen das Aufheben der Sanktionen gegen die Türkei sind, meldet die Presseseite RT.com. Eine noch grössere Mehrheit, 78%, findet, dass die russische Regierung keinen Kompromis mit Ankara schliessen darf, bevor die Türken sich nicht für den Abschuss des Militärflugzeuges entschuldigt haben. Die meisten Russen (54%) denken, dass die Türkei mehr unter den Sanktionen leidet, als Russland.
Ukraine boykottiert spanische Produkte
Laut der russischen Site FruitNews hat die Ukraine einen Boykott spanischer Produkte angekündigt, dies wegen phytosanitärer Zuwiderhandlung. Ukraine soll die Grenzen für unter anderem Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Salat und Chicoree schliessen.
Beratung Wahlen Donbass
Die vier Minister, die vor zwei Jahren in Normandien über die Situation in der Ukraine, Russland, Frankreich und Deutschland beraten haben, werden diese Woche wieder beieinander sitzen. Laut den russischen Medien wird dann unter anderem über die möglichen Wahlen in Donbass, der durch Separatisten geprägten ostukrainischen Region gesprochen. Die Medien basieren dies auf Aussagen des deutschen Aussenministers. Letzes Jahr sind die vier Länder übereingekommen, dass Frieden in der Ukraine nachgestrebt werden muss, durch unter anderem die Regionen im Osten eigenständiger zu machen.
Russland erhebt Klage gegen die Ukraine wegen Zahlunsverzug
Die russische Regierung hat die Ukraine beim Gericht in London angeklagt. Der Kremlin klagt Kiev an, weil den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird. Die Schuld wurde von der Ukraine im Jahr 2013 über die Börse in Irland aufgenommen. Letzes Jahr erfüllte das Land seinen Zahlungsverpflichtungen nicht und da bisher keine Übereinstimmung zur Tilgung erreicht wurde, geht Russland an das Gericht. Russland verlangt die geliehenen 3 Millarden Dollar und 75 Mio Dollar Zinsen von der Ukraine zurück.