Sie haben eine Software (Adblocker) installiert, der unsere Werbung blockiert.

Da wir die Nachrichten kostenlos zur Verfügung stellen, sind wir auf die Einnahmen aus unseren Werbebannern angewiesen. Bitte deaktivieren Sie daher Ihren Adblocker und laden Sie die Seite neu, um diese Seite weiter zu nutzen.

Klicken Sie hier für eine Anleitung zum Deaktivieren Ihres Adblockers.

App icon
FreshPublishers
In der App öffnen
ÖFFNEN
Belgien:

Neue Erkenntnisse über Sorten und Klimasubstratanbau Gewächshausblumenkohl

Obst- und Gemüseerzeuger, die im Winter keinen Anbau betreiben, können auf den gebrauchten Substratmatten Blumenkohl anpflanzen. Der Gewächshausanbau von Blumenkohl ist energiearm und passt in der Regel gut in die Zeit vor der Aussaat einer Sommerkultur, beispielsweise von Gurken. Aus demselben Grund führte die Proefstation voor de Groenteteelt (Forschungsstation für Gemüseanbau) diesen Winter einen Anbau in zwei Gewächshäusern durch. Die Bildungsabteilung wollte dem Ganzen etwas Interessantes für die Branche hinzufügen und machte daraus gleich einen Versuch. „Der Versuch lieferte sehr schöne Ergebnisse", erzählt die Referentin Ilse Leenknegt. „Deshalb haben wir in letzter Minute beschlossen, eine Vorführung zu veranstalten. Die Vorführung wurde von Erzeugern aus Belgien und den Niederlanden gut angenommen."

© Proefstation voor de Groenteteelt

Bei der Versuchsstation für Gemüseanbau werden bereits seit Jahren Versuche mit dem Anbau von Blumenkohl im Gewächshaus durchgeführt. Traditionell liegt der Schwerpunkt dabei auf dem Anbau in Erde, doch immer mehr Erzeuger bauen Blumenkohl auch auf Substrat an. „Wir sehen Interesse von Gurkenerzeugern, mittlerweile aber auch aus anderen Anbaubereichen. Manchmal suchen Erzeuger aufgrund hoher Energiepreise nach einer Alternative, manchmal handelt es sich um Erzeuger, die am Ende ihrer Karriere nach einer weniger arbeitsintensiven Kultur suchen."

© Proefstation voor de Groenteteelt

Sortenversuche speziell für den Substratanbau
Erzeuger, die sich für den Substratanbau von Blumenkohl entscheiden, verfügen oft über etwas neuere, technisch fortschrittlichere Gewächshäuser als ihre Kollegen im bodengebundenen Anbau. „In neueren Gewächshäusern fällt zum Beispiel oft mehr Licht ein. Beim Substratanbau entsteht ein trockeneres Klima. Alles ist dicht mit Plastik abgedeckt, während bei der Bodenanbauweise die Pflanzen etwas leichter mit Feuchtigkeit versorgt werden."

Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass es wichtig ist, Sortenversuche durchzuführen, die auf diese spezifische Anbaumethode zugeschnitten sind. Die Erzeuger streben bei ihrem Anbau eine Streuung des Erntezeitpunkts an. „Dafür reicht es manchmal nicht aus, jede Woche eine Pflanzung vorzunehmen", weiß Ilse. „Manchmal reifendie Sorten dennoch zusammen, wodurch es doch zu Produktionsspitzen kommen kann, die ein Erzeuger eigentlich vermeiden wollte."

© Proefstation voor de Groenteteelt

Anbau beschleunigen mit begrenztem zusätzlichem Energieeinsatz
Im Versuchsanbau wurden verschiedene Sorten in zwei Parzellen von je 150 m² verglichen, wobei auch zwei Klimazonen verglichen wurden. Die Sorten wurden auf gebrauchten Steinwollmatten aus einem Gurkenanbau angebaut. Neben Sortenunterschieden fiel auch auf, dass es möglich ist, den Anbau zu beschleunigen, indem man doch noch etwas Energie investiert.

Bei einer Anzucht mit einer Mindestnachttemperatur von sechs Grad und einer Tagestemperatur von zehn Grad konnte eine Woche früher geerntet werden als bei der Anzucht, die lediglich frostfrei gehalten wurde. Das ist nicht unwichtig, vor allem wenn ein Erzeuger die Ernte abgeschlossen haben möchte, bevor beispielsweise eine neue Gurkenanzucht gepflanzt werden muss.

© Proefstation voor de GroenteteeltEinzigartiges Produkt
Mit der Demonstration wollen die Forscher Erzeugern, die sich auf den Substratanbau von Blumenkohl orientieren, neue Anhaltspunkte bieten. Im kommenden Herbst wird geprüft, ob wieder eine Kultur angepflanzt werden kann, wobei die Forschungsstation dann noch früher beginnen möchte, um Ende März fertig zu sein. „Diese Frage wurde uns während der Besichtigung durch die Erzeuger gestellt."

Die Erzeuger, die diesen Winter Gewächshaus-Blumenkohl angebaut haben, erzielten gute Preise für ihr Produkt. Ilse weist darauf hin, dass die Preisbildung vom Angebot aus dem Freilandanbau abhängt. Wenn dort ausreichend Angebot vorhanden ist, wie im vergangenen Jahr, liegen die Preise für Gewächshaus-Blumenkohl ebenfalls niedriger. In diesem Jahr gab es weniger Angebot aus dem Freilandanbau. Das ist dann zum Vorteil der Gewächshauserzeuger. Die Erzeuger, die auf Substrat anbauen, haben die Ernte inzwischen abgeschlossen. Erzeuger mit Freilandkulturen ernten oft noch bis Mitte Mai. Der Gewächshaus-Blumenkohl mit seinem unverwechselbaren Geschmack ist also noch eine Weile erhältlich.

© Proefstation voor de Groenteteelt

Weitere Informationen:
Proefstation voor de Groenteteelt
[email protected]
https://www.proefstation.be/

Verwandte Artikel → See More