Fruvital und Hazera kooperieren mit süddeutschen Erzeugern:

"Deutsche Melonen sind ökologisch und ökonomisch nachhaltig"

Der Klimawandel hat die Welt fest im Griff – auch Deutschland. Dürre und Hitze in den Sommermonaten sind seit Jahren ein wachsendes Problem für den deutschen Anbau und erfordern neue Strategien, um sich an die Veränderungen in der Umwelt anzupassen. Ein Unternehmen, das versucht die schwierigen Umstände in der Produktion gemeinsam mit seinen Erzeugerbetrieben positiv zu nutzen, und so der vermeintlich negativen Veränderung der Produktionsbedingungen etwas positives abzugewinnen, ist die Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH mit Sitz in Willich (NRW), die in Zusammenarbeit mit dem Saatgutlieferanten Hazera und verschiedenen Erzeugern in Süddeutschland Melonen und Wassermelonen anbaut. Im Interview berichtet Thomas Hinkelmann, Produzentenmanagement Fruvital über das erfolgreiche Projekt.

„Als innovatives Unternehmen halten wir stetig Ausschau nach den besten Wegen, um Saisonzeiten zu verlängern oder - wo es als sinnvoll erscheint - ausländische Produktion mit einheimischer zu ergänzen. Seit einigen Jahren prüfen wir daher intensiv, ob eine Möglichkeit besteht, geschmackvolle Wassermelonen auch in Deutschland zu produzieren." Die deutsche Saison beginnt nach dem Saisonhöhepunkt in Spanien. Diese Zeit werde normalerweise mit Importware aus anderen Ländern (bspw. Ungarn) abgedeckt.

Die Lücke im Saisonkalender nach der spanischen Saison kann somit ökologischer gefüllt werden, als dies mit Importware ginge: „Der Anbau in Süddeutschland, speziell in Baden-Württemberg, hat enorme Vorteile gegenüber dem internationalen Handel hinsichtlich der Nachhaltigkeit. Dies spielt für uns eine sehr große Rolle.“ Gerade beim Absatz von Melonen und Wassermelonen spielt das Wetter bekanntlich mit die wichtigste Rolle – neben der Auswahl der Sorte. Mit nationaler, deutscher Produktion kann spontaner und präziser auf den Bedarf des Lebensmitteleinzelhandels eingegangen werden. Sollte das Wetter beispielsweise unerwartet warm sein oder das Wetter komplett umschlagen, sind wir durch die Nähe der Produktion zum Kunden enorm flexibel und können kurzfristig reagieren – das heißt für uns Nachhaltigkeit; denn es spart einerseits den Transport per LKW aus Spanien oder anderen Ländern. Andererseits muss weniger über die benötigte Menge Tage im Voraus – auf Grund der enormen Transportwege - spekuliert werden. Dadurch entstehen weniger Lebensmittelabfälle oder Übermengen, Transportwege werden enorm verkürzt. Letztendlich sind die Früchte auch einfach frischer und dann geerntet, wenn Sie am aromatischsten sind.“

Der Anbau ist so ökologisch und ökonomisch nachhaltig: „Wir helfen den Erzeugern durch die Hinzunahme innovativer Produkte, die normalerweise in unseren Produktionsgebieten nicht heimisch waren, so mit dem Klimawandel bestmöglich umzugehen, während wir parallel Warenknappheit und Überversorgung vorbeugen sowie unnötige Transporte vermeiden.“

Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Saatguthersteller Hazera statt. „Es war ein langer Prozess! Wir sind u.a. nach Spanien gereist, um uns direkt vor Ort Sorten anzuschauen, haben Feldversuche gestartet und nun Varietäten gefunden, die in Deutschland wirklich gut funktionieren. Nach vielen schlaflosen Nächten können wir heute Charentais, Honeydew, Wassermelonen und Mini-Wassermelonen aus deutscher Produktion von unseren Erzeugern anbieten – und der Bedarf wächst stetig.“

Der deutsche Verbraucher hat ganz besondere Vorlieben, wenn es um Melonen geht. Große Kaliber seien weniger beliebt, daher auch die Entscheidung für die Mini- oder Dessert-Wassermelonen, die auf den Feldern von Tobias Holderrieth getestet wurden. Der Erzeuger hat in den Melonen seine Passion gefunden. „Vor einigen Jahren hat er mit einem Hektar begonnen und inzwischen erntet er auf sechs Hektar die Früchte. Es war nicht immer einfach, aber nun sind wir stolz, einregionales, einzigartiges Produkt mit super Qualität auf den Markt bringen zu können.“

Die Wassermelonen werden unter dem Namen „Rote Liebe“ im deutschen LEH vermarktet. „Mit diesem Markennamen wollten wir klar zeigen, dass es sich hier um deutsches, regional produziertes Premiumprodukt handelt. Wir wollen nicht einfach austauschbar sein und die Exklusivität unserer Kooperation vermitteln: Hazera kümmert sich um die Sortenauswahl und das Saatgut, die Erzeuger sind verantwortlich für die richtigen Mengen und Qualität, und Fruvital übernimmt den Vertrieb. In diesem Rahmen sind alle Beteiligten von großer Bedeutung und jeder sieht sich selbst in der Verantwortung, auf höchstem Niveau zu arbeiten. Wir sind äußerst glücklich mit der Zusammenarbeit und den Früchten, die sie trägt.

Für weitere Informationen:
Thomas Hinkelmann
Fruvital Fruchthandelsgesellschaft mbH
Hanns-Martin-Schleyer-Str. 35 
47877 Willich
Tel.: +49 2154 / 884 29-17
E-Mail: qm@fruvital.de 


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