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Spanische Regierung will EU-Kältebehandlung von südafrikanischen Zitrusfrüchten

Der spanische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, und der Minister für Industrie, Handel und Tourismus, Reyes Maroto, haben die Europäische Kommission aufgefordert, Zitrusfrüchte beim Import aus Drittländern als "sehr empfindliches" Produkt zu betrachten. Sie fordern die Kommission auf, keine Zugeständnisse mehr zu machen.

Angesichts der bevorstehenden Überprüfung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen der Europäischen Union (EU) und der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, einschließlich der Republik Südafrika (SADC), haben beide Minister ein gemeinsames Schreiben an die zuständigen Kommissionsmitglieder für Landwirtschaft, Janusz Wojciechowski, Handel, Valdis Dombrovskis, und Gesundheit, Stella Kyriakides, gerichtet.

Lesen Sie hier den an die EU-Kommission gerichteten Brief. 

In ihrem Schreiben erinnern Planas und Maroto daran, dass der spanische Anbau dem anspruchsvollen europäischen Produktionsmodell unterliegt und dass aufgrund der fehlenden Gegenseitigkeit in den Handelsabkommen "die nächste Überarbeitung des Abkommens keine zusätzlichen Zugeständnisse für Zitrusimporte vorsehen sollte".

Der spanische Anbau und Export von Zitrusfrüchten ist für den spanischen Agrar- und Ernährungssektor von entscheidender Bedeutung und hat direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft der Anbaugebiete.

Seit der Unterzeichnung des Abkommens hat Südafrika seine Zitrusexporte in die EU durch die Erhöhung des Anbaupotenzials und die Verlängerung des Produktionszeitraums deutlich gesteigert. "Der südafrikanische Anbau hatte aufgrund seiner Lage auf der Südhalbkugel einen komplementären Charakter, der nun aber ausgebaut wird", so die spanische Regierung.

Anfang dieses Monats, nachdem die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihren Bericht vorgelegt hatte, richtete Minister Planas ein Schreiben an Kommissarin Kyriakides, in dem er die Kommission aufforderte, hinsichtlich der phytosanitären Bedingungen für die Einfuhr von Zitrusfrüchten wachsam zu bleiben.

In seinem Schreiben erklärte der Minister, dass nach dem wissenschaftlichen Ergebnis des EFSA-Berichts die von Südafrika ergriffenen Maßnahmen zur Verhinderung des Eindringens des Orangenbaumfalters oder falschen Apfelwicklers (Thaumatotibia leucotreta) in die EU dafür nicht nur unzureichend sind, sondern auch nicht richtig angewendet werden.

Er forderte die Europäische Kommission zur Überprüfung ihres Kontrollsystems auf, und es durch eine Kältebehandlung zu ersetzen, die für Zitrusimporte aus Ländern erforderlich ist, in denen der Schädling gefunden wird.

Der spanische Zitrussektor erwirtschaftet durchschnittlich 2,5 Milliarden Euro pro Jahr und macht 4,9% der spanischen Agrarproduktion und 32,5% der Obstproduktion aus. Spanische Zitrusbauern ernten 60% der gesamten Zitrusfrüchte in der EU, wodurch Spanien der wichtigste Zitrusproduzent in der EU und der fünftgrößte Zitrusproduzent der Welt ist.


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