BLE-Marktbericht KW 34 / 2020:

'Insbesondere standen einheimische Delbarestivale, Elstar und Jonagold bereit'

Äpfel aus der neuen Ernte herrschten vor: Insbesondere standen einheimische Delbarestivale, Elstar und Jonagold bereit. Zudem konnte unter anderem auf Summerred, Boskoop Gravensteiner und Arkcharm aus dem Inland zugegriffen werden. Die Präsenz einiger früher Sorten verminderte sich schon wieder: In München gab es nur noch wenige Akane und Discovery. Italien beteiligte sich hauptsächlich mit Royal Gala und Golden Delicious; Red Chief waren in Frankfurt lose aufgemacht. In Hamburg kosteten erste Tenroy 1,10 € je kg. Dies geht aus dem aktuellen BLE-Marktkommentar hervor. 

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Aus Frankreich kamen speziell Early Gold, Gala und Elstar, meist einlagig aufgemacht. Polen schickte Antonowka und Piros, die insgesamt einen abrundenden Charakter hatten. Der Abverkauf ließ sich in der Regel gut an, die sommerlichen Temperaturen verbesserten die Unterbringungsmöglichkeiten. Nur in Hamburg war wegen der Hitze eine schwächere Nachfrage zu verzeichnen. Die Bewertungen blieben meist stabil, ab und an sackten sie infolge der verstärkten Verfügbarkeit aber auch ein wenig abwärts. Importe aus Übersee verschwanden vermehrt aus der Vermarktung: Neuseeländische Braeburn und Pink Lady sowie chilenische Pink Lady und Kanzi generierten immer weniger Beachtung. Selbst gewährte Vergünstigungen konnten den Kundenzuspruch nicht steigern. Manchmal verharrten die Notierungen aber auch auf ihrem bisherigen Niveau, da die Qualität der Produkte durchaus noch überzeugte.



Birnen
Italien prägte mit Santa Maria, Carmen und Williams Christ das Geschehen. Die Präsenz von französischen Dr. Jules Guyot nahm ab, die von Williams Christ gleicher Herkunft merklich zu. Auch die inländischen Williams Christ gewannen an Bedeutung, die rote Variante kostete in Frankfurt 1,30 bis 1,40 € je kg. Dort tauchten erste Gute Luise aus den Niederlanden auf, für die man maximal 1,70 € je kg bezahlen musste. Einheimische Clapps Liebling sowie türkische Santa Maria trafen vor allem in München ein. Spanische Limonera komplettierten die Warenpalette in geringen Mengen. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte ohne Schwierigkeiten gestillt werden.

Tafeltrauben
Es kam ein wenig Bewegung ins Sortiment, auch wenn die italienischen Partien weiterhin dominierten: Die Präsenz türkischer Sultana wuchs beträchtlich an, die Früchte wurden in 5-kg- und 7-kgHolzsteigen umgeschlagen. Sie wurden hinreichend nachgefragt, in Berlin vergünstigten sie sich aber dennoch zum Wochenende hin. Auf türkische Perlette konnte ebenfalls zugegriffen werden. Frankreich beteiligte sich mit Alphonse Lavallèe und Muscat dé Hambourg und überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität vollends. Griechenland schickte Thompson Seedless.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Märkte waren mit den spanischen und italienischen Chargen nicht immer hinreichend versorgt. Die Notierungen zogen daraufhin an.

Pflaumen
Inländische Top, Hanita und Hauszwetschge prägten das Geschehen. Stanley stammten aus Bosnien und Herzegowina sowie aus Italien, Nordmazedonien und Ungarn. In Berlin waren sie mit höchstens
1,20 € je kg sehr günstig und konnten daher flott verkauft werden. Frankreich sendete speziell President, Polen am häufigsten Cacaks Schöne. Das Interesse war recht gedämpft. Es konnte mit den ausgedehnten Zufuhren nur selten Schritt halten und verbesserte sich, wenn überhaupt, nur zum Wochenende hin. Die Bewertungen tendierten größtenteils abwärts.

Zitronen
An allen Plätzen konnte auf spanische Verna sowie auf südafrikanische und argentinische Eureka zugegriffen werden. Damit waren die Gemeinsamkeiten aber auch schon aufgezählt, denn die Geschäfte verliefen recht uneinheitlich: In Frankfurt trafen nur wenige spanische Partien ein. Hier favorisierten die Kunden zunächst die südafrikanischen, später dann die argentinischen Importe.

Bananen
Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt. Sie hatte sich infolge der hochsommerlichen
Temperaturen merklich abgekühlt. Die Händler hatten ihre Bereitstellung aber an die verschlechterten Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Daher veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht wesentlich.

Blumenkohl
Einheimische Artikel überwogen, niederländische, belgische und polnische traten nur punktuell in Erscheinung. Das Interesse war sehr verhalten und wurde mühelos gestillt. Die Qualität ließ mancherorts Wünsche offen, was den Kundenzuspruch nicht gerade stärkte. Die Bewertungen bröckelten infolgedessen auch mal ab.

Salat
Bei Kopfsalat konnte vorrangig auf einheimische Produkte zugegriffen werden. Belgien ergänzte das Geschehen, die Niederlande und Polen rundeten es ab. Insgesamt verlief die Vermarktung in ruhigen Bahnen. Einstandsbedingt vergünstigten sich manche Artikel ein wenig. Bunte Salate aus dem Inland wurden recht freundlich nachgefragt; die Forderungen seitens der Vertreiber blieben konstant. Endivien generierten in Frankfurt mehr Beachtung als zuvor, dies wirkte sich aber nicht auf die Bewertungen aus.

Gurken
Deutschland, die Niederlande und Belgien teilten sich die Geschäfte bei den Schlangengurken auf. Das Interesse war sehr ruhig und konnte problemlos gestillt werden. Ab und an zogen die Notierungen an, etwa in München und Berlin.

Tomaten
Die Anlieferungen waren recht üppig und die Märkte daher vollumfänglich versorgt. Insbesondere
niederländische und belgische Rispenofferten trafen in einem zu üppigen Maß ein. Die Bewertungen dieser Warengruppe konnten ihr Niveau daher kaum halten. Immerhin führten die Vergünstigungen zu einem rascheren Verkauf, sodass Überhänge vermieden werden konnte. Die Nachfrage konnte insgesamt als durchaus freundlich beschrieben werden.

Gemüsepaprika
Niederländische, polnische, türkische und belgische Anlieferungen waren am Geschäft beteiligt, einheimische und ungarische Offerten komplettierten das Geschehen. Die polnischen Artikel vergünstigten sich in Hamburg infolge einer abschwächenden Kondition. Dies schlug sich auch auf die Bewertungen der niederländischen und belgischen Produkte nieder, die sich ebenfalls verbilligten.

Quelle: BLE


Erscheinungsdatum:



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