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Pieter Gabriëls zur neuen Bejo/DGS Sä-Schalotte Innovator:

"Schalotten sollen nicht nur für eine kleine Zwiebel gehalten werden"

Nach jahrelanger Züchtungsarbeit präsentieren Bejo und De Groot & Slot eine Sä-Schalotte mit hoher Resistenz gegen Falschen Mehltau auf dem Markt. Die Sorte namens Innovator ist die erste ihrer Art. Wir sprachen mit Bejo Deutschland-Geschäftsführer Pieter Gabriëls über die Entwicklung.

Resistenzen sind ein wichtiges Thema auf dem Zwiebelmarkt, sowohl für konventionelle als auch Bio-Zwiebeln, aber nicht der einzige Aspekt, der in die Züchtung miteinfließt: „Man spricht viel über Resistenzen, aber für Erzeuger von konventionellen Zwiebeln und Schalotten sind Ertrag und Lagerfähigkeit die wichtigsten Attribute. Dann folgen die Resistenzen, denn es gibt immer weniger Pflanzenschutzmittel, die den Erzeugern zur Verfügung stehen.“ Die Innovator sei hochresistent gegen Falschen Mehltau, das heißt auch im Falle eines Befalles schlage sie sich besser als bekannte Sorten.


Holger Pohl und Pieter Gabriëls am Stand von Bejo auf der expoSE 2019

Für Biobauern spielt diese hochresistente Sorte noch eine größere Rolle: „Im Fall der Bioproduktion sind Resistenzen wie diese sogar die oberste Priorität. Ohne Spritzmittel sind die Erzeuger abhängig von Resistenzen gegen Krankheiten und Insekten.

Die Arbeit ist jedoch noch nicht getan, auch an anderen Resistenzen, beispielsweise gegen Fusarium, muss weiter geforscht werden. „Die Anbaufläche für Zwiebeln in Nordwesteuropa wird immer größer, dementsprechend wächst auch der Krankheitsdruck.“

Nicht nur eine „kleine Zwiebel“
Ein weiterer Vorteil der Innovator sei die ausgeprägte Farbe und gleichmäßig längliche Bulbe: „Schalotten zeichnen sich geschmacklich durch ihre Süße und Schärfe aus, deshalb werden sie beim Verbraucher sehr geschätzt. Damit dieser die Schalotte im Laden aber auch als solche erkennt, ist auch die Form wichtig. Eine längere Bulbe sorgt dafür, dass die Schalotten nicht nur für eine kleine Zwiebel gehalten werden“, erklärt Gabriëls. Auf Seite der Vermarktung sei das auch wichtig für die Wertschöpfung des Produktes.

Die Züchtung der Innovator begann bereits in den 80er Jahren. Wie schafft man es eine Sorte zu kreieren, die auch 30 Jahre später noch Marktrelevant ist? „Natürlich ist die Hochresistenz gegen Falschen Mehltau nicht der einzige Faktor, der in die Züchtung miteinfließt. Die Anfänge der Innovator liegen in den 80er-Jahren, wir haben im Zuge der natürlichen Züchtung, Kreuzung und Selektion aber zusätzlich Charakteristika wie Wüchsigkeit, längliche Form, mehrere Wachstumspunkte, Trockensubstanzgehalt, Härte und eine gute Schalenqualität entwickelt. So ist die Sorte auch perfekt an die Marktansprüche von 2021 angepasst.”

Immer noch kleiner Anteil der Produktion
Der Anteil von Schalotten im deutschen Anbau sei, so Gabriëls, noch immer recht klein. „Sowohl rote Zwiebeln als auch Schalotten liegen in ihrem Anteil an der Gesamtmenge noch unter 10%, wir sehen jedoch ein interessantes Wachstum. Die Konsumenten denken mehr über das Kochen und ihre Gesundheit nach, Schalotten etablieren sich als hochwertige Alternative zu Zwiebeln.“

Es liegt also im Interesse von Bejo, eine Sä-Schalotten zu entwickeln, die diesen Trend auch für Erzeuger zugänglich macht. „Unsere Innovator-Schalotten erzielen ein einheitlicheres Endprodukt und lassen sich besser lagern. So sind die Schalotten vergleichbar mit den Zwiebeln und auch für die Erzeuger attraktiver.“

Für weitere Informationen:
Pieter Gabriëls
Bejo Samen GmbH
Danziger Straße 29
47665 Sonsbeck
T +49 2838 98989-0
info@bejosamen.de 
www.bejosamen.de/ 


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