ToBRFV in Frankreich: der Tomatensektor ergreift Maßnahmen

Seit vergangene Woche der erste Fall des ToBRFV Virus in Frankreich bestätigt wurde, tun die verschiedenen Akteure im Tomatensektor alles, um die Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. Gesprochen wurde im Gewächshaus von Finistère in der Bretagne. 

Zur Erinnerung: was ist ToBRFV?
ToBRFV (Tomato Brown Rugose Fruit Virus), auch Jordan-Virus genannt, befällt Tomaten, Paprikas und Chilis. Die Früchte zeigen gelbe und braune Stellen und auch Missbildungen auf. Außerdem verändert sich die reguläre Reifezeit. Tomaten, die vom Virus befallen sind, können nicht mehr verkauft werden. Allerdings stellt das Virus keine Gefahr für den Menschen dar.

ToBRFV wurde 2014 zum ersten Mal im Mittleren Osten entdeckt. Es tauchte damals in Mexiko, den USA, Deutschland, Italien, Großbritannien und den Niederlanden auf. Im Oktober / November 2019 wurde das Virus dann auch in Spanien entdeckt, aber die Situation schien unter Kontrolle zu sein.

Gilles Bertrandias, Geschäftsführer von Paysans de Rougeline:
"Wir haben im vergangenen Jahr, sobald es einen Risikofaktor gab, die ersten Maßnahmen ergriffen. Wir haben den Zugang zu den Farmen begrenzt und Desinfektionsverfahren für Personal und Equipment entwickelt. Außerdem arbeiten wir mit Baumschulen und Saatgutunternehmen eng zusammen. Wir fordern von ihnen Testergebnisse, bevor wir das Saatgut verwenden, damit wir sichergehen können, dass es nicht infiziert ist."

 Gilles Bertrandias 

Mathilde Roger, Prince de Bretagne:
"Bisher sind uns keine Fälle von Kontamination mit ToBRFV beim Tomaten und Paprikahersteller Prince de Bretagne bekannt. Seit der ANSES Warnung führen wir aber alle Sicherheitsmaßnahmen wieder durch."

Verteilung von Tomatenproduzenten in Frankreich 2018: Quelle:  Agrestre. Die Bretagne repräsentiert einen Großen Anteil des Volumens. Savéol, Prince de Bretagne und Solarenn sind die wichtigsten Akteure in der Region.

Tomaten sind das am häufigsten konsumierte Gemüse in Frankreich. Jeder Haushalt konsumiert schätzungsweise 13,9 kg pro Jahr. Frankreich produziert etwa 712.000 Tonnen jährlich.


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