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Nils Riel, Fruchthandel Riel, zum Saisonauftakt der spanischen Spargelkampagne

"Übersee-Importe sind derzeit notwendig, um dem europäischen Bedarf gerecht zu werden"

Die europäische Spargelsaison nimmt momentan rasch Fahrt auf: Auch aus dem spanischen Anbaugebiet Granada wird bereits rege importiert, wie Nils Riel, Produktspezialist beim gleichnamigen Fruchthandelsunternehmen mit Sitz in Kehl am Rhein uns mitteilt. "Durch die Kältewelle in Südeuropa kommt auch die spanische Kampagne dieses Jahr etwas langsamer ins Rollen, ansonsten blicken wir auf einen üblichen Saisonstart zurück." 

Ergänzend zu den ersten Chargen aus Spanien wird nach wie vor mexikanischer Flugspargel gehandelt. Seit dem 11. März müssen bereits Importzölle bezahlt werden, skizziert Riel. "Die mexikanische Versorgung geht nun saisonüblich zur Neige und wir rechnen in etwa 2-3 Wochen mit den letzten Lieferungen. Abhängig von der Kundenstruktur des jeweiligen Abnehmers wird Flug- oder europäischer Spargel gehandelt. Für uns ist es jedenfalls angenehmer gleichzeitig mit beiden Herkünften zu handeln, weil wir im Falle eines Versorgungsengpasses in einem Ursprungsland auf das andere Land ausweichen könnten. Kurz gefasst sind Übersee-Importe derzeit notwendig um dem europäischen Bedarf gerecht zu werden, obwohl immer noch Ware fehlt."


Spanischer Grünspargel der Marke Espaceite im 500g-Bund. Spanische Ware liegt bei über 3,00 Euro/Bund im Verkauf, mexikanische Ware wird zu 2,50-2,70 Euro/Bund gehandelt.

Durch die Nähe zu den USA wird ein wesentlicher Teil der mexikanischen Spargelernte nach wie vor ins Nachbarland exportiert, weiß Riel. "Aufgrund der logistischen Herausforderungen hat es auch in Mexiko dieses Jahr weniger Menge gegeben, weshalb der exportfähige Teil für den europäischen Markt im Vergleich zu anderen Jahren geringer war." Den Umständen entsprechend seien auch die Transport- und Flugkosten erheblich höher gewesen. "Dieses Phänomen sehen wir bereits seit einigen Jahren. Durch Corona ist zusätzlich ein wesentlicher Teil der Flugkapazitäten weggefallen. Dementsprechend wurden auch die Handelspreise in Sachen Überseespargel nach oben getrieben."

Ergänzung statt Wettbewerb
Gleichzeitig zum Saisonauftakt in Spanien stoßen auch die ersten italienischen, griechischen und demnächst auch ungarischen Spargelmengen auf den deutschen Markt. Riel: "Wir haben in den letzten Jahren eher eine gegenseitige Ergänzung statt einem Wettbewerb beobachtet. Jede Herkunft hat so seine Wochen, in denen sie intensiver verkauft wird. In der Regel können die unterschiedlichen Herkünfte problemlos gehandelt werden. Insofern sehen wir bis auf die eine oder andere Woche während der europäischen Spargelsaison keine großen Übermengen, weder beim Grün- noch Bleichspargel."

Verlagerung von Großmärkten zum LEH
Die Pandemie hat sich bekanntlich auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher und somit auf die Handelsstrukturen ausgewirkt. "Unter dem Strich haben wir in der letztjährigen Saison mehr Spargel verkaufen können, weil die Privatpersonen mehr zu Hause gekocht haben. Generell hat es eine spürbare Verschiebung von den Großmärkten in den LEH hinein gegeben", blickt Riel auf das zurückliegende, Corona-geprägte Jahr zurück. Längerfristig habe sich der Spargel gemäß Riel tendenziell vom Premiumartikel zum Produkt für die breite Masse entwickeln können.

Streiks in Südspanien
Trotz der erhöhten Logistikkosten gehe man dieses Jahr vorerst von einer guten Spargelsaison aus. "Was noch eine Rolle spielen könnte, sind die Streiks (FreshPlaza berichtete) die momentan nicht nur in Andalusien sondern auch an den Flughäfen, etwa in Frankfurt, stattfinden. Im Falle angekündigter Streiks kann man entsprechend vordisponieren, bei spontanen Streiks man die Ware anderweitig beschaffen, was leider nicht immer möglich ist", kommentiert man abschließend. 

Weitere Informationen:
Nils Riel
Riel Fruchthandel
Hauptstraße 95
D - 77694 Kehl
Tel.: 0049- 7851 / 9110
Fax: 0049- 7851 / 911200
Mail: info@rielfruchthandel.com 
www.rielfruchthandel.com  


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