Sandór Makai (Makai Frucht) am Vorabend der ungarischen Steinobstsaison

"Unser Vorteil ist die Nähe zum österreichischen Absatzmarkt"

In den südungarischen Steinobstanlagen werden bereits die ersten Süß- und Sauerkirschen der diesjährigen Saison gepflückt. Bald werden die Steinfrüchte aus der zentraleuropäischen Republik auf den österreichischen sowie den deutschen Markt stoßen. Obwohl es bedingt durch den Spätfrost auch in diesem Jahr Sachschäden und Ernteeinbuße geben wird, rechnet man generell mit einer erfolgreichen Exportsaison, bestätigt Sandór Makai (rechts im Bild), Steinobst-Exporteur und Geschäftsführer der Firma Makai Frucht.

„Im Laufe nächster Woche erwarten uns die ersten Süß- und Sauerkirschen der diesjährigen Saison“, kündigt der Fruchthändler an. Die Kirschen werden insgesamt von ca. 25 Erzeugern im südungarischen Raum bezogen, der Löwenanteil der Ware geht unmittelbar nach der Ernte in den Export. „Trotz der Ernteeinbuße rechnen wir dieses Jahr mit einer gesamten Exportmenge um 200 Tonnen. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass wir nächstes Jahr erstmalig Vollmengen aus unserer neuen Plantage um 60 ha anbieten können. Somit werden wir unseren Kirschertrag auf ca. 600 Tonnen steigern können.“


Kirschenanlage im Süden Ungarns

Aprikosen aus ungarischer Erzeugung
Das Unternehmen Makai Frucht Kft. wurde im Jahre 2008 gegründet und befindet sich im südungarischen Szentes. Ein Jahr später öffnete der Standverkauf am Wiener Großmarkt Inzersdorf, wo innerhalb der Saison (Ende Mai – Ende August) tagtäglich frische Erzeugnisse aus ungarischem Anbau angeboten werden. Nebst Süß- und Sauerkirschen bilden Aprikosen das zweite Umsatzstandbein der Firma. Genauso wie bei den Kirschen seien auch die Marillen äußerst wetterabhängig, so Makai: „Wetterbedingt rechnen wir dieses Jahr mit einem recht niedrigen Ertrag um lediglich 200 Tonnen. Die ersten werden bis Mitte Juni eintreffen, wonach wir die Marillen voraussichtlich bis in den August hinein anbieten können.“ Eine Verlängerung der Saison bis September sei erwünscht, heißt es weiter. Daher werden nun mehrere Spätsorten im Anbau erprobt.

Noch exportiert die Makai Frucht die Ware vorwiegend nach Österreich und Polen. Deutschland sei dennoch ein bedeutender Wachstumsmarkt des Unternehmens. „Wir bedienen schon einige Kunden in München und dem süddeutschen Raum, möchten unsere Aktivitäten jedoch gerne erweitern.“


Frische Marillen aus ungarischer Erzeugung sind in der Regel zwischen Mitte Juni und Mitte August zu haben.

Über den Standverkauf am Wiener Großmarkt werden vorwiegend Großhandelskunden und Facheinzelhändler beliefert. Der Stellenwert der Marillen im österreichischen Handel sei besonders hoch, beobachtet Makai. „Die ungarischen Chargen kommen üblicherweise etwas früher als die Heimischen auf den Markt. Allerdings erzielen wir auch während der heimischen Aprikosensaison einen guten Absatz, denn die österreichische Produktionsmenge reicht einfach nicht aus um den gesamten Bedarf zu decken.“


Sortier- und Abpackzentrum der Firma Makai Frucht

Nähe zum Absatzmarkt
Gemäß dem erfahrenen Händler sei auch die Konkurrenz aus den Mittelmeerländern – etwa Spanien und Italien – eher gering. „Wegen der langen Transportzeit nach Österreich werden die dortigen Früchte in der Regel zu früh gepflückt, weswegen der Reifegrad und somit der Geschmack und Struktur noch nicht optimal ist. Wir haben dagegen den Vorteil, dass wir den österreichischen Markt innerhalb kürzester Zeit mit tagesfrischer Ware bedienen können.“


Ungarische Kirschen

Weitere Informationen:
Makai Frucht Kft.
Makai Sándor
+36-30-202-6416
Laxenburger Str. 365.
1230 Wien (Großmarkt)
makaisanyi@gmail.com
http://www.makaifrucht.webtelek.hu/ 


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