Auf der interpack 2026 stellt Poly-clip System Lösungen in den Mittelpunkt, die Effizienz, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden. Unter dem Leitmotiv „The packaging company with less packaging" zeigt das südhessische Unternehmen, wie Clip-basierte Verpackungssysteme den Materialeinsatz signifikant reduzieren und gleichzeitig wirtschaftliche, stabile Prozesse ermöglichen. "Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Anwendungen, bei denen der Verpackungsanteil am Gesamtprodukt bewusst minimiert werden kann", so Dr. Alexander Giehl, CEO von Poly-clip System.
Clip-Lösungen kommen in vielen Fällen mit einem Verpackungsanteil von lediglich 1–2 Prozent aus und leisten damit einen nachweislich messbaren Beitrag zur Ressourcenschonung – insbesondere im Vergleich zu volumen- und materialintensiveren Verpackungskonzepten. "Unsere Zielgruppen sind entsprechend breit gefasst: von industriellen Lebensmittelproduzenten über das Fresh-Produce-Segment bis hin zu industriellen Anwendungen. Gerade in der Obst- und Gemüsebranche sehen wir eine wachsende Nachfrage nach Verpackungslösungen, die Nachhaltigkeit, Produktschutz und Flexibilität vereinen und sich zugleich an unterschiedliche Produktionsvolumina und Automatisierungsgrade anpassen lassen", führt Giehl weiter aus.
Interpack als wichtiger Branchentreff
Die interpack zählt für das Team von Poly-clip System zu den weltweit wichtigsten Leitmessen der Verpackungsindustrie. "Sie ist weit mehr als eine reine Technologieausstellung – sie fungiert als internationaler Treffpunkt für strategischen Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ist damit auch Impulsgeber für Investitionsentscheidungen. Im Unterschied zu stärker spezialisierten Branchenmessen zeichnet sich die interpack durch ihre außergewöhnliche thematische Breite aus. Hier kommen unterschiedlichste Industrien zusammen – von Food und Fresh Produce über Non-Food bis hin zu industriellen Anwendungen. Diese Vielfalt eröffnet uns die Möglichkeit, Technologien branchenübergreifend zu denken und neue Einsatzfelder für bestehende Lösungen zu erschließen."
© CBC Communication/PolyclipIn den vergangenen Jahren hat sich die Interpack deutlich weiterentwickelt. Themen wie Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Automatisierung stehen heute klar im Fokus und prägen zunehmend die Innovationsagenda der gesamten Branche, so Dr. Alexander Giehl (im Bild).
Nachhaltigkeit, Produktschutz und Wirtschaftlichkeit
Die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ist momentan in aller Munde und nach Angaben des Managements von Poly-clip System ein wichtiger Schritt hin zu einer stärker kreislauforientierten Verpackungswirtschaft. Ziel dabei sei es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und europaweit einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen. "Insbesondere für die Obst- und Gemüsebranche sind die vorgesehenen Vorgaben zur Materialreduktion, und Recyclingfähigkeit sowie mögliche Einschränkungen bestimmter Einwegverpackungen von hoher Relevanz. Gleichzeitig befinden wir uns aktuell noch in einer Phase der Konkretisierung und Umsetzung, in der viele Unternehmen ihre bestehenden Verpackungskonzepte kritisch überprüfen und alternative Lösungen evaluieren", erläutet der CEO.
Aus Sicht von Poly-clip System besteht die zentrale Herausforderung darin, Nachhaltigkeit, Produktschutz und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Gerade bei frischen Produkten spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle für Haltbarkeit, Produktsicherheit und Logistik. "Wir verstehen die PPWR daher nicht ausschließlich als regulatorische Verpflichtung, sondern auch als Innovationsimpuls. Sie beschleunigt die Entwicklung materialeffizienter Verpackungslösungen, die zentrale Zielsetzungen der Verordnung unterstützen können – und genau hier sehen wir eine wesentliche Stärke Clip-basierter Verpackungssysteme.", so Giehl.
