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Übersicht Weltmarkt Ingwer

In Europa und den Vereinigten Staaten ist Verwirrung über die Situation in China entstanden und wie diese sich wieder herstellen wird. Behörden haben 80 Prozent der Ingwerfabriken in der chinesischen Ingwerhauptstadt Anqiu geschlossen. Mit der dominanten Position des chinesischen Ingwers auf dem Weltmarkt, sind die Folgen auf Weltniveau bemerkbar. In Indien, einem der anderen großen Produzenten sind die Preise durch verschiedene religiöse Feiertage gestiegen. Ein dritter großer Hersteller, Nigeria, bemerkt, dass die Nachfrage abnimmt. Das afrikanische Land kann nicht mit China und Indien konkurrieren. Brasilianische Produzenten haben nicht so viel geplant, dies als Reaktion auf den schlechten Markt im letzten Jahr. In den importierenden Ländern in Europa und der VS ist es in den Sommermonaten ruhig. Die Nachfrage steigt wieder, wenn sich der Winter nähert.

Kleinere Nachfrage nach Ingwer aus Nigeria
Das westafrikanische Land steht in den Top 5 der weltweit größten Produktionsländer. Der Sektor kann ganzjährig frischen Ingwer liefern, aber die Saison kennt zwischen Oktober und Februar ihren Höhepunkt. Der derzeitige Preis steht bei ungefähr 1.000 Dollar pro Tonne. Durch Inflation und wirtschaftlicher Rezession in der Region sind die Preise gestiegen. Die wichtigsten Absatzmärkte für Ingwer aus Nigeria sind die VS, Großbritannien und einige asiatische Länder. Die Nachfrage nach nigerianischem Ingwer scheint abzunehmen. Der Hauptgrund hierfür ist die direkte Konkurrenz aus Ländern wie China und Indien. Obwohl das Land ein großer Produzent ist, bevorzugen viele Märkte doch das Produkt aus China und Indien. Die wichtigste Herausforderung für den Sektor ist es dann auch, um neue Märkte zu finden und sich einen Platz auf dem Exportmark zu sichern.



Schließung chinesischer Fabriken führt zu Mangel
Der Ingwer, der momentan vermarktet wird, wurde im Oktober des letzten Jahres geerntet. Produzenten in Anqiu, China's Ingwerhauptstadt in der Provinz Shandong, zufolge, ist das Volumen in diesem Jahr 5 bis 10 Prozent höher als im letzten Jahr. Letzten Juni lagen die Preise um die 7.000 Yuan/Tonne, das ist 150 Prozent teurer als in derselben Periode vor einem Jahr. Der Preis steigt, da erzeuger in Shandong derzeit alle Hände voll zu tun haben. Außerdem kommt wieder Kapital auf den Markt, was seit Mai zu einem Spekulationsmarkt führt. Zu guter Letzt halten Produzenten sich mit dem Verkauf zurück, da sie die Preise steigen sehen.

Ab dem 13. August mussten die meisten Ingwerbetriebe vorübergehend schließen wegen strengerer Umweltschutzanforderungen, die die chinesische Regierung stellen. Momentan sind 80 Prozent der Unternehmen geschlossen und das führt zu einer Verzögerung des Exportes. In den letzten Wochen hat der Export aus Anqiu stark abgenommen, währenddessen die Preise weiterhin stiegen. Zu der Zeit, dass die Hochsaison im September beginnt, werden diese Probleme laut Erwartung gelöst sein.

Indien: Preise steigen durch religiöse Feiertage
Durch verschiedene religiöse Feiertage steigt der Preis für Ingwer. Die Erntesaison ist vorbei, was bedeutet, dass der Großteil der Produkte auf dem Markt aus Lager sind. Der Preis liegt momentan um die 80 Rupies (1,05 Euro) FOB. Obwohl die Preise steigen, ist der Markt stabil. Durch die enorme Ernte liegen die Lagerhäuser voll. Durch die Größe des Landes sind die Bedinungen in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. In einigen Gebieten wird noch geerntet. Wenn die nächste Saison beginnt, wird der Preis sinken. Die Saison dauert von November bis April, möglicherweise bis Mitte Mai. Indien exportiert Ingwer in Nachbarländer wie Bangladesch, Pakistan, Nepal, Bhutan und Birma. Auch in Bangladesch stehen religiöse Feiertage vor der Tür, wodurch der Preis steigt. Trotz Überströmungen als Folge der heftigen Regenmonsune wird der Ingwermarkt erwartungsgemäß stabil bleiben.

