Goran Milevski (Milevski GmbH) zur aktuellen Ausnahmesituation:

"Wegen Corona haben wir unseren neuen Großmarktstand vorübergehend schließen müssen"

Die Corona-Krise hat in allen Ecken der deutschen Bundesrepublik hohe Wellen geschlagen, so auch am Nürnberger Großmarkt. Die Firma Milevski entschloss sich Ende 2019 neben der bestehenden Dienstleistung des LEH auch in den klassischen Großhandel einzusteigen. Doch wegen des Corona-Ausbruchs musste man den neuen Großmarktstand gezwungenermaßen schon nach einigen Monaten schließen, blickt Geschäftsführer Goran Milevski zurück.

Hauptstandbein des Nürnberger Familienunternehmens ist bereits seit vielen Jahren die Dienstleistung des (über)regionalen LEH. Tagtäglich werden am Hauptstandort am Nürnberger Handelsgelände tonnenweise Obst & Gemüse entsprechend disponiert und zur jeweiligen Supermarktfiliale ausgeliefert. "In dieser Sparte haben wir keine große Auswirkungen gespürt. Die LEH-Programme konnten in der Regel problemlos erfüllt werden", so Milevski.


Links: Das Verkaufsteam der Milevski GmbH während der Neueröffnung des Großmarktstandes.
Rechts: Goran Milevski führt das Unternehmen in 2. Generation.

Auch in Franken habe es zu Beginn der Pandemie einen Ansturm auf gewisse Warengruppen und spürbare Hamsterkäufe gegeben. Milevski: "Wir stellen dem LEH auch Dosenware und Gemüsekonserven zu. Der Absatz in dieser Kategorie lag in der ersten Phase der Krise deutlich über dem Durchschnittsniveau. Bei Frischeprodukten haben wir allerdings nur einen leichten Anstieg in der Nachfrage beobachtet."

Online-Shop & erschwerte Fruchtlogistik
Anfang des Jahres befand sich der Online-Shop für Privatkunden noch im Aufbau, Corona hat den Launch der Online-Sparte allerdings erheblich beschleunigt. "Interessenten sind genügend vorhanden, wir hätten jedoch im Nachhinein etwas mehr Vorlaufszeit benötigt. Das Konzept sollte eigentlich noch an einigen Stellen entsprechend optimiert und geändert werden."

Währenddessen hat man seitens der Warenbeschaffung ebenfalls jede Menge Herausforderungen bemerkt. "Engpässe auf Produktebene hat es bei uns nicht groß gegeben, sondern die Situation in Sachen Logistik und damit auch der Warenbezug hat sich rasch erschwert. Verladungen aus Italien und anderswo sind nicht selten mit Verspätung bei uns eingetroffen, das hat unseren Alltag zwangsläufig beeinflusst. Während des Lockdowns haben wir auch teilweise gar keine Ware aus Zentral- und Osteuropa importiert. Nach dem Lockdown haben sich die Abläufe und die Verzollung wieder einigermaßen normalisiert."



Schließung des Standverkaufs
Während die LEH-Sparte ohne große Probleme aufrechterhalten geblieben sei, habe sich die Krise gravierend auf den klassischen Großhandel ausgewirkt. Schweren Herzens habe sich das Management der Milevski GmbH entschlossen den neuen Großmarktstand vorübergehend zu schließen. "Wir hatten diese für uns neue Sparte kurz vor Corona aufgebaut und konnten die plötzliche Beeinträchtigung daher nicht verkraften."

Die Standfläche wird nun ausschließlich als Lager und Disponierfläche für die Auslieferung benutzt. "Glücklicherweise sind diejenigen die vorher bei uns eingekauft haben, uns größtenteils treu geblieben. Das heißt, man kauft telefonisch bei uns ein und bekommt die Ware von uns geliefert anstatt sie hier im Abholmarkt abzuholen. Wir sind nun am Überlegen ob das so bleibt oder ob wir den Stand irgendwann wieder öffnen werden."

Weitere Informationen:
Milevski GmbH
Goran Milevski
Großmarkt Nürnberg
Leyher Straße 107
90431 Neurenberg
+49 911 32162210
gm@milevski.de  
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