Energieverbrauch, Prozessstabilität und Ausbringungsleistung
Das Interesse am net-pak®-System, das auf der diesjährigen Fruit Logistica im Vordergrund stand, entwickelt sich sehr positiv. Im Nachgang zur Weltleitmesse beobachtet man eine steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Verpackungslösungen, die nicht nur einzelne Komponenten ersetzen, sondern den gesamten Verpackungsprozess optimieren. "net-pak® basiert auf einem vollständig aufeinander abgestimmten System aus Netz, Clip und Label. Dabei kommen unter anderem Zellulose-Netze, Papierlabels sowie – abhängig von Anwendung und regionaler Infrastruktur – biologisch abbaubare Clips zum Einsatz. Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt spielt vor allem die Effizienz in der Produktion eine zentrale Rolle: Durch den kalt verformten Clip entfällt ein energieintensiver Schweißprozess, was sich positiv auf Energieverbrauch, Prozessstabilität und Ausbringungsleistung auswirkt.
Vor dem Hintergrund der PPWR sieht Giehl zunehmendes Interesse insbesondere bei klassischen Netzprodukten wie Zwiebeln, Kartoffeln, Zitrusfrüchten oder Avocados. "Gleichzeitig erkennen wir Potenzial für neue Produktkategorien, in denen bislang andere Verpackungsformen eingesetzt wurden. Langfristig gehen wir davon aus, dass sich die Nachfrage nach integrierten, systemisch gedachten Verpackungslösungen weiter verstärken wird – vor allem dort, wo Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam betrachtet werden."
© CBC Communication/Polyclip
Dr. Alexander Giehl (l) stellte auf der Fruit Logistica u. a. den neuen Somi-Netzclipper vor.
Produktverpackung als integriertes System
Gerade im Fresh-Produce-Segment zeigt sich, dass Verpackung künftig noch stärker als integriertes System verstanden werden muss – mit dem Ziel, Produktschutz, Logistik, Automatisierung und Ressourceneinsatz gleichzeitig zu optimieren. Dabei wird sich Giehl zufolge kein einzelnes Material durchsetzen, sondern unterschiedliche Lösungen je nach Produkt, Marktanforderung und Infrastruktur.
Eine aktuelle holistische Nachhaltigkeitsbewertung der Endverpackungen, durchgeführt vom unabhängigen Institut Circular Analytics (Wien) im Auftrag von Poly-clip System, unterstreicht das Potenzial Clip-basierter Verpackungssysteme über verschiedene Anwendungen hinweg. Die Studie vergleicht unterschiedliche Verpackungskonzepte in realistischen Anwendungsszenarien und zeigt, dass – abhängig vom jeweiligen Vergleichssystem – deutliche Einsparpotenziale sowohl beim Materialeinsatz als auch bei den CO₂-Emissionen erzielt werden können. In besonders materialintensiven Vergleichsanwendungen wurden Reduktionen von bis zu 90 Prozent ermittelt, wie die Analyse zeigt.
Neben den ökologischen Anforderungen wächst auch der wirtschaftliche Druck weiter. "Steigende Energie-, Rohstoff- und Personalkosten erhöhen die Nachfrage nach automatisierten, stabilen und zugleich effizienten Verpackungssystemen. Als Technologieanbieter sehen wir unsere Rolle darin, diese Anforderungen zusammenzuführen: skalierbare Lösungen zu entwickeln, die unterschiedlichen Marktbedingungen gerecht werden und langfristig sowohl ökonomisch als auch ökologisch tragfähig sind", heißt es abschließend.
Besuchen Sie das Unternehmen auf der Interpack Düsseldorf: Halle 11 - E19
Weitere Informationen:
Dr. Alexander Giehl
Poly-clip System GmbH & Co. KG
Niedeckerstraße 1
65795 Hattersheim a. M.
Tel.: +49 6190 8886-0
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