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Miese Spargelernte in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg

Unterdurchschnittliche Erträge beim Spargel, normale Ertragserwartungen bei Erdbeeren

Im laufenden Jahr ist in Schleswig-Holstein auf einer Gesamtfläche von 437 Hektar (ha) Spargel angebaut worden. Davon waren 369 ha ertragsfähig, das sind fast vier Prozent weniger als im Jahr 2019, so das Statistikamt Nord. Die übrigen 68 ha entfielen auf noch nicht ertragsfähige Anlagen.

Die Spargelernte konnte in diesem Jahr trotz widriger Witterung im Januar und Februar bereits relativ früh, Mitte April, beginnen. Nach einer Schätzung konnte ein Ertrag von durchschnittlich rund 38 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) geerntet werden. Das entspräche einer gesamten Ernte­menge von 1 400 Tonnen (t) und damit knapp 25 Prozent weniger als im Vorjahr.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden nicht alle Flächen in gewohnter Intensität beerntet. Teilweise fehlten Erntehelferinnen und -helfer. Aber auch Vermarktungsprobleme in Folge ge­schlossener Gastronomiebetriebe trugen zu der Situation bei. Da die Schätzung der Erträge nur auf der tatsächlich geernteten Menge in den landwirtschaftlichen Betrieben basiert, hat die Pan­demie wesentlich zu der geringen Erntemenge beigetragen.

Erdbeeren werden in diesem Jahr in Schleswig-Holstein auf einer Freilandfläche von insgesamt 780 ha angebaut. Davon stehen auf 612 ha ertragsfähige Erdbeerpflanzen. Auf weiteren rund 74 ha werden die begehrten Früchte unter Folientunneln (sog. „hohe begehbare Schutzabde­ckungen“) angebaut. In der diesjährigen Saison werden die Erträge aus diesem schützenden Anbauverfahren voraussichtlich 34 Prozent höher als im Freilandanbau ausfallen.

Die Erdbeerernte begann in diesem Jahr bereits im April mit der Ernte aus dem Anbau unter Folientunneln. Erdbeeren im Freiland wurden ab Anfang Juni im größeren Stil geerntet.

Die Schätzungen liegen zurzeit bei einem Ertrag von 119 dt/ha im Freilandanbau. Damit läge der Ertrag, trotz der durch Corona verursachten betrieblichen Probleme, über dem endgültigen Durchschnittsertrag des Vorjahres (112 dt/ha). Es wird erwartet, dass im Jahr 2020 rund 7 300 t Erdbeeren in Schleswig-Holstein geerntet werden.

Die endgültigen Spargel- und Erdbeererntedaten liegen zum Jahresbeginn 2021 vor.

Baden-Württemberg: deutlich weniger Spargel geerntet
Auch im süddeutschen Raum hat die Pandemie die Erträge erheblich beeinträchtigt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden nach den vorläufigen Angaben aus der Vorerhebung von Spargel und Erdbeeren in Baden-Württemberg rund 8. 200 Tonnen (t) Spargel gestochen. Damit lag die Erntemenge mit einem Minus von 26% deutlich unter dem Wert von 2019. Der Flächenertrag wird voraussichtlich 3,9 Tonnen/Hektar (t/ha) erreichen, wobei das Vorjahresergebnis um -19% und das langjährige Mittel (2014/2018) um 21% verfehlt wird. Auch bei den Spargelflächen zeichnet sich mit 2.490 ha (-10 %) ein Rückgang ab. Insbesondere bei der Anlage neuer Spargelflächen wurde Zurückhaltung beobachtet, da die Junganlagen um 17% auf 370 ha reduziert wurden.

Obwohl die Erdbeerbauern zusätzlich regional Blütenfrost zu beklagen hatten, scheinen nach den bisherigen Ergebnissen die landesweiten Einbußen weniger stark auszufallen als bei Spargel. Der durchschnittliche Ertrag wird bei den Erdbeeren aus Freilandflächen vermutlich mit 10,1 Tonnen je Hektar (t/ha) rund 3% geringer sein als im vergangenen Jahr. Der in den letzten beiden Jahren starke Rückgang bei den Anbauflächen im Freiland scheint sich momentan nicht weiter fortzusetzen. Die beernteten Erdbeerplantagen belaufen sich auf ungefähr 1.800 ha (-2%), wodurch mit einer Erntemenge von 18.390 t (-5%) aus dem Freilandanbau gerechnet werden kann.

Zusätzlich zu den Freilanderdbeeren stammen inzwischen große Mengen an heimischen Erdbeeren aus dem Folientunnel oder Gewächshäusern. Da die Produktion weniger stark durch die Witterung beeinflusst wird, sind mit 15 t/ha wesentlich höhere Flächenerträge zu erwarten.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg / Statistik Nord 


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