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Christian Müller, Reichenau-Gemüse eG, zur Entwicklung des Erwerbsgartenbaus

"Trend hin zu klein portioniertem Gemüse wird meines Erachtens weiter anhalten"

"Heutzutage beläuft sich unser Bio-Anteil auf über 40 Prozent des Gesamtumsatzes und wir hoffen, dass wir dieses Jahr die 50 Prozent-Grenze erreichen werden", berichtet Christian Müller, stellvertretender Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG. Durch die gewaltige Entwicklung der Bio-Sparte gehört die Reichenau-Gemüse eG derzeit zu den führenden Anbietern heimischer Bio-Erzeugnisse in Deutschland.

Inwiefern sich die jetzigen Kostensteigerungen schlussendlich auf die Verbraucherpreise am Point of Sale auswirken werden, lässt sich gemäß Müller zu Saisonbeginn schwer beurteilen. "Überall in der Presse heißt es einstimmig 'Lebensmittel werden teurer – allen voran Frischgemüse'. Durch den steigenden Mindestlohn, die CO2-Besteuerung und die angespannte Energielage ist die Produktion eindeutig teurer geworden. Wenn ich mich an den heutigen Notierungen der Importsalate orientiere – ob aus Südeuropa oder Belgien – sehe ich ehrlich gesagt bisher kaum Bewegung in der Preisbildung. Solange genügend Menge vorhanden ist, funktioniert noch der Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage. Dieser wirkt stärker als die Kostensituation in den Betrieben. Allerdings darf dies nicht darüber hinweg täuschen, dass die Kostensteigerung über den Preis aufgefangen werden muss. Ansonsten ist ein wirtschaftliches Arbeiten in den Betrieben nicht mehr möglich. Insofern wird 2022 ein entscheidendes Jahr für alle werden."

Müller weist zudem auf die steigende Inflationsrate hin, welche ebenfalls eine ausschlaggebende Rolle spielen könnte. "Der Endverbraucher hat jetzt im Hinblick auf die andauernde Corona-Krise zwei Jahre Entbehrung hinter sich. Viele haben erstmals auf ein neues Auto oder sonstige Luxusgüter verzichten müssen. Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass man jetzt vermehrt auf regionale Erzeugnisse, eventuell auch in Bio-Qualität, zurückgreifen wird, weil man sich selbst und der Familie etwas Gutes tun möchte. Insofern wird sich die Entwicklung meines Erachtens eher positiv auf die Vermarktung auswirken."

Wachstumspotenzial bei Fruchtgemüse
In den letzten Jahren habe sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher spürbar verändert und somit auch der Bedarf an den einzelnen Gemüsekulturen. Müller: "Ich sehe nach wie vor Wachstumspotenzial bei den Gemüseprodukten, die einfach in der Zubereitung und klein portioniert sind. Die Rede ist vor allem vom klassischen Fruchtgemüse, etwa Tomaten, Gurken und Paprika. Dieser Trend hin zu klein portioniertem Gemüse wird meines Erachtens weiter anhalten, zumal die Anzahl der Single-Haushalte ein stetiges Wachstum verzeichnen und das Thema Fleischkonsum zunehmend kritisch gesehen wird. Die genannten Produkte entsprechen diesem Trend, weil sie eben schlechthin für den schnellen Zwischendurch-Verzehr geeignet sind."

Dementsprechend liege Mini-Gemüse weiterhin im Trend, wobei der Geschmack Müller zufolge ausschlaggebend sei und den Mehrpreis rechtfertigen soll. Bei den Salaten lässt sich hingegen kein Trend hin zu kleineren Stückgewichten beobachten, stattdessen wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Salatarten am Markt eingeführt. "Der Salanova wird zwar immer noch produziert und vermarktet, der große Hype scheint aber vorbei zu sein. Währenddessen sind Wildkräutersalate in Bioqualität momentan sehr gefragt, vor allem in der Gastronomie. Ansonsten sehe ich aber keine nennenswerten Sortentrends im Bereich Salate."

Bilder: Reichenau-Gemüse eG 

Den vollständigen Artikel können Sie in unserer neulich erschienen Sonderausgabe des Printmagazins Primeur lesen. 

Weitere Informationen:
Christian Müller
Reichenau-Gemüse eG
Marktstraße 1
78479 Insel Reichenau
Deutschland
Tel.: +49 (0) 7534 9200-0
Fax: +49 (0) 7534 9200-20
Mail: info@reichenaugemuese.de 
Web: www.reichenaugemuese.de 


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