Henk Boers, Blauwe bessen kwekerij Haarakker

"Erntemaschine für Heidelbeeren in Europa kann dazu beitragen, den Selbstkostenpreis zu senken"

Ein Mangel an saisonalen Arbeitskräften für die Erntesaison ist eine Herausforderung, mit der der gesamte O&G-Sektor konfrontiert ist. Dem können sich auch die Blaubeeranbauer nicht entziehen. Der Anbauer Henk Boers von der Heidelbeergärtnerei Haarakker im niederländischen Langeveen, direkt an der deutschen Grenze in Overijssel, beschloss daher, eine Maschine für das maschinelle Pflücken der Blaubeeren zu entwickeln. "Ich muss jedoch einen neue Prototyp bauen, weil ein befreundeter Anbauer vor kurzem die erste Version übernommen hat", sagt Henk. "Er könnte sie für die späte Ernte gut gebrauchen."

Design
Henk kopierte das Design der Maschine von der einer amerikanischen Blaubeerpflückmaschine. "Ich habe bereits eine solche Maschine in den USA in Betrieb gesehen, aber es fehlte ihr die notwendige CE-Kennzeichnung für den europäischen Markt. Also beschloss ich, meinem eigenen Entwurf zu entwickeln. Seit dieser Saison fahren wir mit der ersten Maschine herum und geben Vorführungen bei Landwirten in der Umgebung. Wie gesagt, einer der Produzenten war von dieser Maschine so begeistert, dass er beschloss, sie zu kaufen. Der nächste Schritt ist demnach der Bau einer Reihe von neuen für den Markt."

Betrieb
Henk's Maschine wird von einem Traktor zwischen die Baumreihen gezogen. Die verschiedenen Stifte an der Maschine (siehe Foto) schütteln den Baum hin und her, so dass die Beeren abfallen und aufgefangen werden. "Man kann dieses Gerät so einstellen, dass es sehr vorsichtig an einem Baum schüttelt, aber es kann auch mit voller Leistung betrieben werden. Es kommt darauf an, wie man es selbst wünscht."

Per Hand oder maschinell?
Beide Pflückmethoden, manuell und maschinell, haben ihre Vor- und Nachteile. "Man muss abwägen. Wenn man von Hand pflückt, wird der Fallout geringer sein, aber die Anbaukosten werden teurer. Beim maschinellen Pflücken fallen auch unreife Früchte vom Baum, was zu mehr Abfall führt. Dann muss man sehen, was am vorteilhaftesten ist. Bei uns in der Region sieht man zu Beginn der Saison, dass man sich mit den Schulkindern und den noch wenig reifen Früchten eher für die Ernte von Hand entscheidet und später in der Saison die Maschine über das Feld ziehen lässt. Wenn nämlich mehr reife Früchte am Baum hängen, ist die Abfallquote niedriger und so auch die Arbeitskosten. Ich denke, dass wir in Zukunft mehr in die maschinelle Ernte gehen werden. Schließlich werden die Maschinen innovativer, die Arbeitskosten höher und damit auch der Preisdruck auf dem Blaubeerenmarkt. Deshalb werden wir mehr von diesen Pflückmaschinen für den Sektor bauen."

Henk selbst ist seit über 31 Jahren als Heidelbeeranbauer in der Branche tätig. "Wir haben jetzt etwa 6 Hektar Blaubeeren auf dem Haarakker, was einen durchschnittlichen Ertrag von 30 Tonnen pro Jahr ergibt. Allerdings baue ich jetzt langsam etwas ab, weil ich nicht mehr der Jüngste bin. Vorläufig werde ich weiterhin die Pflückmaschinen bauen, aber ich bin auch auf der Suche nach einer Partnerschaft, die weiter an der Zukunft des Haarakker arbeiten möchte."

Für weitere Informationen:
Henk Boers
Blauwe bessen kwekerij Haarakker
Vermolenweg 55c
Langenveen - Niederlande
Tel: +31 (0)546 43 31 80
boershg@outlook.com 
www.dehaarakker.nl 


Erscheinungsdatum:
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