Johannes Pankarter (Kronprinz Fruchthandels GmbH) zum Kiwibeeranbau in Österreich

"Kiwibeere hat sich noch nicht ganz etabliert - der Bekanntheitsgrad ist noch zu gering"

Seit der dritten Augustwoche herrscht Hochbetrieb auf dem Obsthof der Familie Pankarter in der Südoststeiermark. Denn aktuell haben die Kiwibeeren Saison. Der Exot unter den Beerenfrüchten erfreut sich in den letzten Jahren einer leicht steigenden Beliebtheit am österreichischen Markt. "Der Marktanteil wächst aber langsamer als wir uns vor einigen Jahren erhofft haben", kommentiert Johannes Pankarter, Kiwibeer-Erzeuger der ersten Stunde und Teilhaber des zuständigen Handelsunternehmens Kronprinz Fruchthandels GmbH.

Ebenso wie in anderen Anbaugebieten haben sich die Frostnächte auch auf die steirischen Kiwibeeren ausgewirkt. Pankarter: "Mittels Frostkerzen und Frostschutzberegnung haben wir schätzungsweise 80 Prozent unserer Ernte retten können. Nichtsdestotrotz hat die Produktqualität unter dem Spätfrost gelitten. Insgesamt werden wir einen mittelmäßigen Ertrag einfahren."


Pflückreife Kiwibeeren am Baum. Im österreichischen LEH werden die Kiwibeeren nahezu ausschließlich in 125g-Schälchen vermarktet. 
Bild: Kronprinz Fruchthandels GmbH

Vorreiter im Kiwibeeranbau
Für Pankarter begann das Abenteuer vor etwa 10 Jahren, als er der Frucht in Neuseeland erstmalig begegnete. "In Belgien und der Schweiz gab es zum damaligen Zeitpunkt bereits kleine Anlagen und ich habe dann auf meinem eigenen Betrieb neben den Heidelbeeren auch eine Fläche mit Kiwibeeren angepflanzt." Aktuell wachsen und gedeihen die Fruchtexoten auf insgesamt 5 Hektar. 

Im Vorfeld zum heimischen Saisonauftakt Mitte-Ende August kauft die Kronprinz GmbH kurzweilig Ware aus Portugal zu. Spätestens Ende Oktober - wenn die letzten heimischen Partien eintreffen, geht die Saison zu Ende. "Zu Beginn der Saison muss die Ware locker 4 bis 5 Tage im Kühlhaus nachreifen. Aktuell dauert die Nachreifung 2 bis 3 Tage und ganz am Ende der Saison ist die erntefrische Ware sogar sofort vermarktungsfähig und genussreif."


Blick in die Kiwibeeranlage in der Südoststeiermark / Bild: Kronprinz Fruchthandels GmbH 

Geringer Bekanntheitsgrad
Mittlerweile hat sich der Anbau der Mini-Kiwis auf österreichischem Boden erheblich erweitert. Mehrere Erzeuger und Händler haben sich für das Produkt entschieden und das Beerenobst gehört mittlerweile auch im LEH zum festen Bestandteil der saisonalen Obstauswahl. "Grundsätzlich hat sich das Produkt jedoch nicht ganz etabliert. Der Bekanntheitsgrad beim Verbraucher ist aus meiner Sicht noch zu gering."


Bild: Kronprinz Fruchthandels GmbH

Die Fruchtqualität und somit auch der Wettereinfluss wird laut Pankarter in den kommenden Jahren entscheidend für den eventuellen Markterfolg. "Die Qualität die wir in den Handel bringen muss einfach stimmen. Daher kultivieren wir ausschließlich ähnliche, grüne Sorten, damit wir einheitliche Früchte in der Verpackung bekommen." Der Geschmack der Sorten spiel dabei eine wesentliche Rolle: Die größte Herausforderung der nahen Zukunft sei aber der Klimawandel: "Nicht die Blüte an sich sondern der Austrieb läuft parallel an den Frostnächten in April. Das kann man leider kaum beeinflussen."

Weitere Informationen:
Kronprinz Fruchthandels GmbH
Johannes Pankarter
Wolfgruben 5
8211 Ilztal, Österreich
T: +43 3112 21 666
F: +43 3112 21 666 21
johannes.pankarter@kronprinz.cc
www.kronprinz.cc 


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