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Neues Rettungspacket für Griechenland

EU-Gipfelteilnehmer entscheiden sich für ernsthafte Reformen und finanzielle Hilfe

Heute, am frühen Montagmorgen haben die 19 Euro-Länder eine Einigung im griechischen Schuldenstreit erzielt. Nach einem 17-Stündigen Verhandlugsmarathon beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs einstimmig ein neues Rettungspacket für Griechenland. EU-Ratspräsident Tusk teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass alle Gipfelteilnehmer für das Programm, welches ernsthafte Reformen und finanzielle Hilfe umfasse, bereit seien.

Hier finden Sie die Erklärung der EU im original Wortlaut

Zuvor hatte die griechische Krise am Sonntag einen weiteren Höhepunkt erreicht. Die griechische Regierung musste konkrete Reformvorschläge machen, bevor die Verhandlungen mit der EU über ein neues Unterstützungspaket stattfinden konnten. Für die zweite Woche in Folge blieben die Banken geschlossen und Geldautomaten gaben höchstens 60 Euro pro Transaktion. Unsichere Zeiten bei denen Nico Persoon, unabhängiger Händler für griechische Produkte, wartet und beobachtet. "Im Moment steht alles still und wir warten und beobachten, was passieren wird."

Die Unsicherheit, die drohend über Europa schwebt und die Sorge um einen möglichen Grexit sind für den Handel mit Obst und Gemüse weniger relevant. "Für uns ist es vor allem wichtig, dass die Banken wieder geöffnet werden und Transaktionen durchgeführt werden können," fährt Nico fort. Ob die Geldautomaten Drachmen oder Euro geben, ist von geringerer Bedeutung für den Handel. "Eine Rückkehr zur Drachme könnte für uns von Vorteil sein, weil Einkäufe billiger wären."


Demonstranten vor dem griechischen Parlament. Foto: Ggia

In einem größeren Zusammenhang gibt es aber Probleme für den Handel. Treibstoff könnte ein Problem werden, auch wenn das Land die Drachme führt. Es ist schon schwierig den Verkehr aus Griechenland in die Niederlande zu verwalten, da es keine Rückkehrfracht gibt um den Verkehr profitabel zu machen.

Regionales Problem
Für die Nachbarländer droht die Krise am Horizont wie eine Gewitterwolke. Die oft armen Länder in der Region, wie Albanien, Kosovo, Serbien, Mazedonien und Bulgarien sind wirtschaftlich abhängig von Griechenland. Arbeitnehmer aus diesen Ländern pflücken Kirschen und Pfirsiche, beispielsweise über die Grenze in Griechenland.

Geschätzte 600.000 Albaner arbeiten in Griechenland, von denen einige gezwungen sind ohne ein Gehalt nach Hause zurückzukehren. Vor der Krise im Jahr 2008, haben Albaner, die im Ausland arbeiten 11,5 Prozent des BIP beigetragen. Nun gibt es Berichte darüber, dass die Arbeiter in Länder wie Deutschland gehen wollen um zu arbeiten. Innerhalb der EU sind diese indirekten Folgen auch festgestellt worden. Bundeskanzlerin Merkel besuchte die Region.

Zeit des Wartens
Griechische Importeure kommen mit Bargeld in die Niederlande um den Import zu verwalten. Für Exporteure ist die Situation noch schwieriger. "Die Griechen würden gerne exportieren, weil das bedeutet, dass Geld ins Land fließt. Aber wir können nicht mit Bargeld nach Griechenland reisen. Deshalb ist es wichtig, dass die Banken wieder geöffnet werden. "

"Lieferanten mit ausreichend finanziellen Mitteln werden überleben. Die starken werden stärker, und die Armen ärmer." In gut zwei Monaten wird die Weintrauben Saison starten. Die griechischen Lieferanten möchten dann beginnen, aber es muss reibungslos ablaufen. Bis dahin ist es ein Wartespiel für Nico. "Ich glaube nicht, dass sich etwas ändern wird für eine Weile. In diesem Monat werde ich warten und beobachten, was passiert. Dann werden wir wieder handeln."


Weitere Informationen:

Nico Persoon
Kommission und Handel
Venrayseweg 124 (warehouse Enes-Ceyda)
5928 RH Venlo ( warehouse 3806 )
0031 (0) 622412324


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Erscheinungsdatum:



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