Juhos Csaba (Fresh Fruit Tész) sieht Wachstumspotenzial für ungarische Agrarexporte

"Neue Verpackungsstrategie und Zwetschgensorten machen uns zum zuverlässigen Partner für den LEH"

2019 war auch für die ungarische Agrarbranche ein spannendes und zum Teil herausforderndes Jahr. Wegen der schwierigen Wetterbedingungen kam es zu Qualitäts- und Ernteeinbußen bei den Steinfrüchten, seit jeher eins der bedeutendsten Exporterzeugnisse des zentraleuropäischen Landes. Nichtsdestotrotz sehe man der Zukunft nach wie vor positiv entgegen: Denn es wurde viel in neue Verpackungen, Sortenvielfalt und Schutzmaßnahmen investiert, schildert Csaba Juhos, Geschäftsführer der südungarischen Exportgesellschaft Fresh Fruit Tész.

Das exportorientierte Unternehmen ist jedes Jahr während der Fruit Logistica auf dem Gemeinschaftsstand der ungarischen Agrarbranche in der Halle 21 vertreten. Deutschland, sowie das Nachbarland Österreich sind die wichtigsten Absatzmärkte für die ungarischen Exportfirmen. Auch die Firma Fresh Fruit Tész hat sich auf den Export spezialisiert, vorwiegend von Zwetschgen und Spitzpaprika, erläutert Herr Juhos. „Im Zuge der Verpackungsdiskussion in Deutschland sind auch wir mittlerweile auch Alternativen umgestiegen. Unsere Spitzpaprikas werden beispielsweise nicht mehr in Schalen, sondern in Flowpacks verpackt. Somit können wir bis zu 70% Plastik reduzieren, wie es heutzutage vom deutschen LEH gefordert wird.“


Juhos Csaba am ungarischen Gemeinschaftsstand während der Fruit Logistica 2020

Durch die neuen Maßnahmen in Sachen Produktverpackung möchte der Exporteur sich nun als leistungs- und wettbewerbsfähiger Partner für deutsche LEH-Ketten positionieren. Das Ergebnis der aktuellen Gespräche wird dabei ausschlaggebend, sagt er. „Die Verhandlungen mit Rewe für die anstehende Saison laufen bereits auf Hochtouren. Wir hoffen, dass wir ab Mai-Juni unsere Hauptprodukte, Zwetschgen und Paprika, an den deutschen LEH liefern können“, so Juhos.

Sortenvielfalt & Wettbewerb mit den Balkan-Ländern
Neben Spitzpaprikas sind die Zwetschgen das Aushängeschild der südungarischen Agrargesellschaft: Mit einer jährlichen Produktionsmenge um 2.000 Tonnen der blauen Früchte gehört die Fresh Fruit Tész mit zu den Hauptlieferanten in diesem Bereich. Juhos: „Neulich haben wir zwei neue Sorten für den Frischmarkt in unser Sortiment aufgenommen – nämlich Topend Plus und Top Hit – welche ursprünglich aus Deutschland stammen.“


Frische Zwetschgen aus ungarischem Anbau / Bild: Fresh Fruit Tész 

Durch die Erweiterung der Sortenskala versuchen die ungarischen Erzeuger sich von den ‚neuen‘ Mitbewerbern aus dem Balkanbereich und Moldawien abzuheben. Trotz der zunehmenden Konkurrenz aus diesen Anbauländern glaubt Herr Juhos nicht, dass die Länder sich langfristig am Markt durchsetzen werden. „Die Stundenlöhne in Ungarn haben sich die letzten paar Jahre etwa verdoppelt. Eine ähnliche Entwicklung wird sich in wenigen Jahren auch in diesen Ländern auftreten.

Erhöhte Produktionskoste
Unabhängig von der Konkurrenz im Ausland seien die Produktionskosten gerade bei den Zwetschgen in den letzten Jahren erheblich angestiegen. “Erstens haben die erhöhte Stundenlöhne einen spürbaren Einfluss auf die Zwetschgenbranche, einfach da Zwetschgen am POS verhältnismäßig recht billig sind. Darüber hinaus müssen wir im Zuge des Klimawandels zwangsläufig Schutzmaßnahmen ergreifen um uns entsprechend gegen anhaltende Trockenheit sowie Hagelschäden wappnen können.“   

Weitere Informationen:
Juhos Csaba
Fresh Fruit TÉSZ
Császártöltési u. 75
6237 Kecel, Ungarn
+36 30 9457390
csaba.juhos@freshfruit.hu  
www.freshfruit.hu  


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