Italien entdeckt Ingwer
Bis vor einigen Jahren kannte man in Italien den Ingwer kaum. Danksei Kochprogrammen und mehr Einwanderern ist der Ingwer beliebt geworden. Endlich kann man diesen auch in Supermärkten und Fachhandel kaufen. Der chinesische Bio-Ingwer kostete Ende August 6,60 Euro pro Kilo im Supermarkt. Abhängig von der Saison wird die Ingwerwurzel aus China oder Südamerika importiert. Der konventionelle Ingwer brachte im Supermarkt 2,89 Euro/kg auf. Ein Großhändler berichtet, dass er ausschließlich aus Thailand oder Brasilien importiert und nie chinesisches Produkt wählt. "China wird oftmals mit geringerer Qualität in Bezug gebracht, aber das ist nicht immer der Fall", so ein Händler. In den Sommermonaten ist es mit dem Verkauf sehr ruhig gestellt; ab Oktober wird es auf dem Markt wieder lebhafter.

Französischer Konsument richtet sich auf Preis
Peru, Brasilien und Thailand exportierten allesamt nach Frankreich, bis vor 10 bis 15 Jahren China den Markt übernommen hat. China hat eine längere Saison wie Brasilien, was einen Vorteil hat. Obwohl die Qualität aus Brasilien, Thailand und Peru besser ist, sind die Konsumenten nicht am Ursprung der Produkte, sondern am Preis interessiert, so ein Händler. Der chinesische Ingwer ist nicht immer der billigste, obwohl die Preise schnell fallen und sich wiederherstellen können. Dem Importeur zufolge zieht China den Preis runter, wonach andere Länder folgen müssen, um die Preise letztendlich wieder steigen zu lassen. "Auf dem Knoblauchmarkt geschah dasselbe", so ein Importeur.

Der Ingwermarkt ist von der Produktion abhängig. Wenn das Angebot zunimmt, sinkt der Preis. Momentan müsste diese eigentlich wieder steigen, aber das ist gegen alle Erwartungen hin enttäuschend. Der Preis liegt zwischen 10 und 25 Euro für 10 Kilo.

Niederlande: Hoher Ingwerpreis durch Spekulation oder Mangel?
Der Verkaufspreis des chinesischen Ingwers liegt momentan auf hohem Niveau, zwischen 17,50 und 22 euro. Im Sommer ist das Angebot und auch die Nachfrage wegen des warmen Wetters traditionell kleiner. Importeure sind sehr gespannt, was passieren wird. Das Angebot aus China ist momentan sehr gering, aber ob es nun daran liegt, dass mit Handel spekuliert wird oder dass wirklich weniger ankommt, ist die große Frage. Die brasilianische Saison hat gerade vor ein paar Wochen angefangen, aber zieht gut mit dem Preis des chinesischen Ingwers mit. Normalerweise ist der brasilianische Ingwer etwas teurer, aber Importeure erwarten, dass sich der Preis der beiden Herkünfte trifft. Die brasilianische Saison läuft bis September. Der neue chinesische Ingwer wird im Oktober geerntet.

Einem Importeur zufolge nimmt die Beliebtheit des Ingwers in den letzen Jahren stark zu und bieten viele Supermärkte biologischen und herkömmlichen Ingwer an. Die ostasiatischen Gerichte werden immer bekannter und der Ingwer wird viel in Tee und Mahlzeiten gebraucht. Die zunehmende Beliebtheit des Ingwers hat zur Folge, dass immer mehr Händler sich auf diesen Markt begeben. Importeure berichten zum Bespiel, dass viele Händler auf der Fruit Logistica Kontake mit Chinesen geknüpft haben und demnach einen Container ausprobieren. Hierdurch fällt der Preis im April und Mai traditionell.

Belgien: hohe Preise chinesischer Ingwer
Innerhalb von 15 Tagen sind die Preise für den Ingwer aus China von 11 auf 16 Dollar pro Tonne gestiegen, berichtet ein Importeur. Der Preisanstieg ist die folge von Aktionen der chinesischen Regierung. Die Autoritäten haben einige große Ingwerfabriken geschlossen aufgrund starker Verschmutzung. Außerdem ist die Nachfrage in Europa sehr gut, wodurch viele Importeure mehr Ingwer einführen wollen. Diesem Händler zufolge herrscht bereits seit drei Wochen Mangel in Europa und es wird noch eineinhalb Monate dauern, bevor die Situation sich normalisiert.

