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Spargel-Update KW 19:

'Spargelabsatz im Süden fehlt, positive Zwischenbilanz im Norden'

Die heimische Spargelkampagne befindet sich nun in der zweiten Saisonhälfte. Traditionell wird das Edelgemüse bis zum Johannistag, den 24. Juni, gestochen und vermarktet. Doch das Zwischenfazit schaut je nach Anbauregion unterschiedlich aus. FreshPlaza.de hat die aktuellen Marktkommentare aus mehreren Bundesländern aufgelistet. 

Pfalz: Nachfrage fehlt
Die Spargelbauern in der Pfalz sind verzweifelt: Die Saison, die vor vier Wochen begann, läuft gar nicht gut. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Spargel-Umsatz um 10-15 Prozent zurückgegangen, berichtet der SWR. "Viele Stammkunden, die in den vergangenen Jahren dreimal in der Woche in den Hofladen kamen, bleiben weg. Auch das Oster-Geschäft lief in diesem Jahr wie an einem stinknormalen Samstag", so Alexandra Walter vom Spargelhof Walter in Gönnheim.

Die Spargelpreise befinden sich wegen der vollen Kühlhäuser im Sinkflug. Das sei schon aberwitzig, klagt die Spargelanbauerin: "Überall klettern die Preise – und wir in der Landwirtschaft müssen trotz steigender Kosten die Spargelpreise senken, um überhaupt noch Umsatz zu machen.“

Saarland: Zögerlicher Abverkauf
Der Verkauf des Edelgemüses läuft auch im Saarland bislang eher zögerlich. "Wir kämpfen dieses Jahr mit dem Spargelabsatz", sagt Katharina Bernauer, Betriebsleiterin des Erdbeerlandes Ernst&Funck in Heusweiler, gegenüber SR.de. Der April sei ganz schwach gewesen. Seit den letzten zwei Wochen habe der Verkauf etwas angezogen. "Es konzentriert sich aber sehr aufs Wochenende."

Brandenburg: Zwangsläufige Flächenreduzierung bei Großbetrieben
Zur Halbzeit der diesjährigen Spargelsaison beklagen mehrere Spargelbauern in Sübrandenburg zu niedrige Absätze, trotz guter Ernte. Zu den vom rbb befragten Betrieben gehören der Spargelbetrieb Kaltschmidt in Preschen (Spree-Neiße), der Spreewaldbauer Ricken in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) und die Sallgaster Spargelbau GmbH (Elbe-Elster). 50 Prozent ihrer Flächen hat die Sallgaster Spargelbau GmbH bereits aus der Produktion genommen, weil der Absatz zu gering sei, so Geschäftsführer Eckhard Kuhl. "Wir merken es an der Direktvermarktung, wir merken es an der Zulieferung an den Lebensmitteleinzelhandel, die Bevölkerung ist zurückhaltend beim Spargeleinkauf", so Kuhl.

Hessen: Inflation und Preisaufschläge beeinträchtigen Spargelabsatz
In Rheinhessen wird laut dem SWR in diesem Jahr weniger Spargel verkauft als im vergangenen Jahr. Und das, obwohl die Qualität besser ist, so der Bauern- und Winzerverband. Verbraucher würden aufgrund der Preissteigerungen und der Inflation offenbar ihr Geld zusammenhalten, sagt Andreas Köhr, Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd. In Supermärkten gebe es spanischen, italienischen oder chilenischen Spargel – und dieser sei günstiger, obwohl das Gemüse noch nach Deutschland transportiert werden müsse. Aus Sicht des Bauern- und Winzerbandes liegen die Preisunterschiede unter anderem daran, dass der Mindestlohn und die Produktionskosten in den anderen Ländern niedriger sind. Dabei lohnt es sich laut Köhr, jetzt rheinhessischen Spargel zu kaufen. Das schöne Wetter lasse ihn gut wachsen.

Schleswig-Holstein: Kaufzurückhaltung ist verschwunden 
Im Land Schleswig-Holstein sei die Zwischenbilanz eher positiv. "Die anfängliche Kaufzurückhaltung ist verschwunden. Mehr und mehr Verbraucher greifen jetzt zu", schreibt die Landwirtschaftskammer.  Wegen des bisher relativ kühlen Wetters seien noch keine riesigen Mengen auf den Markt gekommen. "Aber die Ernte läuft jetzt auf Hochtouren, und wir hoffen natürlich, dass die Verbraucher ihre Nachfrage noch steigern." Die verkaufsstarken Tage stünden jetzt bevor, etwa Christi Himmelfahrt und die weiteren Wochenenden sowie Pfingsten. Die Preise liegen nach Angaben der Landwirtschaftskammer aktuell auf Vorjahresniveau bei 12 bis 13 Euro je Kilogramm für die beste Qualität bei Direktvermarktung.


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