Nathalie Bellutti und Walter Steger als neue Führungsvorsitzende gewählt

Neue Doppelspitze bei Bioland Südtirol

Einen idealen Obmann bzw. eine Obfrau kann man sich nicht zurechtschnitzen, meinte auf der Mitgliedervollversammlung von Bioland Südtirol die Traminer Winzerin Nathalie Bellutti. Sie hatte interimsbeauftragt die Stellung der Obfrau inne, nachdem Toni Riegler als Vorsitzender im Herbst 2022 seinen Rücktritt eingereicht hatte. Die künftigen Geschicke von Bioland Südtirol werden sie und der Ahrntaler Biolandwirt und Hotelier Walter Steger im Kollektiv gestalten.

„Wir wollen den zeitlichen und energiemäßigen Führungsaufwand unserer auf über 1000 Mitglieder angewachsenen Genossenschaft auf mehrere Schultern verteilen,“ so Bellutti. So würden sich Aufgaben und Verantwortung in gemeinsamer Absprache gut verteilen und gestalten lassen. 

Eine Entscheidung, der die Mitgliedervollversammlung einheitlich zustimmte und die den Anforderungen an heutige ehrenamtliche Tätigkeiten Rechnung trägt: wachsende Bürokratisierung, hohe Verantwortung und Netzwerken auf vielen Ebenen verlangen ein hohes Maß an Einsatz und Bereitschaft. Nathalie Bellutti und Walter Steger wollen dies gemeinsam angehen: „Die Zeit wird zeigen, wie wir uns konkret die Aufgaben teilen, mit Demut und Humor kann es jedoch gelingen,“ so Walter Steger. Die Rahmenbedingungen seien spannend, denn Bioland Südtirol wolle auch weiterhin – wie in den letzten 30 Jahren – aktiv Südtirols Land- und Lebensmittelwirtschaft mitgestalten. 

Gleichzeitig mit der neuen Doppelspitze wurde auch der Verwaltungsrat aufgestockt. Mit dem Gründer von Biokistl Ulrich Gamper, dem Schnalstaler Biolandwirt Johann Tappeiner und dem Schlanderser Obstbauern Leonhard Wellenzohn gibt es tatenkräftigen und erfahrenen Zuwachs im erweiterten Führungsgremium von Bioland Südtirol. 

Landesrat Schuler: Gute Konzepte
Dass Bioland Südtirol ein lebendiger und akiver Verein sei, bestätigte Landesrat Arnold Schuler: „Bioland bringt immer wieder gute Konzepte und Ideen ein und fordert uns Politiker heraus, auf Augenhöhe zu agieren.“ Vor allem der Tourismus- und Gastgewerbebereich sei in zunehmendem Maß interessant für Bioland, mit dem Projekt „Bio – Fair – Südtirol“ sei man auf gutem Weg, mehr regionale Bioprodukte in die lokale Hotelküche zu bringen. Mit der Touristikfachfrau Manuela Zischg erhält dieser Bereich bei Bioland Südtirol deutlich mehr Sichtbarkeit.

Rolle der Frau immer wichtiger
Die Rolle der Frau als treibende Kraft in der Biolandwirtschaft sei nicht nur eine gefühlt wichtige, sondern mittlerweile auch wissenschaftlich erforscht, erläuterte Julia Fischer, Biolandbäuerin in Klerant St. Andrä und Gruppensprecherin der Viehwirtschaft Eisacktal. Die Bäuerin trage massiv dazu bei, dass Höfe multifunktional und biodivers bewirtschaftet werden, mit Urlaub am Bauernhof, sozialen und solidarischen Konzepten oder neuen Ideen in der Vermarktung. „Frauen hinterfragen das Herkömmliche, das Konventionelle und setzen auf Neues, das sie kreativ und innovativ umsetzen,“ so Julia Fischer in ihrem Impulsvortrag. 

Weitere Informationen:
www.bioland.de/suedtirol 


Erscheinungsdatum:



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