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Mustafa Arslan, MDA Agricultural Products:

"Die Mandarinensaison in der Türkei war eine totale Katastrophe"

Die türkische Mandarinensaison war laut einem türkischen Exporteur schrecklich. Neben den wetterbedingten Herausforderungen stellt er fest, dass die türkischen Unternehmen aus politischen Gründen Märkte in Europa und im Nahen Osten verlieren. Die Veränderungen der Währungskurse in kritischen Zeiten haben enorme Verluste verursacht.

Es gibt nicht viel Positives, was Mustafa Arslan über die aktuelle Mandarinensaison in der Türkei sagen kann. Sein Unternehmen, MDA Agricultural Products, hat sich mit der Saison schwergetan: "Wir können sagen, dass die Mandarinensaison in der Türkei eine totale Katastrophe war. Das heiße Wetter dieser Saison hat die Gärten stark in Mitleidenschaft gezogen, Qualitätsprobleme gibt es reichlich und wir sind davon nicht verschont geblieben. Die Exporteure versuchen, das Beste zu verpacken, aber die Kosten sind sehr hoch und der Preis für Mandarinen zweiter Klasse ist auf den lokalen Märkten sehr günstig."

Neben den Herausforderungen in Bezug auf Wetter und Qualität gab es auch Probleme mit der Währung, bei denen laut Arslan die türkischen Exporteure den Kürzeren zogen: "Die Nachfrage aus Europa und den Balkanländern war im September und Oktober sehr gering, weil das Wetter auch in diesen Regionen so heiß war. Im November normalisierte sich das Wetter ein wenig, was ebenfalls zu einer gesünderen Nachfrage führte. Zu dieser Zeit wirkte sich die Regierungspolitik jedoch auf die Währung in der Türkei aus. Der Euro stieg innerhalb einer Woche von 9 auf 10,2 Lira und danach stieg er etwa einen Monat lang weiter an. Als aber ab Mitte November die Zahlungen von den Kunden kamen, verlor die Euro/USD-Währung gegenüber der türkischen Lira stark an Wert. Der Wechselkurs ist sehr schlecht für die Exporteure und bedeutet für uns alle einen riesigen Verlust."

Politische Probleme führen dazu, dass die Märkte für türkische Produkte nicht mehr verfügbar sind. Arslan meint, dass Exporteure mit guten Absichten darunter leiden, und findet das ungerecht: "Die Türkei verliert die meisten Märkte aufgrund politischer Probleme. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die meisten Länder des Nahen Ostens haben ein Handelsembargo gegen türkische Produkte verhängt. Auch auf den europäischen Märkten haben wir Probleme, da sie falschspielen. Wenn diese Probleme für MDA weiterhin auftreten, müssen wir die Lieferungen in europäische Länder einstellen. Wir sollten uns nicht ausnutzen lassen. Alle Länder müssen klar und transparent sein, sonst werden sich türkische Unternehmen schlussendlich abwenden und andere Märkte beliefern."

Das Beste, was Arslan tun kann, ist, seine Kunden mit der gewohnten Qualität der Produkte zu beliefern, ohne Abstriche zu machen: "In dieser Saison wird kaum ein Mandarinenexporteur einen nennenswerten Gewinn erzielen. Aber die professionellen türkischen Exporteure werden ihre Anstrengungen auf die Qualität der Früchte konzentrieren und ihre Partner weiterhin mit guten Produkten beliefern, trotz der für uns so hohen Kosten. Wir wissen, dass diese Saison ein total verlustreiches Jahr ist, aber wir möchten den Verlust auf das reine Geld beschränken, anstatt die Qualität und unseren Ruf aufs Spiel zu setzen. Wenn die europäischen Länder jedoch weiterhin falschspielen, werden sie meiner Voraussage nach den türkischen Markt vollständig verlieren", sagt er abschließend.

Für weitere Informationen:
Mustafa Arslan
MDA Agricultural Products
Mobile: +90 541 348 39 09
Email: mustafa@mda-agro.com  
www.mda-agro.com   


Erscheinungsdatum:



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