Diese Woche stand der Preis in Europa bei 1,42 Euro/kg. Es gibt genug Volumen aus China, also werden die Importpreise in den kommenden Wochen sinken. In 1,5 Monaten beginnt die neue Erntesaison in China. Ab Januar 2018 ist die neue Ernte auch in Europa wieder verfügbar.

Brazilien pflanzt weniger an
Obwohl der geplante Anbau gute 30 Prozent geringer als im Vorjahr ist, ist genügend Produkt verfügbar. Im letzten Jahr waren die Preise durch das große Angebot niedrig. Erzeuger reagiert hierauf in diesem Jahr, durch weniger anzubauen. Wo die Preise im letzten Jahr zwischen 15 und 18 Dollar pro Karton lagen, bringt der Ingwer in diesem Jahr zwischen 24 und 30 Dollar pro Karton auf. "Momentan kostet der Ingwer 32 Dollar, das ist ein fairer Preis", so ein Händler. Zwischen April und Juni wird unter anderem auf den amerikanischen Markt exportiert. Dann ist der Ingwer noch jung und empfindlich und wählt man Luftfracht. Ab Juli bis November wird der Ingwer verschifft.

Peru setzt auf biologischen Ingwer
Die neue Ernte des biologischen Ingwers ist Ende Juli auf den Markt gekommen. Vor Beginn der neuen Saison wurde die alte Ernte noch zu niedrigeren Preisen angeboten, aber die Qualität war enttäuschend. Erzeuger berichten unterschiedlich über dem Umfang der Ernte. Wo einige Erzeuger behaupten, das es weniger zertifizierte/angepflanzte Fläche gibt, sagen anderen, dass das Angebot stabil bleibt. Der Ingwer aus Peru wird einem Händler zufolge auch viel in neuen Trends wie 'Ginger Shots' genutzt, die Konsumenten in Skandinavien und der VS verbrauchen.

Israelisches Produkt zu haushohen Preisen
Der Preis für Importingwer ist hoch, kurz gesagt das Doppelte des Durchschnittspreises. Die inländische Ernte kommt bis zum Herbst nicht auf den Markt. Der Großteil des Marktes wird durch Importingwer beherrscht. Hiervon kommt ungefähr die Hälfte aus China. Thailand und Indien sind zwei andere große Lieferanten. Der Konsum in Israel ist relativ klein, mit 300 Tonnen auf Jahresbasis. In den letzten beiden Jahren wurde ein leichtes Wachstum wahrgenommen, mit Dank an der besseren Kenntnis über die Gesundheitsvorteile.

Israel ist ein wachsender Markt für gesunde Produkte und die asiatische Küche wird beliebter. In beiden Fällen spielt Ingwer eine wichtige Rolle. Durch die steigende Nachfrage ist eine kleine inländische Produktion entstanden, mit ungefähr 20 Erzeugern, die sich hauptsächlich im zentralen Teil des Landes befinden. Der Anbau findet beinahe exklusiv in Gewächshäusern auf Hochbeeten statt.

Dem inländischen Ingwer wird bessere Qualität nachgesagt, da der Abstand zum Markt kleiner ist. Durch die hohen Investitionen, die die Erzeuger machen müssen, sind die Preise allerdings haushoch. Mit einem Preis von 20 Euro pro Kilo ist der inländische Ingwer zehn mal teurer als Importprodukt.

VS: Markt nach Überangebot im letzten Jahr wiederhergestellt
Neben dem Angebot aus Brasilien, gibt es Produkt aus Peru. Ein Händler berichtet, dass er noch nicht weiß, wie der Markt auf den Beginn der peruanischen Saison reagieren wird. "Ich weiß, dass das Volumen aus China kleiner ist, da mehr als 80 Prozent der Ingwerfabriken in Anqiu vorübergehend geschlossen sind wegen Zuwiderhandlung. Das kann in diesem Jahr zu einen besseren Markt resultieren." Der Händler ist positiv über dieses Jahr. Im letzten Jahr war der Markt noch überspült mit Ingwer und durch die hohe Ernte kamen auch neue Mitspieler Import aus Brasilien.

Australien vor allem inländischer Markt
Das Land produziert ca 8.000 Tonnen Ingwer pro Jahr. Der Großteil der Produktion (60 %) wird auf den inländischen Markt gebracht, der Rest ist für die Industrie bestimmt. Das Produkt wird ganzjährig erzeugt. Die Produzenten befinden sich hauptsächlich in Queensland, um die Sunhine Küste und Wide Bay. Die Branchenorganisation schätzt den Umfang des Sektor auf 32 Mio australische Dollar (21 Mio Euro) mit einem stabilen Preis das ganze Jahr hindurch.

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