Wolfgang Steiner, Gemüsebau Steiner GmbH & Co. KG:

"Letzte Woche haben wir die ersten Tomaten in Deutschlands größtem LED-Gewächshaus geerntet"

Die Gewächshausproduktion wird immer mehr zum festen Bestandteil des Anbaus in Deutschland. Die Winterproduktion ist oft noch ein Problem, hohe Energiekosten schrecken vielerorts die Erzeuger von der Beleuchtung ihrer Produkte ab. Wolfgang Steiner, Geschäftsführer der Gemüsebau Steiner GmbH & Co. KG, hat im August eines der ersten, vollständig mit LEDs ausgestatteten Gewächshäuser für Tomaten in Deutschland in Betrieb genommen. Vergangene Woche konnte er die ersten Tomaten ernten.

Das Gewächshaus ist ein Teil des Standorts in Emmerting und ist – wie auch die Produktion in Kirchweidach, einschließlich des Bio-Gewächshauses von Bruder Florian – in enger Kooperation mit REWE entstanden. „Im Emmerting bauen wir auf 4,5 Hektar  Cherrytomaten und Roma-Rispentomaten für die REWE Region Süd und zum Teil Region Südwest und Mitte an. Im Jahr rechne ich mit gut 1.800 Tonnen Tomaten“, erzählt Wolfgang Steiner.

Blick auf das Gewächshaus in Emmerting

Die Beleuchtung ist nicht die einzige Besonderheit in Emmerting: „Wir nutzen die Abwärme aus einem nahgelegenen Kraftwerk um unsere Anlage nachhaltig zu beheizen. REWE legt großen Wert auf die Nachhaltigkeit der Produkte in ihrem Sortiment, daher war das neue Energiekonzept sehr wichtig.“

Vor dem Bau wurden am Standort in Kirchweidach – der übrigens mit Geothermie beheizt wird –wurden bereits 2,2 Hektar der Fläche beleuchtet. „Diese Fläche konnte den Bedarf aber nicht mehr decken. Jetzt bauen wir am neuen Standort ausschließlich Tomaten unter Beleuchtung für die Wintermonate an. Damit betreiben wir das größte, vollständig mit LED beleuchtete Gewächshaus in Deutschland. Dank der modernen Technik sehen wir eine erhebliche Stromeinsparung von über 35%.“

Vorerst soll es bei beleuchteten Tomaten bleiben, Steiner hält aber die Augen weiter offen: „Aktuell sehe ich außerhalb des Tomatensegmentes noch wenig Potenzial. Paprika steht die Belichtung im Raum, bei Gurken wiederum ist die Konkurrenz aus dem Ausland zu groß. Bei Preiseinstiegsprodukten wie Gurken, die auch im Winter günstig aus Spanien importiert werden können, wären die Kunden vermutlich nicht bereit den benötigten Aufpreis für Regionalität zu zahlen.“


Wolfgang Steiner (links) mit Vater Josef und Bruder Florian bei der Eröffnung des BIOhofs in Kirchweidach im vergangenen Jahr. Foto: FreshPlaza

Das Unternehmen hatte bisher immer viel Glück mit der Akzeptanz an den Anbauorten, davon können andere Erzeuger nur träumen: „Die Gemeinde Kirchweidach war von Anfang an offen für unsere Pläne, wir haben aber auch immer versucht die Bevölkerung mit einzubeziehen. Das hat sich bezahlt gemacht, und wir konnten auch die meisten Skeptiker von unseren Gewächshäusern überzeugen. In Emmerting ist es glücklicherweise genauso gelungen.“

Steiner spricht von einer Synergie zwischen seinem Unternehmen und der Gemeinde Emmerting: „Beispielsweise konnte dem Ort ein Fernwärmeanschluss zum Kraftwerk ermöglicht werden, für den es ohne das Gewächshaus zu wenige Abnehmer gegeben hätte. Im Frühjahr des nächsten Jahres sollen die ersten Haushalte angeschlossen werden. Ähnlich wie in Kirchweidach, profitieren so alle Seiten.“

Für weitere Informationen:
Wolfgang Steiner
Gemüsebau Steiner GmbH & Co KG
Edt 8
84558 Kirchweidach
Tel: +49 8623 98506-0
Mail: info@gemuesebau-steiner.de 
Web: www.gemuesebau-steiner.de 


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