Erdbeererzeuger Andreas Thien über die Sorte Limalexia

"Wir haben eine ertragsreiche und zugleich geschmackvolle Tunnelerdbeere gesucht"

Groß war die Begeisterung der anwesenden Fachbesucher bei der Vorstellung der Limalexia, der damals ersten Erdbeersorte aus dem Veredlungsprogramm der niederländischen Limgroup. Knapp zwei Jahre nach der offiziellen Präsentation auf der expoSE in Karlsruhe hat die Sorte bereits zahlreiche nordwesteuropäische Erdbeererzeuger überzeugen können. Wir sprachen mit Andreas Thien – Erdbeeranbauer im niedersächsischen Ermke und Inhaber des gleichnamigen Erdbeerhofes - über seine ersten Erfahrungen mit der innovativen Erdbeersorte.

Angefangen hat der Anbau der Limalexia im Jahr 2018 mit einer kleinen Probe, im darauffolgenden Jahr wurden bereits 75.000 Pflanzen angepflanzt. Heute beläuft sich der Gesamtanteil der Limalexia auf rund 450.000 Pflanzen, waseinem Drittel der gesamten Anbaukapazität entspricht, skizziert Herr Thien die neuesten Entwicklungen auf seinem Anbaubetrieb. „Wir waren damals auf der Suche nach einer Pflanze die geschmacklich gleich oder besser ist wie die Elsanta und zudem mehr Ertrag für uns gewährleistet. Ein früher Saisonbeginn ist für uns weniger von Bedeutung, umso wichtiger ist ein hoher Output pro Quadratmeter.“

Am Erdbeerhof Thien werden die Erdbeeren ausschließlich im geschützten Anbau kultiviert. Die Sorte wird in zwei Sätzen gepflanzt und gepflückt, weswegen sie zwischen Ende Mai und November erhältlich ist. Neben Limalexia und Elsanta wird das Portfolio durch die Sorten Opera, Malling Centenary und Falco abgerundet.

Änderungen im Düngeschema
Die bisherigen Ergebnisse seien laut dem Erzeuger recht positiv gewesen. Für eine endgültige Bilanz zur diesjährigen Saison sei es dennoch zu früh, da man noch voll in der Ernte steckt. „Letztes Jahr war die geerntete Frucht etwas weich. In Absprache mit Jos Aben (Produktspezialist bei Limgroup, red.) haben wir unser Düngeschema etwas abgeändert. Die ersten Ergebnisse sind schon etwas besser als im Vorjahr“, bestätigt Herr Thien auf Nachfrage. Auch während des Anbauprozess wird der Wachstumsfortschritt alle 14 Tage sorgfältig geprüft und es werden Blattmuster im Labor analysiert. Anhand dieser Ergebnisse und Beratung wird die Rezeptur der Düngemittel dementsprechend angepasst.  


Blick in die Tunnelanlage

Anbau in Tunnelanlagen
Der Erdbeerhof Thien ist ein eigenständiger Anbau- und Handelsbetrieb: Vor einigen Jahren entschloss sich das Management komplett vom Freiland- auf Tunnelanbau umzusteigen. Heutzutage bewirtschaftet die Erzeugerfamilie etwa 10 ha geschützte Anbaufläche. „Bei gleichem Pflanzdatum ist die Limalexia im Vergleich zur Elsanta zwar etwa 6 Tage später pflückreif, dafür kann sie aber am Ende der Saison um 8 Tage länger geerntet werden. Dieses Jahr wurden die ersten Limalexia am 20. Mai gepflückt: Aufgrund der aktuellen Prognose werden wir sie bis in den November hinein anbieten können, wenn zwischendurch zumindest kein harter Frost kommt“, schildert Thien den weiteren Saisonablauf.


Tunnelerdbeeren der Sorte Limalexia auf Stellagen

Die Erdbeeren aus eigenem Anbau werden Großteils direkt an den regionalen LEH geliefert. Auch auf Vermarktungsseite findet die Limalexia guten Anklang, beobachtet Thien. „Ich denke, dass die Limalexia großes Potenzial hat, wenn wir das mit dem Düngeplan entsprechend in den Griff bekommen“, sagt er schließlich.

Weitere Informationen:
Thien Erdbeerhof
Andreas Thien
Roggenkamp 5
49696 Ermke
T: +49 4475 94 70 24
F: +49 4475 94 70 26
a.thien@thien-erdbeerhof.de 


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