Marco Ortega, Geschäftsführer von Kion Export: "Wir haben für 2021 15% mehr angepflanzt"

Die steigende, globale Nachfrage nach Bio-Ingwer rückt Peru als Anbieter in den Fokus

Peru hat in den vergangenen Jahren auf dem globalen Ingwermarkt Fuß gefasst. Inzwischen ist das Land der viertgrößte Ingwerexporteur. Die Nachfrage ist im vergangenen Jahr wegen der Covid-19 Pandemie stark gestiegen, weil die Leute gesünder essen.

Eines der Unternehmen, das die Entwicklungen auf dem internationalen beobachtet hat, ist Kion Export. "Wir haben 2007 mit dem Export von Mangos auf den chilenischen Markt begonnen. Später haben wir dann mit Ingwer angefangen und damit die Supermärkte in Chile beliefert, bis wir 2010 den ersten Ingwer in die Vereinigten Staaten exportiert haben", sagt Marco Ortega, Geschäftsführer des Unternehmens. "Jetzt exportieren wir in die USA, nach Europa, Russland, Japan, Kolumbien und Chile und wir wachsen immer weiter. Die Ingwersaison und die Kuminsaison sind gerade in vollem Gange und wir exportieren zwischen sechs und sieben Container pro Woche."

Das Unternehmen arbeitet nicht nur mit Landwirten aus Peru zusammen, sondern hat auch seine eigene Produktion. "Jedes Jahr bepflanzen wir zwischen 60 und 70 Hektar, um unsere Jahresverträge, die wir mit den Supermärkten aus aller Welt haben, erfüllen zu können", sagt Ortega. "Wir haben unsere eigenen Felder, unsere eigene Packstation und wir vermarkten unsere Produkte auch direkt. Außerdem haben wir das Global GAP Zertfikat und ein Bio-Zertifikat für die USA, Europa und Japan. Darüber hinaus haben wir die HACCP, GRASP und SMETA Zertifikate", sagt Marco Ortega. "All diese Zertifikate haben wir, damit wir die Anforderungen jedes einzelnen Kunden auf der Welt erfüllen können."

Ganzjährige Exporte in die USA und nach Europa
"Unser wichtigster Markt sind seit 2007 die USA. Allerdings haben wir in den vergangenen Jahren auch immer größere Teile des europäischen Marktes für uns gewinnen können", sagt Ortega. "Zurzeit gehen 70 Prozent unserer Mengen in die USA und nur 30 Prozent nach Europa, aber wir wachsen immer weiter und unser Ziel ist es, mehr Importeure und Vertreiber in Europa zu finden."

"Auf den US-amerikanischen Markt exportieren wir das ganze Jahr über Ingwer auf dem Seeweg. Nur zwei Wochen im Jahr liefern wir auf dem Luftweg. Die Exporte nach Europa laufen von Juli bis März über den Seeweg. Im April, Mai und Juni werden dann sowohl Ingwer als auch Kumin auf dem Luftweg exportiert, weil die Wetterbedingungen in diesen Monaten nicht ideal sind und die Produktion bei einer längeren Transportzeit einiges an Qualität einbüßen würde", sagt er.

"Wir haben für 2021 15 Prozent mehr angepflanzt"
Obwohl die globale Nachfrage nach Ingwer steigt und weniger Exporte aus China auf den Markt kommen, weil das Land seine Produktion auf dem nationalen Markt verkaufen will, kann Kion Export die Bestellungen seiner Kunden ohne Probleme erfüllen. Das liegt daran, dass die peruanische Ingwerernte in diesem Jahr größer ausgefallen ist. Das Unternehmen will mehr investieren und seine Felder und auch die Infrastruktur erweitern.

"Wir haben 15 Prozent mehr Ingwer für dieses Jahr angepflanzt. Als Verarbeitungsunternehmen investieren wir außerdem viel in Technologie und Innovation. In Peru gibt es noch keine konkrete Studie über das Management von Ingwer, deswegen forschen wir gerade, um sicherzugehen, dass die Produkte ihre Zielorte in einem bestmöglichen Zustand erreichen", sagt Ortega. "Wir automatisieren außerdem unsere Prozesse, um so Arbeitskosten in unserer Packstation zu sparen."

Kion Export legt sehr viel Wert auf Social Responsibility. Das Unternehmen arbeitet mit Unternehmen an der Küste, den Bergen und in den Wäldern Perus zusammen. "Wir sind sehr stolz, dass wir 100 Familien in den Ingwer-Produktionsregionen ein Einkommen sichern können, weil es in Peru viel Unsicherheit gibt. Wir arbeiten weiter hart, damit unsere Arbeiter alle Vorteile genießen können, die ihnen laut Gesetz zustehen."

Eine gute Alternative zu Kaffee und Coca
Durch die steigende, globale Nachfrage ist Ingwer zu einem sehr attraktiven Produkt für peruanische Bauern geworden. "Viele Landwirte, die vorher Kaffee angebaut haben, hatten Probleme mit dem Rostpilz. Deswegen sind sie vor ein paar Jahren auf den Ingweranbau umgestiegen und arbeiten hart, damit sie ein gutes Produkt anbieten können", sagt Ortega. "Auch viele Bauern, die zuvor illegal Coca angebaut haben, pflanzen inzwischen Ingwer", sagt er.

In der Regel wird der Ingwer vor allem in Junin angebaut. Dort gibt es fast das ganze Jahr über ideale Bedingungen für die Produktion. Das einzige Problem, das wir nun Jahr für Jahr haben ist, dass während der Regensaison viele Straßen und einige Plantagen somit nicht zugänglich sind. Die Anbauregion, wo sich die Container befinden, liegt 12 Stunden Autofahrt vom Hafen Callao entfernt, von wo aus die Waren verschifft werden. Ein weiteres Problem ist der Starkregen. Denn wenn es zu stark regnet kann nicht geerntet werden und dann können wir statt sechs bis sieben Container pro Woche nur ungefähr vier Container exportieren."

Neben Ingwer verkauft Kion Export auch andere Produkte wie Kumin, ein Gemüse, dessen Eigenschaften angeblich Krebs vorbeugen können. Kumin ist vor allem in Spanien sehr beliebt, dort verkaufen wir ihn in großen Mengen. Von März bis Juni exportieren wir unseren Kumin auf dem Luftweg", sagt er. "Wir wollen bald auch getrockneten Kumin und Ingwer in unser Sortiment aufnehmen, um mehr Vielfalt bieten zu können."

Für weitere Informationen: 
Marco Ortega
Kion Export
Jr. José Carlos Mariátegui N.° 497 Santa Anita
Lima - Peru
T: (+511) 5949520
M: (+51) 987383263
mortega@kionexport.com 
www.kionexport.com 
Skype ID: marco.ortch 


Erscheinungsdatum:



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