Gian Piels, Nedcool, über die Forschung zur Lagerung von Birnen:

"Wir schnuppern sozusagen an der Birne und wollen die verschiedenen Gase aus der Frucht genauer analysieren"

Gian Piels, Inhaber des Kühlunternehmens Nedcool in Kerkdriel, will schon bereits seit einiger Zeit untersuchen, wie Birnen besser vor Verderb geschützt werden können. "Die Lagerung von Birnen kann verbessert werden. Mit einer neuen Ausrüstung und Software, die von Environmental Monitoring Systems (EMS) aus Sint-Annaland in den Niederlanden entwickelt wurde, wollen wir untersuchen, was gekühlte Birnen ausstoßen. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Wageningen University & Research (WUR) werden wir die Daten analysieren und herausfinden, was zur Lagerfähigkeit von Conferece-Birnen beiträgt und was nicht", erklärt er im Fruitpact-Newsletter.

Nedcool verfügt über 84 Kühlhäuser, von denen die meisten ganzjährig für die Lagerung von Conference-Birnen genutzt werden. "Wir glauben, dass die Lagerung von Conferencebirnen nachhaltiger gestaltet werden kann, aber die Frage ist, wie man das optimieren kann. Fruitpact beriet und unterstützte uns bei der Einreichung eines Zuschussantrags beim Regionalen Investitionsfonds für die Forschung in diesem Bereich, der bewilligt wurde."

"Seit dieser Kühlsaison sind alle Kühlhäuser mit Conference-Birnen mit von EMS entwickelten Geräten ausgestattet. Bisher haben wir uns nur mit der Konservierung von Birnen durch Ultra Low Oxygen-Lagerung und mit der Menge an CO2 beschäftigt, die die Birne beim Kühlen abgibt. Mit den von EMS entwickelten Geräten können wir viele weitere Substanzen, die die Birne ausstößt, genau unterscheiden. Wir schnuppern sozusagen an der Birne und wollen die verschiedenen Gase der Frucht genauer analysieren. Auf diese Weise können wir feststellen, ob es einen bestimmten Stoff oder bestimmte Stoffe gibt, die uns mehr darüber verraten, wie die Haltbarkeit der Conferencebirne optimiert werden kann. Das Besondere an diesem praktischen Aufbau ist, dass wir viele Zellen gleichzeitig überwachen. Das führt schnell zu einer großen Datenmenge."

Die Zusammenarbeit zwischen Praxis, Technik und Wissenschaft ist ein langfristiges Projekt. "Wir wollen mindestens drei Jahre lang Daten sammeln und auswerten. Mehrere Jahre, weil man z. B. mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zu kämpfen hat. Es lassen sich sowohl positive als auch negative Korrelationen zwischen den festgestellten Emissionen und der Lagerdauer der Birne feststellen. In den kommenden Jahren möchten wir unsere Forschung vertiefen und herausfinden, wie wir kontrolliert handeln können. Dabei werden wir prüfen, welche Stoffe hinzugefügt werden können und welche besser weggelassen werden sollten. Die Forschung hat in dieser Kühlsaison begonnen, aber zu Beginn müssen die Messgeräte natürlich noch regelmäßig justiert werden. EMS selbst hat viel in die Entwicklung der Software und der Messgeräte investiert, und mit dem Beitrag des RIF konnten wir helfen. Mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter des EMS und der WUR dienen als Wissensquelle und werten die Daten aus. Wir sind gespannt, was die Birne uns sagen kann. Warum bleiben Birnen aus dem einem Kühlhaus grüner und die aus dem anderen Kühlhaus härter? Doch bis dahin werden noch viele Jahre vergehen."

Quelle: Fruitpact


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet