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Klemens Morguet (Lisdorfer Handels GmbH) über den Beginn der Saison:

"Ab -5°C wird's für den Saarländischen Löwenzahn problematisch"

Der erste regionale Löwenzahn aus dem Saarland stößt diese Woche auf den Markt. "Die letzten Salate werden nun geschnitten, sodass man sich nun voll und ganz der Aufzucht der Löwenzahnpflanzen widmen kann. Denn der Treibprozess des Löwenzahns ist besonders zeitaufwändig", weiß Klemens Morguet, Geschäftsführer der Lisdorfer Handels GmbH, der das Blattgemüse von drei regionalen Erzeugern im Saarland bezieht. 

Kältewelle wäre desaströs
Noch seien die Wetterbedingungen für den Löwenzahn optimal, fügt Morguet hinzu. "Der Löwenzahn wird zwar mit Vlies abgedeckt, dennoch ist die Kultur recht wetterabhängig. Ab 5 Grad im Minusbereich wird es für den Löwenzahn schon problematisch, weshalb eine kurze Kältewelle bereits desaströs wäre."

Saarländischer Löwenzahn wird derzeit um 16-17 Euro/kg im Endverkauf angeboten. Vermarktet wird er überwiegend lose in 2kg-Steigen. 

Reges Interesse im Handel
Als regionales Highlight sei der Löwenzahn nach wie vor beliebt im Handel, beobachtet Morguet. "Sobald die regionalen Salate komplett zur Neige gehen - schätzungsweise in 2-3 Wochen - gibt es normalerweise einen spürbaren Aufstieg in der Vermarktung. Gleiches gilt für die Weihnachtszeit, in der das Gemüse bei vielen Verbrauchern wohl etwas höherpreisiger sein darf. Ab der Fastnacht bis hin zum Saisonausklang um Ostern herum ist aber mit Abstand der stärkste Vermarktungszeitraum."

Parallel zum regionalen Produkt wird nach wie vor französische Importware angeboten. "Die Treibware ist preislich vergleichbar mit unserer Ware, zudem wird aber auch eine grobere und somit günstigere Variante angeboten", erzählt Morguet auf Nachfrage. Obwohl die Franzosen deren Ware in der Regel ganzjährig vertrieben, habe es auch hier aufgrund von Corona und fehlenden Arbeitskräften eine geringe Menge als sonst gegeben. "Längerfristig wird die französische Anbaufläche spürbar runter schrumpfen, gleiches gilt leider für den saarländischen Anbau. Schätzungsweise ist die regionale Anbaufläche in den letzten 10 Jahren um 40-50% zurückgegangen."


Nebst Löwenzahn wird aktuell ebenfalls saarländischer Grünkohl im Handel angeboten / Bild: Lisdorfer Handels GmbH

Rückgängige Anbaufläche
Nichtsdestotrotz gelte das Blattgemüse nach wie vor als Vorzeigeprodukt im regionalen Frischehandel, so Morguet. "Vor allem auf den Wochenmärkten findet das Produkt guten Anklang. Im Supermarktregal ist der Löwenzahn etwa aufgrund der hohen Luftempfindlichkeit nicht selten nur einen Tag haltbar. Dementsprechend tut man sich in der Vermarktung eher schwer."

Trotz der Herausforderungen seitens der Erzeugung sowie der Vermarktung wird es gemäß Morguet in den kommenden Jahrzehnten noch saarländischen Löwenzahn geben. "Einer unserer insgesamt drei Erzeuger kommt jetzt langsam ins Rentenalter und wir hoffen, dass die Nachfolge rechtzeitig gesichert wird. Sonst hätten wir immer noch zwei Produzenten, die das Produkt mit viel Leidenschaft und Herzblut für uns erzeugen", heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Lisdorfer Frischgemüse Handelsgesellschaft m.b.H.
Klemens Morguet
Überherrnerstraße 17
D-66740 Saarlouis
Telefon:+ 49 (0) 6831 40621
Großmarkt Saarbrücken:+ 49 (0) 681 67679
E-Mail: info@lfg-lisdorf.de   
Internet: www.lfg-lisdorf.de    


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